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Western Australia – Tag 4: Allerlei Gaumenfreuden

10. Mai 2015 at 20:39

Posted from Perth, Western Australia, Australia.

Auch an meinem letzten Tag hatte die Steffi noch einen schönen und vor allem kulinarischen Ausflug für uns geplant – es ging ins Swan Valley, das Tal des Swan Rivers am Rande der Darling Range. Auf beiden Seiten des Flusses wird seit mehr als 150 Jahren Wein angebaut und die rund 40 Weingüter sind für Proben und Verkauf geöffnet. Es erwarteten uns einige Gaumenfreuden. 🙂 Unser erster Stopp war „Sandalford Wines“. Das Weingut machte einen guten Eindruck und wir waren erstaunt, welche berühmten Künstler dort schon aufgetreten sind.

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In der „Margret River Chocolate Factory“ probierten wir die kostenlosen Schokoladentalern und waren erstaunt, in welchen Formen und Variationen es Schokolade zu kaufen gibt. Für zwei Freundinnen erstand ich dort ein Schokoladen-Massageöl, mal etwas ganz anderes. Nebenan testeten wir die exotischsten Marmeladensorten – am ungewöhnlichsten war die Zwiebelmarmelade! 😉

Die Zwiebelmarmelade war gewöhnungsbedürftig ;-)

Die Zwiebelmarmelade war gewöhnungsbedürftig 😉

Wein, Schokolade, Marmelade und wieder Wein. 🙂 Beim Weingut „Lancaster Wines“ probierte ich Weißwein, Rosé und IMG_7137etwas Käse – lecker! Was fehlte noch für einen gelungenen Tag? IMG_7136Natürlich Eiscreme! 🙂 Bei „Oggies Ice Cream Cafe“ durften wir auch erst verschiedene Sorten testen und teilten uns dann eine Kugel Mascarpone und Karamell. Zwischen all den Schmankerln schauten wir uns auch die älteste Kirche von Western Australia an – dem Geburtsort der „Swan River Kolonie“ (dem heutigen Perth). Dort hatte Kapitän James Stirling 1827 sein Lager aufgeschlagen. Wein, Schokolade, Marmelade, Eiscreme, Kirche – eine interessante Kombination.

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IMG_7154Unsere kulinarische Reise endete doch tatsächlich IMG_7158mit Bier, wer hätte das bei mir gedacht?! 😉 Denn unser Mittagessen ließen wir uns in einer Brauerei schmecken und ich trank doch wirklich ein kleines Bier. Na ja, zugegeben, es war ein Bier mit Wassermelonen-Geschmack (schmeckte eher wie Limo, also genau mein Ding). Die Steffi entschied sich dagegen für ein Weißbier.

Was für ein schöner Abschluss eines perfekten Wochenendes! Am Nachmittag brachte mich die Steffi wieder zum Flughafen und aufgrund einer eineinhalbstündigen Verspätung landete ich erst nach Mitternacht wieder in Melbourne.

Steffi, vielen lieben Dank nochmal für dieses super Wochenende!

Western Australia – Tag 3: Sandboarden, Hummer und Pinnacles

10. Mai 2015 at 18:06

Posted from Cervantes, Western Australia, Australia.

IMG_6993Heute hieß es raus aus der Großstadt und rein in die Natur! IMG_1270Zusammen mit den zwei Amerikanerinnen Erin und Maria, die die Steffi von anderen Ausflügen kannte, erkundeten wir mit einem Mietauto den Norden von Perth. Nach eineinhalb Stunden Fahrt erwartete uns das erste Highlight des Tages: SANDBOARDEN!!! In Lancelin liehen wir uns zwei Bretter aus und machten uns auf zu den Dünen. Da der Himmel etwas bedeckt war, hatte wir die Dünen fast für uns und mussten sie nur mit ein paar anderen Touristen, einigen Quad- und Motocrossfahrern teilen. Es sah fast aus wie eine Mondlandschaft. Abwechselnd setzten wir uns auf die Boards und rasten die Sanddünen hinunter. Das war ein Spaß! Das anschließende Hochlaufen im Sand war allerdings richtig anstrengend, so dass wir nach einigen Runden echt geschafft waren. Unsere amerikanischen Mitfahrerinnen konnten sich nicht ganz so für dieses Vergnügen begeistern wie wir, aber der Stopp hatte sich auf jeden Fall gelohnt. So etwas möchte ich gern irgendwann nochmal machen. Sandboarden kann ich jedem nur empfehlen! 🙂

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Ein kurzes Video vom Sandboarden:

https://www.youtube.com/watch?v=-0JSMr-RtdU&feature=em-upload_owner

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Hummer zum Lunch

Dann war es auch schon Zeit fürs Mittagessen. Ratet mal, was haben wir uns schmecken lassen? Hummer! 😉 Das hättet Ihr IMG_7002nicht gedacht, oder? Ich auf jeden Fall nicht. Ich bin ja kein großer Fan von Fisch und Meeresfrüchten, aber wenn man schon mal an einer Hummerfarm vorbeifährt, sollte man wenigstens IMG_7001probieren. Steffi und ich teilten uns einen gegrillten Hummer, denn wir mussten die Zeit überbrücken bis das nächste Boot ankam und wir die frisch gefangenen Hummer auf der Farm anschauen konnten. Uns beiden schmeckte der Hummer nicht so, aber jetzt konnten wir wenigstens mitreden. Nachdem wir einen kurzen Infofilm über die Farm gesehen hatten, schauten wir uns die einzelnen Hummerstationen ausgerüstet mit einem Audio-Guide an. Wir erfuhren, dass die Hummer erst gewogen, dann registriert IMG_1311und nach Größe und Gewicht (von 350Gramm bis 2,5 kg) sortiert werden. Dann verbringen die Hummer mindestens drei Tage in Metallbottichen bis sie lebend weiterverschickt werden. Bis zu 20.000 Kilo lebender Hummer kann so im „Lobster Shack“ gelagert werden. Damit die Hummer während ihres „Aufenthaltes“ dort alle Nährstoffe erhalten, wird pro Sekunde 200 Liter Meerwasser in die „Käfige“ gepumpt. Per Audioguide lernten wir auch, dass es regional unterschiedliche Geschmäcker bezüglich der Größe und des Gewichts der Hummer gibt. Irgendwie hatte ich aber auch Mitleid mit den armen Tierchen, die in engen Käfigen zusammengepfercht auf ihren Abtransport warteten. Ob das wirklich artgerecht ist, bezweifle ich.

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Das kulinarische Testwochenende ging weiter: Erst Krokodil, Känguru, Emu und Kamel – und jetzt Hummer!

