Wunderschönes Wochenende auf der Mornington Peninsula
Posted from Sorrento, Victoria, Australia.
„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei“, sagte George Orwell. In Australien verflogen die Wochen nur so, besonders als ich mich eingelebt und viele nette Leute kennen gelernt hatte. Ich habe so viel erlebt, dass ich neben Arbeiten, Reisen, Freunde treffen und Artikel für „Deutsche in Melbourne“ schreiben gar nicht mehr mit dem Updaten meines Blogs nachgekommen bin. Daher fehlen noch ein paar tolle Geschichten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich würde mich freuen, wenn es den ein oder anderen – obwohl ich nun schon eine Weile wieder in Deutschland bin- noch interessiert. 🙂 Mir ist es wichtig, meinen Blog zu vervollständigen, um später eine schöne Erinnerung an mein Australienjahr zu haben.
Nun möchte ich Euch von einem Wochenendausflug erzählen, den ich mit meinen Mädels im ersten halben Jahr gemacht hatte. Um dem Großstadtdschungel zu entfliehen, zieht es viele Melbournians nicht nur nach Phillip Island, sondern auch zur Mornington Peninsula. Das Naherholungsgebiet mit zwei Nationalparks, Stränden und
Campingplätzen liegt etwa 1,5 Stunden südlich von Melbourne. Durch die geschützte Lage der Bucht treiben dort viele Wassersport. So mieteten Julia, Sarina, Michelle und ich uns an einem langen Wochenende (Freitag war Anzac Day – Australian and New Zealand Army Corps Day: nationaler Gedenktag wegen der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im 1. Weltkrieg) ein Zimmer in einem kleinen familiär geführten Hostel in Sorrento. Von Sorrento aus starten viele Bootstouren zur Beobachtung von Delfinen, die im australischen Sommer in der Gegend in Scharen ihre Jungen aufziehen. Die Sarina bekam das Auto ihrer Gastfamilie und wir freuten uns auf die Tage zu viert. Als wir ankamen, öffneten wir die Eingangstür des Hostels durch einen Code und in einem Umschlag fanden wir Infos sowie die Schlüssel für unser Zimmer. Niemand war an der Rezeption, echt war mal etwas Neues, aber sehr sympathisch.
Leider war das Wetter an diesem Wochenende nicht auf unserer Seite, denn es war sehr windig und regnerisch. Am ersten Tag hatten wir noch mehr Glück, aber der Samstag war ziemlich ungemütlich. Doch davon ließen wir uns nicht beirren und erkundeten die Umgebung. Zuerst machten wir einen Stopp beim Cape Schanck Leuchtturm und auch einen Abstecher zum Nationalpark. Die Gegend war wirklich schön!
https://www.youtube.com/watch?v=T55baLGgcMs&feature=youtu.be
https://www.youtube.com/watch?v=Hz5E52_0cSg&feature=youtu.be

Das war die erste und einzige große Spinne, die ich in meinem Jahr in Australien außerhalb der Zoos gesehen habe! Die hing in einer öffentlichen Toilette.
Wunderschöner Sonnenuntergang: https://www.youtube.com/watch?v=deqs0rv97HM&feature=youtu.be
Den Abend ließen wir im Hostel mit Nudeln und Baileys ausklingen – was hatten wir für einen Spaß! 🙂
Am nächsten Tag sind wir im Point Nepean Nationalpark herumgelaufen. Dort stehen noch Ruinen von militärischen Befestigungen, die ab 1878 errichtet wurden. So sahen wir noch Reste eines Wachhäuschens, eine frühere Quarantänestation, Tunnel und Gewehrstände. Es war so windig und niemand außer uns war zu sehen – es kam uns so vor, als ob wir am Ende der Welt waren. Später ist dann ein Bus an uns vorbeigefahren, in dem sich ein paar Touristen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit haben fahren lassen. Aber wir kämpften uns tapfer durch das ungemütliche Wetter und trotzten auch dem einsetzenden Nieselregen.
https://www.youtube.com/watch?v=5GEw52YwoSM&feature=youtu.be
Perfektes Wetter um mit Delfinen zu schwimmen! 😉 Hätte die Sarina das vorher gewusst, hätte sie diese Tour sicher nicht gebucht. Julia und ich waren auch mit auf dem Boot, wollten aber nicht ins Wasser und Michelle blieb an Land, um für die Uni zu lernen. Dreimal sollte es für die Teilnehmer ins Wasser gehen, aber Sarina konnte nur einmal mit rein. Sie lief richtig blau an vor Kälte und wir hatten Angst, dasss sie umkippt. Delfine haben wir dann leider auch nicht gesehen, nur für zwei Sekunden sind zwei an unserem Boot vorbeigeschwommen – so schnell konnten wir gar nicht schauen. Man bekam natürlich auch keine Garantie, wirklich Delfine zu sehen und wir hatten das Pech, das vor uns ein anderes Boot schon Delfine angelockt hatte. Blöd gelaufen, aber da kann man nichts machen. Nach diesem Abenteuer stärkten wir uns abends im Hostel mit Fisch, Bratkartoffeln und Salat.
- Sarina schaut schon etwas skeptisch
Nach diesen zwei anstrengenden Tagen hatten wir Entspannung bitter nötig! 😉 Also machten wir uns ein paar schöne Stunden in den Hot Springs, den natürlichen heißen Quellen. In über 20 verschiedenen Pools fließt das Thermalwasser, die Anlage ist wunderschön angelegt und das Highlight ist eindeutig der Pool, der ganz oben auf einem Hügel ist und von dem aus man einen gigantischen 360-Grad-Blick über die Region hat. Das war einfach herrlich! Ein schöner Abschluss eines tollen gemeinsamen Wochenendes!














































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