26. Mai 2015 at 11:29

Posted from Würzburg, Bavaria, Germany.

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“

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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Familie, liebe Freunde,

wenn Ihr bis hier durchgehalten habt, RESPEKT! 😉 Leider haben sich die Ereignisse oft überschlagen und ich bin mit dem Aktualisieren meines Blogs nicht mehr nachgekommen, aber ich wollte alle wichtigen Ereignisse und Erlebnisse auf jeden Fall noch nachtragen, denn ich möchte mich auch in 50 Jahren noch an jedes Detail dieses Abenteuers erinnern. Ich hoffe, es war und ist auch für Euch auch im Rückblick noch interessant und spannend.

Schlange, Hai und Känguru

IMG_6685Was habe ich im Jahr 2014 nicht alles erlebt! Down Under habe ich das erste Mal Kängurus und Krokodile gefüttert, in einem Spielcasino an einem Automaten gespielt (und verloren), Koalas gestreichelt, bei einem Pferderennen gewettet, eine Schlange um den Hals gehabt, auf einem Segelschiff übernachtet, zu surfen versucht, in einem Swag im Outback geschlafen, einen Wal im offenen Meer gesehen, Boss Hoss getroffen und Hugh Jackman gesehen, meinen Geburtstag im Herbst gefeiert, Känguru, Emu, Kamel und Krokodil gegessen. Außerdem bin ich nie zuvor Sandboarden gegangen, auf ein Kreuzfahrtschiff eingeladen worden, mit einem Barracuda und einem Hai im offenen Meer gewesen, im Linksverkehr gefahren, im Great Barrier Reef geschnorchelt, vor Weihnachten nicht in Weihnachtsstimmung gekommen, einer Schildkröte im Meer hinterhergeschwommen, wegen einer Haisichtung aus dem Wasser geschickt worden, bei einem Formel 1-Rennen und einem Pferderennen live dabei gewesen, und, und, und….

Nimm 2 importieren

Im letzten Jahr habe ich auch viel gelernt, unter anderem, dass bei weitem nicht alle Australier Surfertypen sind 😉 und dass man sich überall auf der Welt wohl fühlen kann, wenn man die richtigen Leute kennen lernt.IMG_2096 Zudem ist es für einen selber unglaublich wichtig, unterschiedliche Teile der Welt zu sehen, Menschen aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Was ich aber auch nach einem Jahr in Australien immer noch nicht verstehe ist, warum Hunde dort „wuff wuff“ und nicht „wau wau“ machen; warum es so schwer ist, dort Fencheltee zu bekommen und warum noch keiner auf die Idee gekommen ist, Nimm 2 zu importieren (Kinderriegel, Knoppers, Toffifee, etc. gibt es ja auch); warum die Bedienungen in den „deutschen“ Lokalen (wie dem Hofbräuhaus, dem Munich Brauhaus und Hophaus) nicht wenigstens die wichtigsten Wörter auf Deutsch verstehen müssen (wie zum Beispiel „Radler“) und „last but not least“ wie man Vegemite tatsächlich mögen kann und warum die australischen Kindern ihren Eltern das Zeug nicht sofort ins Gesicht spucken! 😉

Danke

Ich habe mich sehr gefreut, dass nicht nur meine Familie, sondern auch so viele meiner Freunde, Bekannten und ehemaligen IMG_2763Arbeitskollegen an meinem Jahr in Australien Anteil genommen, meinen Blog gelesen, Artikel kommentiert und mir Nachrichten ins Gästebuch IMG_0923geschrieben haben. Eure E-Mails, What´s app-Nachrichten, Skype-Gespräche, Postkarten und Päckchen haben mir gezeigt, dass Ihr an mich denkt und es Euch wichtig ist, dass der Kontakt trotz der Entfernung nicht abreißt. Danke dafür, Ihr seid die Besten! Wenn man so weit weg ist, merkt man schnell, wer den Kontakt halten möchte und bei wem die Devise gilt „Aus den Augen aus dem Sinn“ – ich kann mich glücklich schätzen, so viele liebe Freunde zu haben, die mich über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten und sich für mein Leben Down Under interessiert haben. Durch die vielen Bilder, Videos und lustigen Sprachnachrichten aus Kneipen, von Festen und Parties hatte ich auch aus der Ferne das Gefühl, an Eurem Leben in Deutschland teilzuhaben! 🙂 Wenn man am anderen Ende der Welt ist, ist es für einen umso wertvoller zu sehen, dass man nicht nur die Lieben zu Hause vermisst, sondern sie einen auch selbst vermissen. Es war immer schön, am anderen Ende der Welt von Euch zu hören!