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Wir lebens unseren Traum! Haha, genau, ich wollte schon immer mal wissen, wie sich ein Hummer im Bikini fühlt… 😉

Die Pinnacles

Als wir unseren Rundgang beendet hatten, regnete es leider und wir konnte unseren Stopp am schönen Strand Jurien Bay IMG_7049gar nicht richtig genießen. Doch von ein bisschen Regen ließen IMG_7046wir uns den Spaß nicht verderben und freuten uns umso mehr, als wir beim „Känguru-Punkt“ etwa zehn Kängurus herumspringen sahen (Video von zwei Kängurus: https://www.youtube.com/watch?v=DR5NbfESUkg&feature=youtu.be). Um halb fünf erreichten wir dann das „Pinnacles Besucherzentrum“ im Nambung National Park. Die Pinnacles (Zinnen) sind tausende bizarre bis zu 5m hohe Kalksteinsäulen, die aus dem Sandsteinboden herauswachsen. Im Besucherzentrum erfuhren wir, dass der geologische Ursprung der Pinnacles höchst umstritten ist. Eine der Theorien ist, dass Wurzelsysteme ehemaliger Vegetation im Laufe von Jahrtausenden durch mineralhaltiges Wasser mit Kalkablagerungen überzogen und später vom Wind freigelegt wurden. Leider konnten wir uns nur 5 Minuten im Besucherzentrum umsehen, bevor es geschlossen hat. In dieser kurzen Zeit gelang es mir aber, einen kurzen Blick auf ein paar Infotafeln zu werfen, ein IMG_7084paar Bilder zu machen und für meine Eltern eine von lokalen Künstlern aus Metall geschmiedete Kängurufigur zu kaufen. 😉 Aber wer möchte schon viel Zeit in einem Besucherzentrum verbringen, wenn er das Original direkt vor der Tür hat?! Also, auf zu den Pinnacles! Die tausenden Steinskulpturen sahen wirklich unglaublich aus – die verschiedenen Formen und Höhen. Von weitem schaut IMG_7071es aus wie eine kleine Armee von Steinkriegern. 😉 Eigentlich wollten wir den Sonnenuntergang dort sehen, denn wenn das Licht auf die Steinformationen fällt, muss das toll aussehen. Leider hatte es angefangen zu regnen, aber auch so waren die Steinformationen beeindruckend und boten ein einzigartiges Bild. Wir liefen eine ganze Weile durch die Steine und später, als es dunkel war, fuhren wir auf dem 5km langen geschotterten Rundweg durch das Steinfeld. Die teils skurrilen Formen, der Regen, die Dunkelheit und die Tatsache, dass wir das einzige verbliebene Auto zu sein schienen – das war schon etwas gruselig. Steffi musste bei diesem ungemütlichen Wetter zurückfahren und brachte uns gegen 21 Uhr sicher zurück nach Perth. Was für ein ereignisreicher und unvergesslicher Tag!

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Video von den Pinnacles: https://www.youtube.com/watch?v=KP5P-UxHSaM&feature=youtu.be

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Video unserer Nachtfahrt: https://www.youtube.com/watch?v=csEa23BAwOg&feature=youtu.be

Western Australia – Tag 2: Die Glockenspieler vom Schwanenfluss

10. Mai 2015 at 14:57

Posted from Perth, Western Australia, Australia.

IMG_6778Zwei Sachen erstaunten mich am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Western Australia gleich am frühen Morgen: In dem Wohnviertel, in dem das Haus von Steffis Gastfamilie stand, hatte oftmals nur eine Straßenseite einen Bürgersteig. Und ich sollte mehr für mein Busticket bezahlen, eine so genannte „Farben-Gebühr“ sei fällig, weil ich einen bunten Schal trug. Haha, darauf fiel ich dann doch nicht rein – was für ein lustiger Busfahrer. 🙂 Erster netter Eindruck von Perth. In der Innenstadt schaute ich mir den „Bell Tower“ an (die Steffi wartete draußen, weil sie dort natürlich schon oft gewesen ist), der im Jahr 2000 zum Jahrtausendwechsel eröffnet wurde. Ich konnte mir nicht nur die Glocken durch das Glas ansehen, IMG_6796sondern auch einige professionelle Glockenspieler beim Läuten beobachten, denn die „Australian and New Zealand Bellringer Association“ war gerade zu Gast. Diese Betätigung war für mich völlig neu, deshalb schaute ich ihnen gespannt zu. Die Glocken zu läuten und zusammen eine bestimmte Melodie zu erzeugen, muss nicht einfach sein. Vom 82m hohen Bell Tower hat man einen tollen Blick auf den Fluss und einen Teil der Stadt. Auf der Aussichtsplattform unterhielt ich mich mit einer russischen Studentin, die dort als Aufsichtsperson arbeitete und mir begeistert von Perth erzählte. Zwölf der Glocken unterschiedlicher Größe stammen ursprünglich von einer Londoner Kirche und sechs weitere neue komplettierten „Swan Bells“.

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Government House

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Supreme Court

Anschließend zeigte mir Steffi die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, so liefen wir am Supreme Court, dem Government House, der Trinity Church und dem London Court vorbei und gingen dann ins Western Australia Museum und in die Art Gallery. Perth gefiel mir wirklich gut, mir kam die Stadt sehr grün, sauber und auch nicht so überfüllt vor. Der britische Einfluss zeigt sich in einigen Straßen deutlich. Allerdings hatte ich schon von einigen gehört, die eine zeitlang dort gelebt haben, dass man nach einer Weile alles gesehen hat und es einem irgendwann langweilig wird. Scheinbar gibt es dort nicht ständig ein Festival oder eine Veranstaltung wie in Melbourne. Ob die Stadtteile in Perth so vielfältig sind wie die in Melbourne, konnte ich nach der kurzen Zeit allerdings nicht beurteilen. Um Perth herum soll es auch sehr schöne Strände geben, da wir aber so viel vorhatten, mussten wir den Strandtag auf das nächste Mal verschieben. 😉

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Wie man hier sieht, springen Kängurus wirklich überall in Australien umher! 😉

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IMG_6898Kultur macht ja bekanntlich hungrig, deshalb IMG_6895stärkten wir uns zwischendurch bei der Restaurantkette „Outback Jacks“. Als Vorspeise probierten wir Krokodil- und Känguru-Spieße – das war das erste Mal, dass ich Krokodil gegessen habe. Es schmeckte sehr nach Hühnchen, aber wie ich später bei unserer Ostküstentour erfuhr, ist das auch kein Wunder, wenn die Krokodile auf den Farmen mit Hühnchen gefüttert werden. Als Hauptspeise bestellte sich die Steffi Kamel und ich mir ein Stückchen von einem Emu – natürlich probierten wir das jeweils andere. Das Emufleisch schmeckte ganz gut, aber das Kamel war mir zu fett. Emu aß ich während meiner Zeit in Australien nie wieder, aber im Outback sollte ich nochmal Kamel auf einem Burger serviert bekommen. Das war mal ein wirklich australisches Essen!

Die Vorspeise: Krokodil- und Känguruspieße

Die Vorspeise: Krokodil- und Känguruspieße

Steffi freute sich auf das Kamel und das australische Bier

Steffi freute sich auf das Kamel und das australische Bier

Wenn das Emu nur gewusst hätte, wo es einmal landet... ;-)

Wenn der Emu gewusst hätte, wo er einmal landet… 😉

Unsere Stadterkundung setzten wir gut gesättigt fort und schauten uns als nächstes die „Perth Mint“, die Münzprägeanstalt an.IMG_6907 Dort sollte das Gold veredelt und zu Münzen sowie Goldbarren verwandelt werden. Das Parlament von Western Australia war unser nächstes Ziel, das wir allerdings nur von außen anschauen konnten. Auf zur schönsten Parkanlage Perths – zum Kings Park. IMG_6942Der Park wurde schon 1872 angelegt und erstreckt sich über 400 ha. Es gibt dort einen Botanischen Garten, einen Tree Top Walk (dafür hatten wir leider keine Zeit) und eine moderne geschwungene Brücke aus Glas („Federation Walkway“). Vom „Legacy Lookout“, einem Aussichtspunkt mit Weltkriegsdenkmal, hat man einen super Blick auf die Skyline von Perth und den Swan River. Übrigens erhielt der „Swan River“ seinen Namen bereits 1697 vom holländischen Forschungsreisenden Willem de Vlamingh, der ihn nach den schwarzen Schwänen benannte, die er dort zu Tausenden beobachtete und die heute die Wappentiere von Western Australia sind. Im Kings Park posierte auch ein Kookaburra für uns, ein wirklich schöner australischer Vogel. Sein Markenzeichen ist sein Gesang, der wie lautes Gelächter klingt. Mit vielen anderen ließen wir uns dort nieder und schauten zu, wie die Stadt nach und nach beleuchtet wurde. Danach war es an der Zeit, das Perther Nachtleben zu testen bzw. die hiesigen Cocktails. Ich hatte schon öfter gehört, dass Perth sehr teuer sein soll, aber die beiden Bars, in denen wir waren, waren sogar billiger als die in Melbourne. Die Cocktails waren lecker und so machten wir uns nicht allzu spät auf den Heimweg, um am nächsten Morgen fit für unseren großen Tagesausflug zu sein.

