Hoptoberfest und Honorargeneralkonsul – Artikel für „Deutsche in Melbourne“

29. September 2014 at 10:43

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber auch in Melbourne wird fleißig Oktoberfest gefeiert. Die Australier finden das klasse und mittlerweile gibt es hier neben dem Hofbräuhaus noch zwei weitere Bayerische Bierhallen, die aber meines Wissens nach von Australiern geführt werden. Eine der beiden – das „Munich Brauhaus“ – wirbt sogar damit, dass dort an 365 Tagen im Jahr Oktoberfest gefeiert wird. Gut, man kann es auch übertreiben, aber das Oktoberfest kommt bei den Australiern auch so gut an, dass man daran sicher gut verdient. Die Bedienungen können aber meist kein Deutsch und wenn man ein „Radler“ bestellt, wird man schief angeschaut (das heißt hier „shandy“).

Das Munich Brauhaus

Das Munich Brauhaus

Eine sehr leckere, aber auch sehr übersichtlich Portion Nürnberger Bratwürste - und nicht gerade billig natürlich. :-)

Eine sehr leckere, aber auch sehr übersichtlich Portion Nürnberger Bratwürste – und nicht gerade billig natürlich. 🙂

Knochenmark??

Knochenmark??

Schein oder Nicht-Schein, das ist hier die Frage! Wohl kein Schwein gehabt... ;-)

Schein oder Nicht-Schein, das ist hier die Frage! Wohl kein Schwein gehabt… 😉

Der Aldi hat hier auch Oktoberfestwoche, verkauft Paulaner Bier, Leberwurst, Spargel, Flips, etc.

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Oktoberfest Aldi_1

Jetzt brauchen die Australier also nicht mehr zwangsläufig zum Oktoberfest nach München zu fliegen (ich erinnere mich noch, als ich beim Oktoberfest war, waren um mich herum nur betrunkene Neuseeländer und Australier!), sondern können sich auch hier mit gutem deutschen Bier betrinken. 🙂 Als das Oktoberfest in einem der deutschen Lokalitäten, dem Hophaus, angefangen hat, war ich für „Deutsche in Melbourne“ dort:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-geschehen/978-erstes-hoptoberfest-melbourne-2014.html

Außerdem habe ich für „Deutsche in Melbourne“ auch Michael Pearce, den Honorargeneralkonsul von Deutschland in Melbourne, interviewt:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/979-michael-pearce-zwei-jahre-honorargeneralkonsul-melbourne-2014.html

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Oktoberfete und Tag der Offenen Tür – zwei Artikel für „Deutsche in Melbourne“

22. September 2014 at 14:09

Ich bin auch weiterhin fleißig am Schreiben für „Deutsche in Melbourne“ und war letzt bei zwei Terminen von deutschen Schulen an einem Tag hintereinander. 🙂 Erst bei der Oktoberfete der Deutschen Schule und dann beim Tag der Offenen Tür der Deutschen Samstagsschule. Das waren zwar richtig schöne Veranstaltungen, leider konnte ich nicht so lange bleiben, weil ich danach wieder arbeiten musste.

Aber lest am besten selbst, was ich dort erfahren habe:

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http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-geschehen/974-oktoberfete-deutsche-schule-melbourne-2014.html

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http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-geschehen/976-deutsche-samstagsschule-deutsche-schule-melbourne-2014.html

Liebe Grüße an Euch alle aus dem mittlerweile schon etwas frühlingshaften Melbourne!

Wild Dog Winery und Gumbuya Park

21. September 2014 at 6:11

Posted from Warragul, Victoria, Australia.

Führt man sich auf wie ein wilder Hund, wenn man den Wein getrunken hat? Das fragte ich mich auf dem Weg zur „Wild Dog Winery“. 🙂 Es stellte sich jedoch heraus, dass sich das Weingut in dem Ort Warragul – etwa 100 Kilometer südöstlich von Melbourne – befindet. „Warragul“ bedeutet bei den Aborigines soviel wie „Wilder Hund“. Also alles ganz harmlos. 😉 Der Tagesausflug mit Rachel und Tristan versprach also interessant zu werden. Das Wetter war herrlich und ich genoss es sehr, mal aus der Stadt rauszukommen. Ich bin ja eher ein Stadt- als ein Landmensch, aber je länger ich in einer Millionenstadt lebe, desto mehr freue ich mich auch ab und zu mal raus aufs Land zu fahren. Das Weingut lag wirklich traumhaft, ziemlich ab vom Schuss – man könnte sagen, hier ist der Hund begraben :-), aber sehr idyllisch. Wir waren so früh dran, dass wir die ersten Gäste waren. Wir ließen uns eine Pizza schmecken und sagten auch zu einer kleinen Weinprobe nicht nein.

