Western Australia – Tag 2: Die Glockenspieler vom Schwanenfluss

10. Mai 2015 at 14:57

Posted from Perth, Western Australia, Australia.

IMG_6778Zwei Sachen erstaunten mich am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Western Australia gleich am frühen Morgen: In dem Wohnviertel, in dem das Haus von Steffis Gastfamilie stand, hatte oftmals nur eine Straßenseite einen Bürgersteig. Und ich sollte mehr für mein Busticket bezahlen, eine so genannte „Farben-Gebühr“ sei fällig, weil ich einen bunten Schal trug. Haha, darauf fiel ich dann doch nicht rein – was für ein lustiger Busfahrer. 🙂 Erster netter Eindruck von Perth. In der Innenstadt schaute ich mir den „Bell Tower“ an (die Steffi wartete draußen, weil sie dort natürlich schon oft gewesen ist), der im Jahr 2000 zum Jahrtausendwechsel eröffnet wurde. Ich konnte mir nicht nur die Glocken durch das Glas ansehen, IMG_6796sondern auch einige professionelle Glockenspieler beim Läuten beobachten, denn die „Australian and New Zealand Bellringer Association“ war gerade zu Gast. Diese Betätigung war für mich völlig neu, deshalb schaute ich ihnen gespannt zu. Die Glocken zu läuten und zusammen eine bestimmte Melodie zu erzeugen, muss nicht einfach sein. Vom 82m hohen Bell Tower hat man einen tollen Blick auf den Fluss und einen Teil der Stadt. Auf der Aussichtsplattform unterhielt ich mich mit einer russischen Studentin, die dort als Aufsichtsperson arbeitete und mir begeistert von Perth erzählte. Zwölf der Glocken unterschiedlicher Größe stammen ursprünglich von einer Londoner Kirche und sechs weitere neue komplettierten „Swan Bells“.

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Government House

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Supreme Court

Anschließend zeigte mir Steffi die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, so liefen wir am Supreme Court, dem Government House, der Trinity Church und dem London Court vorbei und gingen dann ins Western Australia Museum und in die Art Gallery. Perth gefiel mir wirklich gut, mir kam die Stadt sehr grün, sauber und auch nicht so überfüllt vor. Der britische Einfluss zeigt sich in einigen Straßen deutlich. Allerdings hatte ich schon von einigen gehört, die eine zeitlang dort gelebt haben, dass man nach einer Weile alles gesehen hat und es einem irgendwann langweilig wird. Scheinbar gibt es dort nicht ständig ein Festival oder eine Veranstaltung wie in Melbourne. Ob die Stadtteile in Perth so vielfältig sind wie die in Melbourne, konnte ich nach der kurzen Zeit allerdings nicht beurteilen. Um Perth herum soll es auch sehr schöne Strände geben, da wir aber so viel vorhatten, mussten wir den Strandtag auf das nächste Mal verschieben. 😉

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Wie man hier sieht, springen Kängurus wirklich überall in Australien umher! 😉

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IMG_6898Kultur macht ja bekanntlich hungrig, deshalb IMG_6895stärkten wir uns zwischendurch bei der Restaurantkette „Outback Jacks“. Als Vorspeise probierten wir Krokodil- und Känguru-Spieße – das war das erste Mal, dass ich Krokodil gegessen habe. Es schmeckte sehr nach Hühnchen, aber wie ich später bei unserer Ostküstentour erfuhr, ist das auch kein Wunder, wenn die Krokodile auf den Farmen mit Hühnchen gefüttert werden. Als Hauptspeise bestellte sich die Steffi Kamel und ich mir ein Stückchen von einem Emu – natürlich probierten wir das jeweils andere. Das Emufleisch schmeckte ganz gut, aber das Kamel war mir zu fett. Emu aß ich während meiner Zeit in Australien nie wieder, aber im Outback sollte ich nochmal Kamel auf einem Burger serviert bekommen. Das war mal ein wirklich australisches Essen!

Die Vorspeise: Krokodil- und Känguruspieße

Die Vorspeise: Krokodil- und Känguruspieße

Steffi freute sich auf das Kamel und das australische Bier

Steffi freute sich auf das Kamel und das australische Bier

Wenn das Emu nur gewusst hätte, wo es einmal landet... ;-)

Wenn der Emu gewusst hätte, wo er einmal landet… 😉

Unsere Stadterkundung setzten wir gut gesättigt fort und schauten uns als nächstes die „Perth Mint“, die Münzprägeanstalt an.IMG_6907 Dort sollte das Gold veredelt und zu Münzen sowie Goldbarren verwandelt werden. Das Parlament von Western Australia war unser nächstes Ziel, das wir allerdings nur von außen anschauen konnten. Auf zur schönsten Parkanlage Perths – zum Kings Park. IMG_6942Der Park wurde schon 1872 angelegt und erstreckt sich über 400 ha. Es gibt dort einen Botanischen Garten, einen Tree Top Walk (dafür hatten wir leider keine Zeit) und eine moderne geschwungene Brücke aus Glas („Federation Walkway“). Vom „Legacy Lookout“, einem Aussichtspunkt mit Weltkriegsdenkmal, hat man einen super Blick auf die Skyline von Perth und den Swan River. Übrigens erhielt der „Swan River“ seinen Namen bereits 1697 vom holländischen Forschungsreisenden Willem de Vlamingh, der ihn nach den schwarzen Schwänen benannte, die er dort zu Tausenden beobachtete und die heute die Wappentiere von Western Australia sind. Im Kings Park posierte auch ein Kookaburra für uns, ein wirklich schöner australischer Vogel. Sein Markenzeichen ist sein Gesang, der wie lautes Gelächter klingt. Mit vielen anderen ließen wir uns dort nieder und schauten zu, wie die Stadt nach und nach beleuchtet wurde. Danach war es an der Zeit, das Perther Nachtleben zu testen bzw. die hiesigen Cocktails. Ich hatte schon öfter gehört, dass Perth sehr teuer sein soll, aber die beiden Bars, in denen wir waren, waren sogar billiger als die in Melbourne. Die Cocktails waren lecker und so machten wir uns nicht allzu spät auf den Heimweg, um am nächsten Morgen fit für unseren großen Tagesausflug zu sein.

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ein schöner Kookaburra

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Federation Walkway

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