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ein schöner Kookaburra

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Federation Walkway

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Western Australia – Tag 1: Die Umarmung der Python oder das Tunnelabenteuer

8. Mai 2015 at 16:11

Posted from Perth, Western Australia, Australia.

„An der Westküste war ich noch nie“, hörte ich oft von Australiern, die in Melbourne oder Sydney leben. Da das Reisen in Australien auch für die Einheimischen teuer ist, habe ich mich mit einigen unterhalten, die noch nie im Outback, Perth oder Northern Territory gewesen sind. Die Backpacker, die nur mehrere Monate bis zu einem Jahr Down Under verbringen, versuchen aber so viel wie möglich von diesem großen und faszinierenden Land in der kurzen Zeit zu erkunden. Daher war ich immer erstaunt, wie wenig manche Australier von ihrem eigenen Land gesehen haben. Allerdings muss man auch sagen, dass die Entfernungen einfach gigantisch sind und, wenn man ehrlich ist, reist man auch eher ins Ausland als sich jede größere Stadt in seinem Heimatland anzuschauen. Ungewohnt war es anfangs für mich auch, dass die meisten Urlaub „overseas“ machen oder eine zeitlang „overseas“ arbeiten, aber wenn man auf einer (wenn auch sehr großen) Insel wohnt, ist halt alles Übersee. Was meiner Erfahrung nach aber häufig vorkommt, ist, dass Australier meist des Jobs wegen eine Weile in London leben. Ich habe so viele Australier kennen gelernt auf die das zutrifft, so dass ich die These aufgestellt habe, dass die halbe Bevölkerung von London ursprünglich aus Melbourne kommt. Eine ganz andere Ecke von Australien zu sehen, hat mich schon von Anfang an gereizt. Da die Steffi – die ich damals beim Vorbereitungstreffen für das Deutsche Filmfestival des Goethe Instituts kennen gelernt hatte und mit der ich seitdem in gutem Kontakt geblieben bin – nun Au Pair in Perth war, ergab sich eine schöne Gelegenheit dazu. Netterweise konnte ich bei ihrer Gastfamilie (Franzosen) wohnen und ich freute mich auf vier tolle Tage in Western Australia.

Kolonie ohne Sträflinge?

Von Melbourne bis Perth sind es 2.721 Kilometer Luftlinie (3386km auf dem Landweg) – das ist etwa genauso weit wie Luftlinie von Würzburg nach Alexandria in Ägypten. Was für Entfernungen innerhalb eines Landes! Perth ist die Hauptstadt von Western Australia, dem flächenmäßig größten australischen Bundesstaat: Er ist etwa siebenmal so groß wie Deutschland! Allerdings leben dort nur  2,3 Mio Menschen, von denen wiederum rund 1,7 Mio in der Hauptstadt wohnen. Damit ist Perth die viertgrößte Stadt auf dem Kontinent. Obwohl es seit Jahren wächst, gilt sie als eine der isoliertesten Millionenstädte der Welt, weil sie durch große Wüstengebiete vom Rest des Landes getrennt ist. Ein kurzer geschichtlicher Abriss: Wegen der Abgeschiedenheit, des trockenen Klimas und der wenig ertragreichen Böden zeigte die britische Krone lange kein großes Interesse am Westen Australiens. Erst im Mai 1829 hisste Captain Charles Fremantle an der Mündung des Swan-Rivers die britische Flagge und nahm die Küste von Neu-Holland (so wurde Western Australia damals genannt) für Großbritannien in Besitz. Eigentlich wollten sie dort eine Kolonie ohne Sträflinge aufbauen (für Australien ja eine Seltenheit), allerdings hatten die Städter wenig Ahnung von Landwirtschaft, Missernten folgten und viele wanderten gen Osten ab. So beantragten die Siedler schließlich doch die Entsendung von Häftlingen. Zwischen 1850 und 1868 kamen 10.000 Strafverbannte in den Westen. Zu boomen begann die Region allerdings erst in den 1890er Jahren, als die Nachricht von Goldfunden in der Gegend um die Welt ging und dies viele Menschen in die entlegenen Gebiete lockte. Der Goldboom flachte nach 1903 rasch ab und erst als in den 1950ern das weltweit ergiebigste Eisenerzvorkommen gefunden wurde, stoppte die wirtschaftliche Flaute und Perth gewann an Bedeutung. Soviel nun zu Perth und Western Australia. 🙂

Schlangenalarm

Um viel vom Wochenende zu haben, flog ich schon um 7 Uhr früh von Melbourne los und war bereits um halb zehn in Perth. Steffi holte mich mit dem Auto ihrer Gasteltern ab und wir machten uns gleich auf Erkundungstour. Denn für die vier Tage hatten wir ein ehrgeiziges Programm, wir wollten die kurze Zeit ja ausgiebig nutzen. So starteten wir in Fremantle, das 19km IMG_6664südwestlich der Stadt liegt, ein wichtiger Hafen zur Verschiffung von Rohstoffen ist und das einen schönen Stadtkern hat. Nach einem kurzen Abstecher im Arts Centre liefen wir durch die Innenstadt, aßen ein Sandwich und gingen dann zum Fremantle Market. IMG_6667Kulinarisch gab es dort viele Versuchungen und so ließen wir uns  einen Pie schmecken. Kaum war ich in Western Australia, schon überredete mich die Steffi zu etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass das mal freiwillig mache: Ich ließ mir doch tatsächlich eine Schlange um den Hals legen und spendete dafür IMG_6672auch noch Geld! Was ich in Australien nicht alles ausprobierte, ich bin eindeutig mutiger geworden! Früher hätte man mir dafür noch Geld zahlen müssen. 😉 Man muss (fast) alles mal ausprobieren… Wir waren nicht die einzigen, die gegen eine Spende den „Wildlife Zoo“ betraten, einen Koala streichelten und sich von der Python umarmen ließen. Der Koala war mir etwas lieber, was man an den Fotos auch leicht sehen kann, oder? 🙂

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Was für ein süßer Koala: https://www.youtube.com/watch?v=w9tJNSAHf4w&feature=em-upload_owner

Anschließend schauten wir kurz beim Gefängnis vorbei, beobachteten das Abfeuern einer Kanone und machten einen Stopp am „Old Round House“. Das war das erste Gefängnis der Swan-River-Kolonie, in dem die verbannten Sträflinge nach ihrer Ankunft in Fremantle vorübergehend untergebracht wurden. Steffi wartete draußen, weil sie sich das natürlich schon angeschaut hatte und ich unterhielt mich nett mit einem älteren Gästeführer, der mich sehr freundlich über die Geschichte des Gefängnisses aufklärte. Anschließend schlenderten wir (also Steffi und ich, nicht der Gästeführer und ich ;-)) am Hafen entlang und begutachteten ein Schiffswrack in einem Museum.

