So schön, schön war die Zeit
Posted from Traralgon, Victoria, Australia.
Das Leben besteht aber bekanntlich nicht nur aus Arbeit, deshalb habe ich die Abende und die freie Zeit am Wochenende in Melbourne weiterhin sehr genossen. 😉 Ich war zum Beispiel mit dem Gregor (das männliche Au Pair von der Deutschen Schule) im Spice Club, was trinken und im Kino. Ab und an habe ich mich auch mit der Spanierin Bea und der Amerikanerin
Michelle getroffen, habe mit dem Finnen Tommi mal Billard
gespielt oder war mit meiner Mitbewohnerin Sarah und ihrem deutschen Freund Alex aus. Eine Weile war ich auch öfter mit der Deutschen Jessica aus, deren Freund Frauenarzt ist und die mit ihm von Irland nach Australien kam. Mit ihr war ich zum Beispiel Cocktails trinken und tanzen. Auch mit einer andern Deutschen, Jenny, war ich ein paar Mal unterwegs, zum Beispiel in der coolen Bar „Naked for Satan“ in Firtzroy. Sie hatte mir auch den Tipp gegeben, Daniel anzuschreiben, als ich einen deutschen Studenten für einen Artikel für „Deutsche in Melbourne“ suchte. Denn ich schrieb weiterhin Texte für deren Webseite, ging zu Terminen, postete Beiträge auf deren Facebookseite und traf mich regelmäßig mit der Chefredakteurin Claudia.
Unterwegs mit den Jungs
Nachdem ich Daniel, der aus Berlin stammt und aufgrund seiner
Masterarbeit für ein Jahr in Melbourne war, für den Artikel interviewt hatte, unternahmen wir bis ich nach Hause flog viel zusammen. Wir gingen öfter mal was trinken, Eis und Burger essen, ins Kino, entspannten uns am Yarra River und zogen oft zusammen in einer Clique um die Häuser. Zusammen mit seinen Mitbewohnerinnen Anja und Selina und besonders mit Duy und Bart waren wir an den Wochenenden in den Bars und Clubs unterwegs. Mit Duy – einem Australier vietnamesischer Herkunft – der im Personalbereich bei einem Unternehmen arbeitete, verstand ich mich auch sehr gut. Er ist ein ganz lieber, unheimlich hilfsbereiter und lustiger Kerl, mit dem ich auch jetzt noch Kontakt habe. Auch seinen Kumpel Bart fand ich richtig nett. Besonders schön waren die Abende mit den Jungs bei einer 90er Party mit Liveband, in St. Kilda, in Fitzroy, im Club „Retro“, in der Cookies Rooftopbar und als wir Selinas Geburtstag feierten. Oft trafen wir uns zuerst in Jacks Bar und zogen danach weiter. Jack war ein Freund von Daniel, der eigentlich aus Sydney stammte und mit gerade mal 22 Jahre in Melbourne die Bar „Billys Lane“ eröffnet hatte. Die Bar war nicht besonders gemütlich, sie war im Durchgang zu einer Billardhalle, aber freitags kosteten die Cocktails nur 10 Dollar und mit der Zeit kannte man die Leute. 😉

Zusammen mit Daniels Mitbewohnerinnen Anja und Selina waren Daniel, Duy und ich in Fitzroy unterwegs

Die Jungs und ich auf dem Weg zum „Retro Club“ – (v.l.n.r.) der Italiener Alessio, ich, Bart, Daniel und Duy
Ausflug ins Hinterland
Monica, die ich vom Deutschen Filmfestival kannte, lud mich mal übers Wochenende in das Haus ihrer Familie nach Traralgon/Gippsland ein, das etwa 160km von Melbourne
entfernt lag. Es war schön, mal aus der Großstadt raus zu kommen und von der Natur umgeben zu sein (dass ich das mal sage! ;-)). Wir fuhren in einen Nationalpark und Monica erzählte mir einiges über die Umgebung. Bei einem Buschbrand vor ein paar Jahren wurden viele der Nachbarhäuser zerstört. Ihr Vater und ihr Onkel blieben bei ihrem Haus und schützten es mit Wasser vor dem herannahenden Feuer, so dass ihr
Vater mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus kam. Wenn ich mich recht erinnere, starben in der Umgebung etwa 20 Menschen, eine Familie kam in ihrem Auto ums Leben, als sie vor dem Feuer fliehen wollte. Wirklich schlimm! Monica zeigte mir Bilder von den Zerstörungen danach und erklärte mir auch, dass es seitdem weniger Tiere in der Umgebung gibt. Wir hatten aber Glück und sahen auf dem Weg zum Nationalpark ein Echidna auf einem Weg laufen. Ein Echidna ist eine Art Ameisenigel, der genau wie das Schnabeltier (Platypus) ein eierlegendes Säugetier ist. Ich finde die so süß, wie die so langsam hin- und herwackelnd laufen – einfach goldig! 🙂 Der Kurztrip war sehr schön und wir hatten viel Spaß zusammen.
Bei Kim und den Jungs
Die letzten sechs Wochen meiner Zeit in Australien
(nach unserem Ostküstentrip, als Angela und Flo wieder abgereist waren) konnte ich netterweise bei der Kim und ihren Jungs in ihrem Gästezimmer im Stadtteil Kew wohnen. Kim war im Laufe der Zeit zu einer guten Freundin geworden, so dass ich mich bei ihnen total wohl fühlte. Als ich bei ihnen wohnte, schauten wir häufig zusammen „Greys Anatomy“, quatschten viel, aßen oft zusammen und machten gemeinsam Ausflüge. So waren wir einmal mit Rachel und Tristan in den Dandenong Ranges in einem deutschen Restaurant, dem „Cookoo“. Es gab deutsches Essen, deutsche Live-Musik, man konnte Kuckucksuhren kaufen und es wimmelte nur so von Klischees. Natürlich war es dementsprechend teuer, aber gestopft voll und die Australier waren begeistert. 😉 Schön war auch der Night Noodle Market, bei dem Kim und ich uns besonders das asiatische Essen schmecken ließen. Die letzten drei Wochen war ich sogar allein in ihrem Haus, weil die drei in die USA geflogen sind. Ich habe das sehr geschätzt, dass die Kim mir ihr Haus anvertraute und ich dort auch allein wohnen bleiben konnte.

















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