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Gestärkt fuhren wir anschließend zum Gumbuya Park. Dieser war ursprünglich eine Fasanenfarm, die 1978 in einen Wildpark umgebaut wurde. Es schien, dass seitdem auch nicht viel an dem Park verändert wurde, da er nicht wirklich gut in Schuss war, aber es gab besonders für Kinder viel zu erleben – die verschiedensten Fahrgeschäfte, Spielplätze und Tiere. Was ich richtig toll fand, war, dass man dort Kängurus füttern konnte! Dort gingen wir zuerst hin und das war auch gut so, denn als wir später am Nachmittag nochmal wiederkamen, waren die Tiere schon so überfüttert und kamen kaum noch zu den Menschen. Das war am Vormittag Gott sei Dank noch ganz anders! Die Kängurus sprangen dort auf einem großen Areal umher und man konnte direkt zu ihnen gehen und die Tiere kamen auch oft zu einem gelaufen. Die kleinen Kängurus waren besonders süß und bei einigen konnte man den joey (australisch für das Baby-Känguru) im Beutel sehen! Das hat so viel Spaß gemacht und da hätten wir Stunden verbringen können! Etwas einschüchternd wirkten die großen Kängurus schon, wenn sie auf einen zu springen, aber sie waren alle ganz friedlich.

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Bei unserem Rundgang über die Farm sahen wir noch viele andere Tiere, vor allem die verschiedensten Vogelarten. Ein weiteres Highlight an diesem Tag war ein Foto mit einem Koala! In New South Wales (in dem Bundesstaat, in dem Sydney liegt) und in Victoria (der Bundesstaat, in dem Melbourne liegt) ist es verboten, Koalas für Fotos auf den Arm zu nehmen, aber man darf sich neben sie stellen. Bei den anderen australischen Bundestaaten bin ich mir nicht sicher, aber so viel ich gelesen habe, ist es in Queensland erlaubt. Zuerst klärte uns die Tierpflegerin über die Koalas auf. Koalas sind keine Bären, obwohl sie manchmal dafür gehalten werden, sondern gehören zu den Beuteltieren. Wenn das Jungtier geboren wird, verbringt es die ersten sechs Monate im Beutel seiner Mutter und danach hängt es der Mutter am Rücken oder am Bauch bis es ein Jahr alt ist. Früher waren Koalas in Australien weit verbreitet, dann wurden sie aber wegen ihres Felles gejagt und nun gibt es nur noch schätzungsweise 45.000- 80.000 Koalas an der australischen Ostküste. Sie ernähren sich von den Blättern des Eukalyptusbaums und fressen davon etwa ein Kilogramm pro Tag. Koalas sind nachtaktiv, schlafen etwa 18-22 Stunden pro Tag und wenn sie nicht schlafen, essen sie. Ein Leben, oder?! 😉 Ihr fragt Euch jetzt sicher, warum die Koalas im Gegensatz zu anderen Tieren so viel Schlaf brauchen, oder? Das liegt an ihrer Ernährung. Die Eukalyptusblätter enthalten Gifte und sind sehr faserig, so dass die Koalas viel Energie für deren Verdauung brauchen. Tja, warum ziehen sie denn dann keine Ernährungsumstellung in betracht? 🙂 Vielleicht schlafen sie einfach zu gern. Das kann man ihnen ja nicht verdenken. In freier Natur werden Koalas etwa 10-20 Jahre alt. Übrigens sagt man, dass sich der Name „Koala“ aus einer Aboriginessprache ableitet und so viel wie „nicht trinken“ bedeutet. Denn Kolas brauchen fast nichts trinken, weil sie ihre Flüssigkeit aus den Blättern des Eukalyptusbaums ziehen. So ausführlich wurde uns das aber an dem Tag nicht erklärt, das habe ich nachgelesen. 🙂 Für das Bild hat sich der Koala sogar umgedreht und passend in die Kamera geschaut – pefekt! 🙂