Hätte ich vielleicht sagen sollen: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"?

Hätte ich vielleicht sagen sollen: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“?

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Abenteuertour unterm Gefängnis

Eine abenteuerliche Tunnel-Tour unter dem alten Gefängnis stand nun auf unserem Programm. Eine normale Führung kann IMG_6690ja jeder machen und Gefängnisse sieht man genug, wenn man ein Jahr in Australien ist. 😉 Das alte Gefängnis wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und bis 1991 als Hochsicherheitsgefängnis genutzt. 1894 hatten die Gefangenen das 1km lange Tunnellabyrinth 20 Meter unter dem Gefängnis fertig gestellt. In den späten 1800ern sicherte dies IMG_6767den Wasservorrat für tausende Menschen aus der Gegend. In engen Räumen habe ich teilweise ja Platzangst, daher war ich zuerst nicht ganz sicher, ob das was für mich ist. Aber, wer nicht wagt, der erlebt nichts Neues. 🙂 Zusammen mit unserem Tourguide Tristan (der wirkte, als ob er bekifft war und einen Witz nach dem anderen riss) erkundeten wir und acht weitere Mutige zu Fuß und in kleinen Booten das Stollenlabyrinth unter der Erde. Doch zuvor mussten wir uns erst mal für das Abenteuer wappnen: Nach einem Alkoholtest (gut, dass wir die Cocktails IMG_6746am morgen diesmal ausgelassen hatten ;-)) wurden wir wie Höhlenforscher eingekleidet: Helm mit Lampe, weißer Overall, Stiefel und Sicherheitsgurt. Achherje, als ich sah, wie tief das nach unten ging, wurde mir schon ganz anders. Ich hatte mir irgendwie vorgestellt, man läuft eine Treppe runter oder so. Von wegen, das war eine richtige Herausforderung, denn wir wurden mit mit einem Haken an das Leitersystem fixiert und mussten mit einer bestimmten Technik beim Heruntersteigen eine Schiene mit dem eingehakten Gurt immer weiter schieben. Dadurch waren wir einerseits gesichert, andererseits musste man dadurch automatisch langsam und hochkonzentriert die Treppen hinuntersteigen, damit dieses System sich nicht verhakt. Als uns Tristan erzählte, dass uns das System ja keine Probleme machen dürfe, IMG_6749weil es von Deutschen entwickelt worden sei, sagte ich natürlich großspurig: „So etwas lernen wir schon im IMG_6761Kindergarten.“ Tja, gut, dass Steffi und ich dann wirklich nicht stecken blieben, das wäre dann nämlich peinlich gewesen. 😉 Leider durften wir in den Tunnel keine persönlichen Gegenstände mitnehmen und somit auch keine Fotos machen. Ein Video davon wäre schon lustig gewesen, denn es war ein einzigartiges Erlebnis durch das Tunnelsystem zu laufen und mit dem Boot zu fahren. In der Dunkelheit wusste man nicht, wo Spinnen oder Kakerlaken an der Wand hingen und vielleicht war es sogar besser, dass ich nicht alles sah, was dort so herumkroch. Zum Abschluss bekamen wir nach der dreistündigen Tour auch ein Zertifikat, dass wir alles heil überstanden haben. 🙂

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Nach diesem Erlebnis hatten wir uns ein Bier bzw. Cider verdient, das wir in einer ehemaligen Brauerei gegenüber des Fremantle Markets tranken. Auf der Heimfahrt machten wir dann noch Halt am Ufer des Swan Rivers und warfen einen Blick auf die beleuchtete Skyline von Perth. Beim Abendessen lernte ich Steffis Gastmutter kennen, die wirklich sehr nett war. Der nächste Tag sollte genauso interessant werden – Steffi zeigte mir PERTH.

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Fünf Mädels und jede Menge Spaß

7. Mai 2015 at 18:02

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Ob es einem in einer Stadt gefällt und ob man sich dort wohlfühlt, hängt in großem Maße davon ab, dass man nette Leute kennen lernt und Freunde findet. Da hatte ich wirklich großes Glück in Melbourne – zusammen mit Sarina, Sophie, Julia und Michelle habe ich viel unternommen und wir hatten immer jede Menge Spaß! 😉 Leider sind Sarina, Julia und Sophie ein paar Monate vor mir wieder zurück nach Deutschland geflogen. Einige unserer Abenteuer habt durch den Blog schon mitverfolgen können – hier nochmal eine kleine Auswahl weiterer (Ausgeh-)Erlebnisse:

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Partyabend im Club „Rats“

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Julia und ich auf dem Queen Victoria Market

Julia und ich auf dem Queen Victoria Market

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Der Tommi war manchmal der Hahn im Korb ;-)

Der Tommi war manchmal der Hahn im Korb 😉

 

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Nachschminken im Zug 🙂

Sophie und ich in den Dandenong Ranges

Sophie und ich in den Dandenong Ranges

 

Sophies Geburtstag

Sophies Geburtstag

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Ab und an brauchten wir auch mal eine Stärkung ;-)

Ab und an brauchten wir auch mal eine Stärkung 😉

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Sophie, Julia und ich versuchten uns an einem Abend auch beim Glücksspiel im Casino. An den Einarmigen Bandidaten verlor ich unglaubliche 4,50 Dollar. Danach blieben wir dabei, anderen beim Gewinnen bzw. Verlieren ihres Geldes zuzuschauen. 😉

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Hugh und ich :-)

7. Mai 2015 at 14:31

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Wolverine ist in der Stadt! Was für eine Nachricht! In Melbourne ist wirklich immer etwas los! Erst traf ich durch Zufall BossHoss und dann sollte ich die Chance bekommen, den australischen Schauspieler Hugh Jackman kennen zu lernen. Ok, „kennen zu lernen“ ist etwas übertrieben – er war zur Premiere des neuesten „X-Men“-Films in Melbourne und die Gelegenheit, solch einen Star mal aus der Nähe zu sehen, wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

IMG_6244Also machte ich mich an einem Freitag gegen Nachmittag auf zum „Melbourne Central“ gegenüber der State Library, in demIMG_6327 neben einem Bahnhof auch ein Einkaufszentrum und ein Kino untergebracht sind. Mit ein wenig Andrang am roten Teppich hatte ich ja schon gerechnet, aber auf solch einer Menschenmasse war ich nicht gefasst. An den roten Teppich und die Bühne selber kam man als normaler Mensch natürlich nicht ran, so stand ich mit tausenden – zumeist asiatischen hysterischen – Fans auf den verschiedenen Etagen des Einkaufszentrums und versuchte einen Blick auf das Geschehen unter uns zu erhaschen. Einige waren scheinbar schon seit früh morgens dort und standen eingequetscht mit Stoffbannern in der ersten Reihe.

