Western Australia – Tag 3: Sandboarden, Hummer und Pinnacles
Posted from Cervantes, Western Australia, Australia.
Heute hieß es raus aus der Großstadt und rein in die Natur!
Zusammen mit den zwei Amerikanerinnen Erin und Maria, die die Steffi von anderen Ausflügen kannte, erkundeten wir mit einem Mietauto den Norden von Perth. Nach eineinhalb Stunden Fahrt erwartete uns das erste Highlight des Tages: SANDBOARDEN!!! In Lancelin liehen wir uns zwei Bretter aus und machten uns auf zu den Dünen. Da der Himmel etwas bedeckt war, hatte wir die Dünen fast für uns und mussten sie nur mit ein paar anderen Touristen, einigen Quad- und Motocrossfahrern teilen. Es sah fast aus wie eine Mondlandschaft. Abwechselnd setzten wir uns auf die Boards und rasten die Sanddünen hinunter. Das war ein Spaß! Das anschließende Hochlaufen im Sand war allerdings richtig anstrengend, so dass wir nach einigen Runden echt geschafft waren. Unsere amerikanischen Mitfahrerinnen konnten sich nicht ganz so für dieses Vergnügen begeistern wie wir, aber der Stopp hatte sich auf jeden Fall gelohnt. So etwas möchte ich gern irgendwann nochmal machen. Sandboarden kann ich jedem nur empfehlen! 🙂
Ein kurzes Video vom Sandboarden:
https://www.youtube.com/watch?v=-0JSMr-RtdU&feature=em-upload_owner
Hummer zum Lunch
Dann war es auch schon Zeit fürs Mittagessen. Ratet mal, was haben wir uns schmecken lassen? Hummer! 😉 Das hättet Ihr
nicht gedacht, oder? Ich auf jeden Fall nicht. Ich bin ja kein großer Fan von Fisch und Meeresfrüchten, aber wenn man schon mal an einer Hummerfarm vorbeifährt, sollte man wenigstens
probieren. Steffi und ich teilten uns einen gegrillten Hummer, denn wir mussten die Zeit überbrücken bis das nächste Boot ankam und wir die frisch gefangenen Hummer auf der Farm anschauen konnten. Uns beiden schmeckte der Hummer nicht so, aber jetzt konnten wir wenigstens mitreden. Nachdem wir einen kurzen Infofilm über die Farm gesehen hatten, schauten wir uns die einzelnen Hummerstationen ausgerüstet mit einem Audio-Guide an. Wir erfuhren, dass die Hummer erst gewogen, dann registriert
und nach Größe und Gewicht (von 350Gramm bis 2,5 kg) sortiert werden. Dann verbringen die Hummer mindestens drei Tage in Metallbottichen bis sie lebend weiterverschickt werden. Bis zu 20.000 Kilo lebender Hummer kann so im „Lobster Shack“ gelagert werden. Damit die Hummer während ihres „Aufenthaltes“ dort alle Nährstoffe erhalten, wird pro Sekunde 200 Liter Meerwasser in die „Käfige“ gepumpt. Per Audioguide lernten wir auch, dass es regional unterschiedliche Geschmäcker bezüglich der Größe und des Gewichts der Hummer gibt. Irgendwie hatte ich aber auch Mitleid mit den armen Tierchen, die in engen Käfigen zusammengepfercht auf ihren Abtransport warteten. Ob das wirklich artgerecht ist, bezweifle ich.

Das kulinarische Testwochenende ging weiter: Erst Krokodil, Känguru, Emu und Kamel – und jetzt Hummer!

Wir lebens unseren Traum! Haha, genau, ich wollte schon immer mal wissen, wie sich ein Hummer im Bikini fühlt… 😉
Die Pinnacles
Als wir unseren Rundgang beendet hatten, regnete es leider und wir konnte unseren Stopp am schönen Strand Jurien Bay
gar nicht richtig genießen. Doch von ein bisschen Regen ließen
wir uns den Spaß nicht verderben und freuten uns umso mehr, als wir beim „Känguru-Punkt“ etwa zehn Kängurus herumspringen sahen (Video von zwei Kängurus: https://www.youtube.com/watch?v=DR5NbfESUkg&feature=youtu.be). Um halb fünf erreichten wir dann das „Pinnacles Besucherzentrum“ im Nambung National Park. Die Pinnacles (Zinnen) sind tausende bizarre bis zu 5m hohe Kalksteinsäulen, die aus dem Sandsteinboden herauswachsen. Im Besucherzentrum erfuhren wir, dass der geologische Ursprung der Pinnacles höchst umstritten ist. Eine der Theorien ist, dass Wurzelsysteme ehemaliger Vegetation im Laufe von Jahrtausenden durch mineralhaltiges Wasser mit Kalkablagerungen überzogen und später vom Wind freigelegt wurden. Leider konnten wir uns nur 5 Minuten im Besucherzentrum umsehen, bevor es geschlossen hat. In dieser kurzen Zeit gelang es mir aber, einen kurzen Blick auf ein paar Infotafeln zu werfen, ein
paar Bilder zu machen und für meine Eltern eine von lokalen Künstlern aus Metall geschmiedete Kängurufigur zu kaufen. 😉 Aber wer möchte schon viel Zeit in einem Besucherzentrum verbringen, wenn er das Original direkt vor der Tür hat?! Also, auf zu den Pinnacles! Die tausenden Steinskulpturen sahen wirklich unglaublich aus – die verschiedenen Formen und Höhen. Von weitem schaut
es aus wie eine kleine Armee von Steinkriegern. 😉 Eigentlich wollten wir den Sonnenuntergang dort sehen, denn wenn das Licht auf die Steinformationen fällt, muss das toll aussehen. Leider hatte es angefangen zu regnen, aber auch so waren die Steinformationen beeindruckend und boten ein einzigartiges Bild. Wir liefen eine ganze Weile durch die Steine und später, als es dunkel war, fuhren wir auf dem 5km langen geschotterten Rundweg durch das Steinfeld. Die teils skurrilen Formen, der Regen, die Dunkelheit und die Tatsache, dass wir das einzige verbliebene Auto zu sein schienen – das war schon etwas gruselig. Steffi musste bei diesem ungemütlichen Wetter zurückfahren und brachte uns gegen 21 Uhr sicher zurück nach Perth. Was für ein ereignisreicher und unvergesslicher Tag!
Video von den Pinnacles: https://www.youtube.com/watch?v=KP5P-UxHSaM&feature=youtu.be
Video unserer Nachtfahrt: https://www.youtube.com/watch?v=csEa23BAwOg&feature=youtu.be
























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