Der letzte Stopp unserer Ostküstentour: SYDNEY – Surfer, Musical und Handyproblem
Posted from Sydney, New South Wales, Australia.
Den australischen Wein ließen wir am nächsten Tag hinter uns, denn wir mussten unseren Juicy in Sydney
abgeben. Auf dem Weg dahin bekam ich aber erstmal einen Schock, denn ich dachte, dass ich geblitzt worden bin. Ich war nur höchstens 3km schneller als erlaubt, aber in Australien ist es je nach Region nicht ungewöhnlich, dass man schon bei 1km mehr Unsummen zahlen muss. Gott sei Dank war die Aufregung umsonst – bis heute kam keine Nachricht, dass wir etwas zahlen müssen. Glück gehabt! Nachdem wir unseren Juicy geputzt hatten, brachten wir unsere Sachen zur airbnb-Wohnung in Sydney, in der wir die nächsten Tagen wohnten. Anschließend gaben wir unseren Campervan beim Depot zurück und trafen uns mit der Angela an der Oper.
Musical im Opernhaus
In den nächsten Tagen machten wir eine Opernführung, den Eastern Coastal Walk (bei dem eine tolle Skulpturenausstellung
tausende Leute anlockte) und fuhren nach Bondi Beach sowie Manly. Da ich schon mal zehn Tage in Sydney verbrachte hatte, war für mich vieles nicht mehr neu, so dass Angela und Flo einige Ecken von Sydney ohne mich erkundeten – wie zum Beispiel
den Taronga Zoo. Ich wäre ja so gern im Bondi Iceberg Swimmingpool geschwommen, aber leider wurde er zu der Zeit renoviert. So ein Pech aber auch, denn das hatte ich mir schon im Januar fest vorgenommen. Manly war für mich neu, dahin hatte ich es vorher nicht geschafft. Aber ich muss sagen, den Strand in Manly fand ich nicht so besonders. Da hatte mir der Bondi Beach im Sommer viel besser gefallen – dort wurde aber im Oktober gebaut und dadurch sah er nicht so ansprechend aus.
Manly wird mir auch deshalb nicht in guter Erinnerung bleiben, weil mir dort im „Coles“ (Supermarkt) beim Bezahlen an der Kasse mein Handy runtergefallen ist. Selbst schuld, ich weiß, aber trotzdem sehr ärgerlich. Danach ging mein Display nicht mehr und ich musste es noch in Sydney zur Reparatur bringen. Ohne Handy ist man echt aufgeschmissen heutzutage. Innerhalb einer Stunde hat der Mann vom „iPhone-Reparatur“-Service das Display für 90 Dollar ausgetauscht. Scheinbar ist das eine sehr lukrative Branche, denn allein dieser Shop repariert etwa 40 Handys pro Tag.
Surfer am Bondi Beach :-): https://www.youtube.com/watch?v=a_I4LJ5Oc48

Ein Fitnessstudio im Freien – super! Nur wer trainiert schon gerne in der prallen australischen Sonne?
Mehr über die Performance der Aborigines im Video: https://www.youtube.com/watch?v=T4tXGoZiqY0&feature=youtu.be
Schaut Euch den spektakulären Blick von der Fähre aus einfach in dem Video an: https://www.youtube.com/watch?v=kQjiIip2LpE&feature=em-upload_owner
- Das Rathaus
- Neu neben „alt“
- Der wird mal berühmt werden! Mit seiner Stimme zog er viele Passanten an und unterhielt sie wie ein Großer! 🙂
- Surfkurs am Bondi Beach
- Die Skyline vom Boot aus
- Luna Park
Ein Highlight unserer Tage in Sydney war auf jeden Fall das Musical „The King and I“, das der Flo und ich im Opera House ansahen. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, in dem berühmten Opernhaus ein Stück zu besuchen und von dort aus in der Pause mit einem Gläschen Sekt auf die beleuchtete Harbour Bridge zu schauen.
Bye, bye Sydney
Sydney ist eine besondere Stadt, die so ganz anders ist als Melbourne – super Strände neben
Hochhäusern, Surfer neben Bänkern, viel Grün neben Glasfassaden, …. Der Hafen, das Opernhaus und die Harbour Bridge ziehen einen einfach in den Bann. Man könnte eigentlich den ganzen Tag nur mit der Fähre im Hafen von einer Uferseite zur nächsten fahren und es würde nicht langweilig werden.
Die Schiffe, das von der Sonne glitzernde Wasser und dieser atemberaubende Blick auf das Opernhaus – das war für mich schon bei der Ankunft im Januar der Inbegriff Australiens. So ging es mir in den USA damals mit dem Capitol in Washington DC. Das Opernhaus fasziniert einen einfach und sieht zu jeder Tages- und Nachtzeit spektakulär aus. Ich weiß noch, wie mir eine Freundin mal von dem Moment erzählt hatte, als sie Silvester in kurzen Hosenvor dem Opernhaus feierte. Für mich hörte sich das einerseits so außergewöhnlich und wunderbar an, andererseits aber auch so weit weg an. Ich hätte zu der Zeit nie gedacht, dass ich einmal dort sein und sogar eine Vorstellung im Opera House anschauen würde. Silvester wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen gewesen, aber ich bin mit meinen wunderschönen Sydney-Erinnerungen voll und ganz zufrieden.
Sydney ist also ganz anders als Melbourne, aber ich finde Melbourne genauso toll – wenn nicht sogar ein bisschen toller. Das liegt aber neben der großen Bandbreite an (kulturellen und sportlichen) Veranstaltungen, dem gigantischen Blick auf die nächtliche Skyline und den Yarra River von der Brücke bei der Flinders Street Station, den so unterschiedlichen Stadtteilen (CBD mit den Hochhäusern, St. Kilda als hippes Strandviertel, dem Italienerviertel Carlton, dem alternativen Ausgehviertel Fitzroy, etc.), der Street Art-Szene und den vielen Laneways sicherlich an der Tatsache, dass ich dort fast ein Jahr lang gelebt, mich heimisch gefühlt, so viel erlebt und so viele Freunde gefunden habe. Also, liebe Freunde, Sydney ist eine wirklich schöne Stadt, aber Melbourne darf bei Eurem nächsten Australienbesuch auch auf keinen Fall fehlen! 😉
Viel zu schnell gingen also auch die Tage in Sydney zu Ende und schon saßen wir wieder im Flugzeug – zurück nach Melbourne. Und unsere Ostküstentour war nach 20 ereignisreichen Tagen zu Ende.


































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