Im Video seht Ihr die Menschenmassen:

https://www.youtube.com/watch?v=-7lvD3_06NY&feature=em-upload_owner

Wenn man so wartet, kommt man automatisch mitIMG_6276 Gleichgesinnten ins Gespräch. So unterhielt ich mich ganz gut mit meinem Vordermann – einem Studenten aus Birma, der in Singapur aufgewachsen ist und jetzt in Australien lebt (oder so ähnlich, ganz genau kann ich mich an seine etwas komplizierte Familiengeschichte nicht mehr erinnern). Er postete ständig Bilder über alle möglichen Apps an seine Freunde und hat für mich netterweise auch ein paar Fotos vom „Australia“-Star gemacht und mit mir mal den Platz getauscht. Es dauerte sicher über eine Stunde bis überhaupt irgendein Star aufgetaucht ist und auch danach war die Sicht nicht berauschend. Doch das Spektakel drum herum war schon interessant und ein Erlebnis. Als ich wieder gehen wollte sprach mich ein chinesischer Student an, der hinter mir stand und mitbekommen hatte, dass ich aus Deutschland komme. Er lernt an der Uni Deutsch und fragte mich, ob er mich bei Facebook adden darf. Hugh saß dann im Kinosaal und ich machte mich auch auf den Heimweg.

Die Stars sind angekommen:

https://www.youtube.com/watch?v=N6NVPwaDuMY&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=0LLKWVhlzCc&feature=youtu.be

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Ich kann Euch sagen, dass Hugh auch in echt so gut aussieht und so sympathisch ist wie im Kino und nicht so eine Enttäuschung war wie Orlando Bloom (Orlando hatte beim Dreh der „3 Musketiere“ in Würzburg Autogramme gegeben und ich hielt ihn erst für ein Double, weil er in Wirklichkeit viel kleiner ist als er in den Filmen immer wirkt).

Hugh, es war schön, Dich in Melbourne „zu treffen“ – vielleicht sieht man sich das nächste Mal bei der Oscar-Verleihung. 😉

Wunderschönes Wochenende auf der Mornington Peninsula

6. Mai 2015 at 19:45

Posted from Sorrento, Victoria, Australia.

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei“, sagte George Orwell. In Australien verflogen die Wochen nur so, besonders als ich mich eingelebt und viele nette Leute kennen gelernt hatte. Ich habe so viel erlebt, dass ich neben Arbeiten, Reisen, Freunde treffen und Artikel für „Deutsche in Melbourne“ schreiben gar nicht mehr mit dem Updaten meines Blogs nachgekommen bin. Daher fehlen noch ein paar tolle Geschichten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich würde mich freuen, wenn es den ein oder anderen – obwohl ich nun schon eine Weile wieder in Deutschland bin- noch interessiert. 🙂 Mir ist es wichtig, meinen Blog zu vervollständigen, um später eine schöne Erinnerung an mein Australienjahr zu haben.

Nun möchte ich Euch von einem Wochenendausflug erzählen, den ich mit meinen Mädels im ersten halben Jahr gemacht hatte. Um dem Großstadtdschungel zu entfliehen, zieht es viele Melbournians nicht nur nach Phillip Island, sondern auch zur Mornington Peninsula. Das Naherholungsgebiet mit zwei Nationalparks, Stränden und IMG_5841Campingplätzen liegt etwa 1,5 Stunden südlich von Melbourne. Durch die geschützte Lage der Bucht treiben dort viele Wassersport. So mieteten Julia, Sarina, Michelle und ich uns an einem langen Wochenende (Freitag war Anzac Day – Australian and New Zealand Army Corps Day: nationaler Gedenktag wegen der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im 1. Weltkrieg) ein Zimmer in einem kleinen familiär geführten Hostel in Sorrento. Von Sorrento aus starten viele Bootstouren zur Beobachtung von Delfinen, die im australischen Sommer in der Gegend in Scharen ihre Jungen aufziehen. Die Sarina bekam das Auto ihrer Gastfamilie und wir freuten uns auf die Tage zu viert. Als wir ankamen, öffneten wir die Eingangstür des Hostels durch einen Code und in einem Umschlag fanden wir Infos sowie die Schlüssel für unser Zimmer. Niemand war an der Rezeption, echt war mal etwas Neues, aber sehr sympathisch.

Leider war das Wetter an diesem Wochenende nicht auf unserer Seite, denn es war sehr windig und regnerisch. Am ersten Tag hatten wir noch mehr Glück, aber der Samstag war ziemlich ungemütlich. Doch davon ließen wir uns nicht beirren und erkundeten die Umgebung. Zuerst machten wir einen Stopp beim Cape Schanck Leuchtturm und auch einen Abstecher zum Nationalpark. Die Gegend war wirklich schön!

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https://www.youtube.com/watch?v=T55baLGgcMs&feature=youtu.be

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https://www.youtube.com/watch?v=Hz5E52_0cSg&feature=youtu.be

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Das war die erste und einzige große Spinne, die ich in meinem Jahr in Australien außerhalb der Zoos gesehen habe! Die hing in einer öffentlichen Toilette.

Das war die erste und einzige große Spinne, die ich in meinem Jahr in Australien außerhalb der Zoos gesehen habe! Die hing in einer öffentlichen Toilette.

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Wunderschöner Sonnenuntergang: https://www.youtube.com/watch?v=deqs0rv97HM&feature=youtu.be

Den Abend ließen wir im Hostel mit Nudeln und Baileys ausklingen – was hatten wir für einen Spaß! 🙂

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IMG_5981Am nächsten Tag sind wir im Point Nepean Nationalpark herumgelaufen. Dort stehen noch Ruinen von militärischen Befestigungen, die ab 1878 errichtet wurden. So sahen wir noch Reste eines Wachhäuschens, eine frühere Quarantänestation, Tunnel und Gewehrstände. Es war so windig und niemand außer uns war zu sehen – es kam uns so vor, als ob wir am Ende der Welt waren. Später ist dann ein Bus an uns vorbeigefahren, in dem sich ein paar Touristen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit haben fahren lassen. Aber wir kämpften uns tapfer durch das ungemütliche Wetter und trotzten auch dem einsetzenden Nieselregen.

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https://www.youtube.com/watch?v=5GEw52YwoSM&feature=youtu.be

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Perfektes Wetter um mit Delfinen zu schwimmen! 😉 Hätte die Sarina das vorher gewusst, hätte sie diese Tour sicher nicht gebucht. Julia und ich waren auch mit auf dem Boot, wollten aber nicht ins Wasser und Michelle blieb an Land, um für die Uni zu lernen. Dreimal sollte es für die Teilnehmer ins Wasser gehen, aber Sarina konnte nur einmal mit rein. Sie lief richtig blau an vor Kälte und wir hatten Angst, dasss sie umkippt. Delfine haben wir dann leider auch nicht gesehen, nur für zwei Sekunden sind zwei an unserem Boot vorbeigeschwommen – so schnell konnten wir gar nicht schauen. Man bekam natürlich auch keine Garantie, wirklich Delfine zu sehen und wir hatten das Pech, das vor uns ein anderes Boot schon Delfine angelockt hatte. Blöd gelaufen, aber da kann man nichts machen. Nach diesem Abenteuer stärkten wir uns abends im Hostel mit Fisch, Bratkartoffeln und Salat.

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Nach diesen zwei anstrengenden Tagen hatten wir Entspannung bitter nötig! 😉 Also machten wir uns ein paar schöne Stunden in den Hot Springs, den natürlichen heißen Quellen. In über 20 verschiedenen Pools fließt das Thermalwasser, die Anlage ist wunderschön angelegt und das Highlight ist eindeutig der Pool, der ganz oben auf einem Hügel ist und von dem aus man einen gigantischen 360-Grad-Blick über die Region hat. Das war einfach herrlich! Ein schöner Abschluss eines tollen gemeinsamen Wochenendes!