Und denkt immer daran: Im Rückblick bereut man oft nur das, was man nicht gemacht hat! In diesem Sinne – auf zu neuen Abenteuern! 🙂

Eure Christine

Outbacktour Tag 4 und 5: Im Garten Eden und Als die Brasilianer nicht mehr hinschauen konnten

18. Mai 2015 at 12:20

Posted from Petermann, Northern Territory, Australia.

Unser nächster Tag im Outback begann um 6 Uhr morgens. Wir frühstückten, machten uns fertig, packten alles zusammen IMG_7637und fuhren zum Kings Canyon. Er befindet sich rund 245km Luftlinie südwestlich von Alice Springs. Wir waren gespannt auf die weit über 200m tiefe Sandsteinschlucht mit teilweise senkrecht abstürzenden Felswänden, die rot, gelb und weiß sind. IMG_7638Die Wanderung gestern war nur ein Vorgeschmack auf dieses Programm, denn heute liefen wir in vier Stunden den „Kings Canyon Rim Walk“ – ein 6km langer Rundweg, der um den Canyon herumführt. Der Weg beginnt mit einem ziemlich steilen Aufstieg und führt dann recht eben weiter. Tommi und David fragten uns, ob sie ihre Wasserflaschen in unsere Rucksäcke tun dürfen und trugen sie dafür auch. Ein fairer Deal – manchmal hat es auch Vorteile, Männer mit dabei zu haben. 😉 Es war gut, dass wir schon um 7 Uhr loszogen, denn binnen kurzer Zeit brannte die Sonne herunter und ich konnte mir nicht vorstellen, die 4 Stunden im Hochsommer bei der IMG_7642doppelten Temperatur zu laufen. James erklärte uns einiges über den Canyon – zum Beispiel, dass der Sandstein ursprünglich Sanddünen waren – und IMG_7650wies uns auch auf Besonderheiten wie Fossilien hin. Großen Wert legte er bei der Tour darauf, dass wir mindestens drei Meter Abstand zum Felsrand haben sollten. Die Felsen waren auch gar nicht abgesichert, kein Zaun oder Gitter, alles war sehr natürlich und sehr gefährlich. Man musste schon echt gut aufpassen, ein falscher Schritt beim Fotografieren und es ging hundert Meter tief nach unten. Der Grund, warum James so penetrant auf die 3-Meter-Regel hinwies, war, dass drei Wochen vor unserem Trip bei solch einem Ausflug eine 23-jährige Britin 50 Meter in die Tiefe stürzte und starb. Schrecklich! Von den Aussichtspunkten hatte man einen super IMG_7639Blick und wir konnten uns gar nicht an den Steinformationen, der Schlucht und der Umgebung sattsehen. Besonders toll sah es aus, als sich die Sonne immer weiter auf den Steinen vortastete. Auf halber Strecke führen Holztreppen den Canyon hinab zu einer Brücke, die die Schlucht überspannt. Darunter zieht sich der teilweise wasserführende Kings Creek, an dessen Ende sich ein Wasserloch befindet. Die hohen Felswende spenden Schatten, so dass dort viele Pflanzen wachsen und es wirkt wie ein verstecktes Paradies – passend dazu der Name: Garten Eden! Die vier Stunden gingen schnell rum, denn ein Ausblick war beeindruckender als der andere. Mir persönlich hat der Kings Canyon noch viel besser als das Kata Tjuta-Gebirge gefallen und ich bin froh, dass wir den Abstecher auch gemacht haben.

