Mein Treffen mit BOSSHOSS
Posted from Melbourne, Victoria, Australia.
Wie hoch stehen die Chancen, eine deusche Band zur Rush Hour auf einer der belebtesten Straßen Melbournes zufällig zu treffen? In Statistik war ich noch nie gut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering ist. Umso mehr freut es mich, dass ich heute das Glück hatte. Erst werde ich von ESPN gefilmt, heute treffe ich deutsche Sänger, was kommt wohl als nächstes? Ein Ticket für die Oscarverleihung wäre nicht schlecht… 🙂 Aber zurück zum Thema: Da sitze ich also verträumt in der Straßenbahn, um den Tristan vom Hort abzuholen, und wir fahren gerade die Swanston Street (eine der großen Straßen in der Melbourner Innenstadt) entlang. Ich schaue aus dem Fenster, viele Menschen ziehen an mir vorbei, einige Stände und Straßenkünstler sind zu sehen, da steht ein Mann und wird von einer Kamera gefilmt. Ist hier nichts Besonderes, letzt sind wir auch in einen Dreh hineingelaufen. Aber halt, irgendwie kommt mir der Mann bekannt vor… Ich weiß aber nicht recht, wo ich ihn hinstecken soll… Viele Tätowierungen am Arm – tja, das ist in Australien nun wirklich keine Seltenheit. Irgendwie lässt mich das Gefühl aber nicht los, dass das da draußen nicht irgendjemand ist. Nennen wir es journalistischen Spürsinn 😉 – ich witterte eine Geschichte, innerhalb von Sekunden musste ich mich entscheiden, ob ich hier aussteigen wollte, denn kurz nach dem Filmteam hält die Tram. Also, raus! Ich hatte noch ein paar Minuen Zeit bis ich an einer anderen Haltestelle in die zweite Tram zum Hort umsteigen musste.
Nun schaute ich mir die Szenerie noch etwas genauer an. Der Kerl vor der Kamera bewegte seinen Mund – ob Lied oder Text konnte ich aus der Entfernung nicht verstehen, ein Mann mit Hut lehnte an einem Baum daneben, sehr viele Menschen gingen an ihnen vorbei ohne sie zu erkennen und sich an der Kamera zu stören. Jetzt ging mir ein Licht auf, das sind doch die beiden Cowboys, die in der Jury von „The Voice of Germany“ saßen! Tja, nur wenn ich sie ansprechen wollte, musste ich auch wissen, wie sie heißen. Das fiel mir gerade überhaupt nicht ein! Da sieht man mal wieder wozu Smartphones gut sind (wie hätten die Leute das früher gemacht, die hätten sich doch tatsächlich erinnern müssen!)! Ich googelte also „Deutsche Band Cowboys“ und bekam „The BOSSHOSS“! Genau, so hießen die! Dann verglich ich die Bilder, die mir Google ausspuckte, mit den beiden Kerlen, die nicht weit von mir entfernt standen. Eine Ähnlichkeit war schon da… Was hatte ich zu verlieren, also ging ich zu dem Kerl am Baum und fragte ihn „Excuse me, are you BossHoss?“ Die Recherche hatte sich ausgezahlt :-), sie waren es tatsächlich! Ich unterhielt mich kurz mit dem Nichttätowierten (wie auch immer der heißt), sie sind auf Tour in Australien, haben schon in Brisbane und Sydney gespielt und treten morgen bei einem Festival in Melbourne auf. Er war nett und höflich, aber nicht überaus freundlich – aber das ist wohl die cool-gelangweilte-Cowboy-Star-Art. Als der andere (Boss oder Hoss) fertig mit seiner Szene war, machten wir dieses Foto. Das schoss übrigens ein blonder Deutscher, der auch mit den Cowboys abgelichtet werden wollte. In Australien kennt sie ja niemand, da werden sie nur von deutschen Touristen oder Backpackern angesprochen. 🙂
Nach diesem kurzen Plausch verabschiedeten wir uns und ich stieg wieder in die Tram. Das alles passierte innerhalb von 5 Minuten, denn ich hatte ja nicht viel Zeit. Danach war ich aber kurz durch den Wind, man trifft ja nicht alle Tage deutsche Stars auf der Straße! 🙂 Tristan war wenig beeindruckt als ich ihm von meiner Begegnung erzählt und das Bild gezeigt hatte. Was ihn allerdings beschäftigte: Warum hat der Mann so viele Tätowierungen? Tja, das hätte ich ihn mal fragen sollen! Das nächste Mal! 🙂





















































Letzten Kommentare