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Der Melbourne Cup – Sehen und gesehen werden

27. April 2015 at 17:35

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

IMG_9730Zurück in Melbourne verbrachten wir noch ein paar schöne Tage zusammen, bevor erst die Angela und dann der Flo wieder gen Heimat geflogen sind. In diese Zeit fiel auch ein Ereignis, auf das ich mich schon länger freute: Der Melbourne Cup. Das höchstdotierte und renommierteste Pferderennen Australiens ist einer der wichtigsten Events in Melbourne. Schon Wochen vorher sieht man in den Läden die elegantesten Kleider und ausgefallensten Hüte für das Rennen und jeder, der etwas auf sich hält (und das nötige Kleingeld hat), kleidet sich neu ein und hat meistens sogar Karten für mehrere Rennen. Das ist in ganz Australien ein großes Ereignis, wir haben sogar im Hunter Valley gesehen, dass Restaurants das Rennen live übertragen und dazu Brunch angeboten haben. Es heißt nicht umsonst „A race that stops the nation“. Das Rennen findet seit 1861 am ersten Dienstag im November statt und dieser ist sogar ein Feiertag im Bundesstaat Victoria. Das gibt´s bestimmt auch nicht so oft auf der Welt, dass wegen eines Pferderennens Feiertag ist. Jedes Jahr schauen sich 100.000 Rennsportfans den Melbourne Cup auf dem Flemington Racecourse an – und wir waren dieses Mal mittendrin! 🙂

Schick und betrunken?

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Rachel hatte mir schon kurz nach meiner Ankunft im Januar vom Melbourne Cup erzählt und gesagt, dass dann wirklich JEDER dieses Rennen im Fernsehen ansieht und alles andere für ein paar Minuten unwichtig wird. Das hatte mich schon damals neugierig gemacht, doch zu der Zeit wusste ich noch nicht, ob ich dann noch in Melbourne sein würde. Es hatte mich schon immer gereizt, mal richtig schick zu solch einem Pferderennen zu gehen. Die Bilder von Ascot hatte ich mir immer gern angeschaut, jetzt war ich gespannt auf den Melbourne Cup. Von meiner australischen Mitbewohnerin Sarah hatte ich schon gehört, dass die Leute dort zwar super schick hingehen, aber viele danach betrunken im Rasen liegen. 🙂 Die Rennen, die an sechs Tagen stattfinden und immer ein unterschiedliches Motto haben (mal ist Frauentag, mal ist der Dresscode Schwarz/Weiß, etc.), sind scheinbar ein einziges großes Besäufnis, das halt nur sehr gut gekleidet vonstatten geht. 😉 Deshalb geht die Sarah nicht mehr hin, aber sie hatte mir gesagt, dass man es auf jeden Fall einmal miterlebt haben muss. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen! 🙂

Underdressed im Zug

IMG_9680Wir hatten unsere Ostküstentour extra so geplant, dass wir passend zu den Rennen wieder in Melbourne waren. Allerdings kamen wir Freitag um Mitternacht am IMG_9685Flughafen an und schon am Samstag war Derby Day. Von vielen Seiten wurde mir empfohlen, an diesem Tag zu gehen. Allerdings waren wir uns nicht sicher, ob wir nach unserer Tour zu müde sind, um gleich am nächsten Tag dorthin zu gehen. Deshalb wollten uns das Spektakel erst mal aus der Nähe anschauen, bevor wir uns ein Ticket kaufen (die billigste Karte kostet 75 Dollar). Schon an der Flinders Street Station sahen wir viele gestylte Männer und Frauen, die die ausgefallensten Kleider, Anzüge und Hüte trugen. Ich hätte stundenlang nur den tollen Kopfschmuck anschauen können. Im Zug stachen wir mit Jeans und T-Shirt „etwas“ aus der aufgestylten Masse hervor, das war sicher ein Bild für die Götter! 🙂 Wir waren also leicht underdressed und bekamen einen guten Eindruck davon, was uns erwartete. Vom Zug aus konnten wir auch einen kurzen Blick über das Renngelände erhaschen, allerdings kamen wir nach dem Aussteigen nicht näher heran, weil man gleich die Eintrittskarte zeigen musste und dort keine mehr kaufen konnte. Nach diesem Anblick war unsere Neugierde geweckt und wir entschieden uns, direkt am Melbourne Cup-Tag hinzugehen.

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Noch underdressed 🙂

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„You start at the top“

Die Karten waren gekauft, wir hatten uns feingemacht und ich hatte mir von Sarah einen so genannten „Fascinator“ (festlicher Kopfschmuck) geliehen. Dieses Mal waren wir also nicht underdressed, als wir in den IMG_9865Zug zur Rennstrecke stiegen. DSC02517Im Gegensatz zum Derby Day, an dem das Wetter nicht so gut war, zeigte uns die Sonne, dass wir uns für den richtigen Tag entschieden hatten. Für mich war es das erste Pferderennen und in Deutschland wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, mal zu einem zu gehen. Aber der Melbourne Cup war schon ein besonderes Ereignis. Eine Australiern sagte mir: „You start at the top!“ Ja klar, wenn ich schon zu einem Pferderennen gehe, dann gleich zu einem erstklassigen. 😉 Als wir das Gelände betreten hatten, mussten wir zuerst an einem Stand unseren Ausweis zeigen („Proof of age“). Dort erhielten wir ein Bändchen und waren somit berechtigt, Alkohol zu kaufen. Es war wirklich unheimlich interessant, die Leute anzuschauen – besonders die Frauen. Die schönsten Kleider in den unterschiedlichsten Farben, Hüte und Fascinator in den tollsten Formen. Hier hieß es eindeutig: Sehen und gesehen werden! Tausende schick gekleidete Reitsportbegeisterte waren IMG_9806schon dort, saßen auf dem Rasen und den Tribünen, tranken Sekt, ließen sich das Essen schmecken und schauten sich die ersten Rennen an. Nachdem wir uns etwas umgesehen hatten, holten wir uns auch etwas zu trinken und eine sündhaft teure Bratwurst (deren Sauce natürlich gleich auf meinem Kleid landete). Zwischen den Massen hatten wir einen Platz gefunden und machten es uns dort gemütlich. Blöderweise saßen hinter uns ein paar Deppen, die beim Rauchen nicht aufpassten und mir ein Loch in meinen Blazer brannten, den ich hinter uns gelegt hatte. Selbstverständlich waren sie sich keiner Schuld bewusst. Na ja, Idioten gibt es leider überall.

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Super Typen - die sahen aus wie eine Boyband! ;-)

Super Typen – die sahen aus wie eine Boyband! 😉

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Wetten, dass…. der Deutsche gewinnt???