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Video: https://www.youtube.com/watch?v=hEIOb26ejbM&feature=youtu.be

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Garten Eden

Garten Eden

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Video: https://www.youtube.com/watch?v=bC0B0fgEPds&feature=youtu.be

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Das Brasilienspiel

Foto 3-7Nach dem Mittagessen – es gab Burritos – fuhren wir vier 10500310_10152130344878414_6931589247042696810_nStunden lang durchs Outback zurück nach Alice Springs. Wir hatten wirklich Glück mit unserem Guide James, der uns bis zum Schluss viel über das Leben der Aborigines, das Outback und Alice Springs beibrachte. Unsere Gruppe hatte er auch ins Herz geschlossen, so machten wir mit ihm zum Abschluss noch ein paar Gruppenfotos. Zusammen mit den anderen, die auch in unserem Hostel übernachteten, Foto 2-6bestellten wir uns abends Pizza und saßen noch eine Weile zusammen bis wir müde von den vielen Eindrücken der letzten Tage ins Bett fielen. Die Nacht war wieder sehr kurz für uns, denn IMG_1576um 6 Uhr morgens wollten wir uns unbedingt das WM-Halbfinalspiel Deutschland gegen Brasilien anschauen. Gut, dass wir uns aus dem Bett gequält hatten, denn dieses Spiel wird uns allen sicher lange in Erinnerung bleiben. Im Fernsehzimmer im Hostel saßen schon einige Jungs – Tommi, vier Brasilianer und ein Asiate. Später gesellten sich zu uns auch noch ein paar andere deutsche Mädels. Am Anfang waren die Brasilianer noch etwas vorlaut, aber von Tor zu Tor wurden sie immer ruhiger und rutschten immer tiefer in die Sofas. 😉 So schnell wie die Tore fielen, konnten wir gar nicht jubeln und per Whatsapp mit Freunden und Familie zu Hause schreiben. Nach dem 5. Tor taten uns die Jungs dann doch etwas leid, aber wir freuten uns schon sehr über das Endergebnis 7:1! 🙂

Abschied von Sophie

Mit einem Shuttlebus wurden wir und einige unserer Mitreisenden (die Kanadierin, die Südkoreanerin, etc.) um 10 Uhr zum Foto 4-3Flughafen gefahren. Unser Flugzeug hob um 11.45 Uhr ab und um 14.30 Uhr waren wir wieder in Melbourne. Wir verbrachten noch ein bisschen Zeit am Flughafen, aßen etwas und verabschiedeten uns dann von der Sophie, die noch am gleichen Tag mit ihrer Ostküstentour beginnen sollte und danach zurück nach Deutschland. Da war ich schon sehr traurig, denn mit der Sophie hatte ich im ersten halben Jahr in Melbourne so viel unternommen, wir waren total auf einer Wellenlänge und sie ist zu einer guten Freundin geworden. Schön ist, dass der Kontakt bis heute gehalten hat und wir uns immer noch so gut verstehen. Während die Sophie auf ihren Weiterflug wartete, fuhren Tommi, David und ich mit dem Shuttlebus zurück in die Stadt. Für mich ging es wieder zurück nach Southbank – denn meine letzte Woche als Au Pair brach dann an.

Outbacktour Tag 3: Kata Tjuta – Wie eine Oase in der Wüste

17. Mai 2015 at 0:04

Posted from Petermann, Northern Territory, Australia.