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„Auf den Spuren der Vergangenheit: Zum Goldrausch live in Sovereign Hill“ – Mein Artikel für „Deutsche in Melbourne“

12. September 2014 at 16:49

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Hallo Ihr Lieben,

über meinen Ausflug nach Sovereign Hill habe ich auch einen Artikel für „Deutsche in Melbourne“ geschrieben:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/973-sovereign-hill-ballarat-melbourne-2014.html

Viel Spaß beim Lesen und liebste Grüße in die Heimat!

Cooks´ Cottage – Von England nach Australien verschifft

11. September 2014 at 10:13

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

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Wusstet Ihr, dass das älteste Gebäude Australiens in Melbourne steht? Obwohl die ersten Siedler erst am 30. August 1835 auf dem Yarra River in das Gebiet, auf dem das heutige Melbourne steht, gekommen sind, wurde es bereits 1755 gebaut. Ihr fragt Euch nun zu recht wie das geht? Ganz einfach, es stand erst in England und wurde später nach Australien verschifft. Natürlich, was auch sonst? Frei nach dem Motto: Gibt es keine Sehenswürdigkeiten, holt man sich einfach welche. 🙂 So absurd es auch erscheint, es ist wirklich geschehen. Von welchem Gebäude die Rede ist? Vom Cooks´ Cottage in den Fitzroy Gardens.

Wenn man die paar Minuten von der Melbourner Innenstadt zu den Fitzroy Gardens läuft, könnte der Kontrast nicht größer sein: Die hohen Bürohäuser scheinen gar nicht zu diesem schnuckligen englischen Cottage zu passen – oder umgekehrt. Das kleine IMG_5678Steinhäuschen ist mit Efeu bewachsen. Davor weht der Union Jack. Es wirkt wie eine Filmkulisse und man erwartet jeden Moment, dass hier ein Jane Austen Roman verfilmt wird. IMG_5687Denn das Original-Elternhaus von James Cook – dem Seefahrer, Abenteurer und Entdecker – wurde zerlegt und tatsächlich Stein für Stein im Jahre 1934 von Yorkshire nach Melbourne gebracht. Cook, der Australiens Osten für Großbritannien in Besitz nahm, hat zwar nie in diesem Haus gelebt, aber man bekommt einen guten Eindruck vom Leben im England des 18. Jahrhunderts. Als die letzte Besitzerin das Häuschen 1933 zum Verkauf stellte, schlug der bekannte Melburnian Russell Grimwade zu und schenkte es den Einwohnern von Victoria. Allerdings musste die Besitzerin erst von der Idee überzeugt werden, dass das Cottage in Zukunft in Australien zu besuchen sei. Denn die Dame war so patriotisch, dass sie nicht wollte, dass das Cook´sche Elternhaus Großbritannien verlässt. Mit dem Argument, dass es in Australien ja immer noch im „Empire“ sei, ließ sie sich dann schließlich doch überreden und Russell Grimwade erhielt den Zuschlag. Innerhalb von sechs Monaten wurde das Cottage in Melbourne in den Fitzroy Gardens wieder aufgebaut und am 15. Oktober 1934 an den damaligen Oberbürgermeister H. Gengoult Smith feierlich übergeben. Seitdem gab es zwei Restaurierungen – eine in den späten 1950ern und eine im Jahre 1978, als man das Cottage mit Möbeln aus der Zeit ausstattete und einen Garten im Stil des 18. Jahrhunderts anlegte.

Auf zwei Stockwerken kann man sich in eine andere Zeit zurückversetzen und viel über James Cook sowie über dessen Abenteuer erfahren. Mit Liebe zum Detail – es sieht aus, als hätten die Bewohner nur kurz das Haus verlassen – ist das Cottage eingerichtet worden. Allerdings hat man die wenigen Räume und auch den schön angelegten Garten hinter dem Haus innerhalb weniger Minuten angeschaut. Obwohl der Besuch im Cooks´ Cottage kein Tage füllender Programmpunkt ist, lohnt sich dieser aufgrund der ungewöhnlichen Geschichte, des englischen Charmes des Häuschens und der liebevollen Ausstattung.

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