Wenn ich schon einmal bei einem Pferderennen war, wollte ich natürlich auch wetten! 🙂 Allerdings hatten wir überhaupt keine Ahnung von den Pferden oder Jockeys und informierten uns erst vor Ort. IMG_9808Wir setzten beide 10 Dollar – der Flo auf das Pferd „Protectionist“ (dessen Trainer Andreas Wöhler unsere Aufmerksamkeit aufgrund seines deutschen Namens erlangte) und ich auf „Who shot the barman“ (weil ich den Namen so lustig fand). Man konnte darauf wetten, wer siegt oder auch, welches Pferd welchen Platz belegt. Überzeugt von unserer Wahl setzten wir beide auf Sieg. 🙂 Wer hätte gedacht, dass wir so einen guten Riecher für die Gewinner haben?! Denn Protectionist lief doch tatsächlich als Erster ins Ziel! Es war das erste Mal, das ein von einem Deutschen trainiertes Pferd den Melbourne Cup gewonnen hat! Dotiert war das Rennen mit 6 Mio Dollar (ca. 4,1 Mio Euro). Und „mein“ Pferd „Who shot the barman“ aus Neuseeland wurde Dritter! 🙂 So hat der Flo etwas über 80 Dollar gewonnen – genial! Im Zug zurück sprachen wir mit einem Mann, der durch „Protectionists“ Sieg einen Gewinn von mehreren tausend Dollar ausgezahlt bekommen hatte. Erst gewinnen die Deutschen die WM, dann den Melbourne Cup – was wohl als nächstes kommt? Das Rennen selber war ja schnell vorüber, aber trotzdem spannend mitanzusehen – besonders, wenn man „sein“ Pferd anfeuern kann. Später haben wir erfahren, dass zwei Pferde nach dem Rennen gestorben sind – ein japanisches brach kurz nach dem Zieleinlauf zusammen und ein australisches musste nach einem komplizierten Beinbruch eingeschläfert werden (es geriet durch eine Flagge aus dem Publikum in Panik und schug mit den Beinen gegen ein Eisengitter). Das ist echt traurig und ist scheinbar bei solchen Rennen keine Seltenheit.

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Einen guten Eindruck vom Melbourne Cup bekommt Ihr auch durch die kurzen Videoaufnahmen:

https://www.youtube.com/watch?v=hAcHo8yaZAg&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=HhAUGPjPKjs&feature=youtu.be

IMG_9864Zwischendurch haben wir auch Rachel und Aida (meine Au Pair-Nachfolgerin) IMG_9868getroffen, die einen Platz auf der Tribüne hatten. Es gab so viel anzuschauen, so dass die Stunden schnell vergingen. Zwar lagen nicht (wie angekündigt) überall Alkoholleichen herum, aber der Rasen sah am Ende schon nach einem Schlachtfeld aus und überall lag Müll herum. Als wir zusammen mit vielen tausenden nüchternen, angetrunkenen, schicken und nicht mehr ganz so schicken Reitsportfans – Gewinnern und Verlierern – das Gelände verließen, hatten einige Frauen ihre High Heels in der Hand, mein Blazer hatte ein Loch und meine Absätze sahen vom Rasen etwas ramponiert aus. Was für ein aufregender Tag! Ich bin froh, dass ich beim Melbourne Cup gewesen bin – vielleicht ist ja mein nächstes Pferderennen ja das von Ascot?! 🙂

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Der letzte Stopp unserer Ostküstentour: SYDNEY – Surfer, Musical und Handyproblem

23. April 2015 at 14:15

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

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Wir sind in den 16 Tagen 4000km gefahren!!!!

Wir sind in den 16 Tagen 4000km gefahren!!!!

Den australischen Wein ließen wir am nächsten Tag hinter uns, denn wir mussten unseren Juicy in SydneyDSC01632 abgeben. Auf dem Weg dahin bekam ich aber erstmal einen Schock, denn ich dachte, dass ich geblitzt worden bin. Ich war nur höchstens 3km schneller als erlaubt, aber in Australien ist es je nach Region nicht ungewöhnlich, dass man schon bei 1km mehr Unsummen zahlen muss. Gott sei Dank war die Aufregung umsonst – bis heute kam keine Nachricht, dass wir etwas zahlen müssen. Glück gehabt! Nachdem wir unseren Juicy geputzt hatten, brachten wir unsere Sachen zur airbnb-Wohnung in Sydney, in der wir die nächsten Tagen wohnten. Anschließend gaben wir unseren Campervan beim Depot zurück und trafen uns mit der Angela an der Oper.

Musical im Opernhaus

In den nächsten Tagen machten wir eine Opernführung, den Eastern Coastal Walk (bei dem eine tolle Skulpturenausstellung IMG_9514tausende Leute anlockte) und fuhren nach Bondi Beach sowie Manly. Da ich schon mal zehn Tage in Sydney verbrachte hatte, war für mich vieles nicht mehr neu, so dass Angela und Flo einige Ecken von Sydney ohne mich erkundeten – wie zum Beispiel IMG_9526den Taronga Zoo. Ich wäre ja so gern im Bondi Iceberg Swimmingpool geschwommen, aber leider wurde er zu der Zeit renoviert. So ein Pech aber auch, denn das hatte ich mir schon im Januar fest vorgenommen. Manly war für mich neu, dahin hatte ich es vorher nicht geschafft. Aber ich muss sagen, den Strand in Manly fand ich nicht so besonders. Da hatte mir der Bondi Beach im Sommer viel besser gefallen – dort wurde aber im Oktober gebaut und dadurch sah er nicht so ansprechend aus. IMG_9549Manly wird mir auch deshalb nicht in guter Erinnerung bleiben, weil mir dort im „Coles“ (Supermarkt) beim Bezahlen an der Kasse mein Handy runtergefallen ist. Selbst schuld, ich weiß, aber trotzdem sehr ärgerlich. Danach ging mein Display nicht mehr und ich musste es noch in Sydney zur Reparatur bringen. Ohne Handy ist man echt aufgeschmissen heutzutage. Innerhalb einer Stunde hat der Mann vom „iPhone-Reparatur“-Service das Display für 90 Dollar ausgetauscht. Scheinbar ist das eine sehr lukrative Branche, denn allein dieser Shop repariert etwa 40 Handys pro Tag.

Manche Kunstwerke der Skulpturenausstellung waren sehr orginell.

Manche Kunstwerke der Skulpturenausstellung waren sehr orginell.

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Bondi Beach, leider nicht so schön wie im Januar durch die Baustellen

Bondi Beach, leider nicht so schön wie im Januar durch die Baustellen

Surfer am Bondi Beach :-): https://www.youtube.com/watch?v=a_I4LJ5Oc48

Irgendwann werde ich im Pool des Bondi Iceberg Clubs schwimmen! :-)

Irgendwann werde ich im Pool des Bondi Iceberg Clubs schwimmen! 🙂

Ein Fitnessstudio im Freien - super! Nur wer trainiert schon gerne in der prallen australischen Sonne?

Ein Fitnessstudio im Freien – super! Nur wer trainiert schon gerne in der prallen australischen Sonne?

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Mehr über die Performance der Aborigines im Video: https://www.youtube.com/watch?v=T4tXGoZiqY0&feature=youtu.be

Der Strand von Manly

Der Strand von Manly

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Schaut Euch den spektakulären Blick von der Fähre aus einfach in dem Video an: https://www.youtube.com/watch?v=kQjiIip2LpE&feature=em-upload_owner

Ein Highlight unserer Tage in Sydney war auf jeden Fall das Musical „The King and I“, das der Flo und ich im Opera House ansahen. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, in dem berühmten Opernhaus ein Stück zu besuchen und von dort aus in der Pause mit einem Gläschen Sekt auf die beleuchtete Harbour Bridge zu schauen.

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Bei der meiner zweiten Führung durch das Opernhaus durften wir sogar den Konzertsaal fotografieren!

Bei der meiner zweiten Führung durch das Opernhaus durften wir sogar den Konzertsaal fotografieren!

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Bye, bye Sydney

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Sydney ist eine besondere Stadt, die so ganz anders ist als Melbourne – super Strände neben IMG_9493Hochhäusern, Surfer neben Bänkern, viel Grün neben Glasfassaden, …. Der Hafen, das Opernhaus und die Harbour Bridge ziehen einen einfach in den Bann. Man könnte eigentlich den ganzen Tag nur mit der Fähre im Hafen von einer Uferseite zur nächsten fahren und es würde nicht langweilig werden. IMG_9357Die Schiffe, das von der Sonne glitzernde Wasser und dieser atemberaubende Blick auf das Opernhaus – das war für mich schon bei der Ankunft im Januar der Inbegriff Australiens. So ging es mir in den USA damals mit dem Capitol in Washington DC. Das Opernhaus fasziniert einen einfach und sieht zu jeder Tages- und Nachtzeit spektakulär aus. Ich weiß noch, wie mir eine Freundin mal von dem Moment erzählt hatte, als sie Silvester in kurzen Hosenvor dem Opernhaus feierte. Für mich hörte sich das einerseits so außergewöhnlich und wunderbar an, andererseits aber auch so weit weg an. Ich hätte zu der Zeit nie gedacht, dass ich einmal dort sein und sogar eine Vorstellung im Opera House anschauen würde. Silvester wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen gewesen, aber ich bin mit meinen wunderschönen Sydney-Erinnerungen voll und ganz zufrieden.

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Sydney ist also ganz anders als Melbourne, aber ich finde Melbourne genauso toll – wenn nicht sogar ein bisschen toller. Das liegt aber neben der großen Bandbreite an (kulturellen und sportlichen) Veranstaltungen, dem gigantischen Blick auf die nächtliche Skyline und den Yarra River von der Brücke bei der Flinders Street Station, den so unterschiedlichen Stadtteilen (CBD mit den Hochhäusern, St. Kilda als hippes Strandviertel, dem Italienerviertel Carlton, dem alternativen Ausgehviertel Fitzroy, etc.), der Street Art-Szene und den vielen Laneways sicherlich an der Tatsache, dass ich dort fast ein Jahr lang gelebt, mich heimisch gefühlt, so viel erlebt und so viele Freunde gefunden habe. Also, liebe Freunde, Sydney ist eine wirklich schöne Stadt, aber Melbourne darf bei Eurem nächsten Australienbesuch auch auf keinen Fall fehlen! 😉

Viel zu schnell gingen also auch die Tage in Sydney zu Ende und schon saßen wir wieder im Flugzeug – zurück nach Melbourne. Und unsere Ostküstentour war nach 20 ereignisreichen Tagen zu Ende.

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Koala-Krankenhaus und Weinsuche

28. Januar 2015 at 22:17

Posted from Port Macquarie, New South Wales, Australia.

Wir mussten weiter gen Süden und fuhren über Ballina, Grafton und Coffs Harbour nach Port Macquarie. Coffs Harbour ist übrigens keine Reise wert – die Gegend darum ist das größte Bananenanbaugebiet in Australien (also für mich als „Bananenliebhaberin“ – Vorsicht Ironie – auch nicht wirklich reizvoll), wir sind nur kurz durchgefahren und haben nichts wirklich Sehenswertes entdeckt. Die Stadt liegt 390km nördlich von Sydney und hat 45.000 Einwohner. Weil wir ja nie DSC01473genau wussten, wie weit wir am Tag kamen, kümmerten wir uns meist erst auf der Fahrt um die Unterkunft für die Nacht. Normalerweise klappte das auch ganz gut – nur in Byron Bay hatten wir bisher Schwierigkeiten gehabt. Doch Port Macquarie stellte unsere Nerven auf die Probe, denn keiner der Campingplätze auf unserer Liste hatte entweder noch Platz oder machte einen „Late-Check-In“. Weil die meisten Campingplätze zwischen 17 Uhr und 19 Uhr schließen, gibt es IMG_9231oft die Möglichkeit des „Late-Check-Ins“. Man zahlt per Kreditkarte und erhält den Code für die Schranke, den Plan des Campingplatzes mit der Parkplatznummer und die Schlüssel/Codes für die Toiletten per Briefumschlag irgendwo hinterlegt. Glücklicherweise fanden wir am Ende doch noch einen, der Erbarmen mit uns hatte und uns den Late-Check-In ermöglichte. Wir erreichten die Anlage erst um 21 Uhr und waren so hungrig. Aber als wir den Grill endlich zum Laufen brachten, kam die nächste Überraschung: Das Licht an der Grillecke geht immer schon um 22 Uhr aus – wie uns ein kanadisches Pärchen erzählte, das am Nebentisch saß und seine Bilder am Laptop ordnete. Gut, dass der Flo seine Taschenlampe dabei hatte, so aßen wir nicht im Kerzen-, aber im Taschenlampenschein unser spätes Abendessen. 😉

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200 bis 300 „Patienten“ pro Jahr

Am nächsten Morgen schauten wir uns das (unserer Meinung nach einzige) Highlight der Stadt an – das IMG_9250Koala Hospital. Das IMG_9243Koala Krankenhaus wird seit 1975 von der „Koala Preservation Society of New South Wales“ betrieben, die sich für den Schutz wildlebender Koalas einsetzt. Im Hospital, in dem fast ausschließlich Freiwillige arbeiten, werden jedes Jahr zwischen 200 und 300 Koalas gepflegt und medizinisch versorgt, um sie dann wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszusetzen. Außerdem forschen dort auch Studenten im Auftrag zweier Unis zu Koala-Krankheiten. Manche Koalas sind aber „Dauergäste“, weil sie in der Natur nicht mehr alleine überleben könnten. Viele Tiere wurden von Buschfeuern verletzt, von Hunden angegriffen oder von Autos angefahren. An den Gehegen der Koalas hängen Schilder mit Informationen zum Namen, Alter, Art der Verletzung, Behandlung, etc.. Der Eintritt war frei und so schauten wir uns in Ruhe die „Patienten“ an, soweit wir sie in den Bäumen finden konnten und lasen die zahlreichen Infotafeln zur Geschichte des Hospitals. In einen Behandlungsraum konnte man sogar von außen hereinschauen – gerade fand dort aber keine Untersuchung statt. Der Besuch bei den süßen Patienten war richtig interessant und allein deswegen hat sich der Stopp in Port Macquarie gelohnt.

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Auf der Suche nach dem Wein

Danach ging es weiter über Forster und Newcastle ins Hunter Valley. Forster und Newcastle sind in etwa so spannend wie Coffs Harbour, also hielten wir uns nicht lange dort auf – Zeit für einen längeren Aufenthalt hatten wir sowieso nicht. 🙂 Wir stoppten zwischen Forster und Newcastle an einem traumhaften Strand, an dem wieder mal außer uns keine Menschenseele war.

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IMG_9337Im Hunter Valley angekommen, einem bekannten IMG_9352Weinanbaugebiet etwa 120km von Sydney entfernt, machten wir uns erstmal auf die Suche nach den Weinreben. Das ist kein Witz. Wir fuhren eine ganze Weile durch kleine Orte bis wir irgendwann die ersten Weinreben sahen. Es ist wirklich eine sehr schöne Gegend, nur leider hatten die Weingüter schon zu, als wir dort ankamen. Mit gutem Wein deckten wir uns dann im „Bottle Shop“ ein. Der Verkäufer war total begeistert, als er hörte, dass wir aus Deutschland kommen, denn er liebt deutsche Weine – besonders den Riesling. Er fand uns so sympathisch, dass er uns eine Flasche Wein sogar schenkte. 🙂 So ließen wir den Abend mit einem guten Tropfen auf unserem Campingplatz – unser Juicy stand direkt neben Weinreben – ausklingen. So lässt es sich leben. 😉 Das Hunter Valley hielt für uns neben einem guten Wein auch noch eine Sternschnuppe bereit.

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