IMG_7509„Waki, waki“! Man fühlt sich wie neugeboren, wenn man so gut wie gar nicht geschlafen hat, wenn man wie ein Kalifornier in der Antarktis friert und es so kalt ist, dass man sich gar nicht umziehen möchte. Juhu, ein neuer Tag als Abenteurer und Entdecker! 😉 Nachdem wir unsere Swags und Schlafsäcke verstaut und gefrühstückt hatten, fuhren wir zu einem anderen Aussichtspunkt, um den Sonnenaufgang hinter dem Uluru zu sehen. Es war immer noch so eisig und ich hatte dummerweise keine Handschuhe dabei. Man glaubt es nicht, aber IMG_7512es gibt noch mehr Verrückte, die mitten in der Nacht aufstehen, um sich in dieser Kälte das Spektakel anzuschauen. Viele Profis hatten ihre Kameras mit Stativ aufgebaut und warteten gespannt, bis die ersten Sonnenstrahlen zu sehen waren. Sophie und ich froren immer noch so arg, dass uns selbst Tommis Witze nicht aufheitern konnten. Beim Fotografieren zitterten wir richtig und die Kapuze setzten wir nur fürs Bild ab (Sophie ließ auch beim Foto die Kapuze auf, um nicht zu erfrieren). Aber ich muss zugeben, es hat sich wirklich gelohnt! Was für ein Anblick! Wunderschön, wie die Sonne hinter dem Uluru aufging und sich die Sonnenstrahlen nach und nach über das weite Land vortasteten. Die Farbe des Himmels war gigantisch. Diese Weite ohne Menschen (mal abgesehen von denen, die um uns herum standen), Autos und Häuser – nur der Uluru erhob sich über der Ebene. Aus der Ferne sah es aus, als hätte jemand einen Stolperstein in den Weg gelegt. Dieses Bild war schon spektakulär und sehr beeindruckend. Mal fühlte sich wie in eine andere Zeit versetzt. Der Großstadtlärm und die Hektik waren ganz weit weg. Die Ruhe wurde nur durchbrochen, als Tommi plötzlich ein Lied von „König der Löwen“ auf seinem Handy abgespielt hat, das aber wirklich gut zum Sonnenaufgang gepasst hat (siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=AI_t8FL0okw&feature=em-upload_owner). 😉

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Kata Tjuta

Wer von Euch denkt, wir hätten uns jetzt wieder schön hingelegt und weitergeschlafen, IMG_7538der irrt natürlich gewaltig. Jetzt ging unser Programm erst richtig los! Wir machten uns auf den Weg zum rund 50km entfernten Kata Tjuta (The Olgas)-Gebirge. „Kata Tjuta“ heißt in der Sprache der Aborigines „Viele Köpfe“, denn das Massiv besteht aus 36 Felskuppeln – quasi den „Köpfen“. Durch Wind, Wasser, Hitze und Kälte wurde der einst zusammenhängende Sandsteinblock zerteilt, die IMG_7552Ecken abgerundet und so die Kuppeln erschaffen. Den Namen „Die Olgas“ gab ihnen der „Entdecker“ Ernest Giles im Jahre 1873 in Erinnerung an eine württembergische Königin. In den tiefen Schluchten sammelte sich Feuchtigkeit an, so dass es dort aussieht wie in einer Oase. Diese üppige Vegetation stammt aus einer Zeit, als das Zentrum von Australien noch nicht ausgetrocknet war. Mitten zwischen den Felsen wachsen viele Bäume und Pflanzen und es leben dort scheinbar auch viele Tiere. Das erwartet man in dieser Gegend wirklich nicht – so viel Grün! Es sah echt aus wie bei einer Oase in der Wüste. Die Kata Tjutas sind für die Aborigines genau wie der Uluru heiliges Land. Zusammen mit James erkundeten wir einen Teil des Gebirges, wobei es oft ganz schön steil hoch und runter ging. Er machte uns aber folgendes klar: „Take nothing but pictures, leave nothing behind but footprints“ („Nehmt nichts mit außer Fotos und hinterlasst nichts außer Fußabdrücke“).  Besonders bei einem „Weg“ musste IMG_7542man höllisch aufpassen, dass man nicht hinfällt, weil wir über tausende verschieden großer Steine liefen. James legte Wert darauf, dass wir mindestens zwei Liter Wasser dabei hatten, weil man im Outback schnell dehydriert und viel Flüssigkeit zu sich nehmen muss. Den zweiten Teil der Strecke IMG_7543sollten wir dann alleine weitergehen, aber mindestens zu zweit (falls etwas passiert, kann der andere Hilfe holen). Irgendwie landeten Sophie und ich dann weit hinten und hatten den Eindruck, alle andere wären schon längst beim Bus. Schade war nur, dass wir uns nicht Zeit lassen und in unserem eigenen Tempo laufen konnten, denn wir sollten in einer IMG_7590vorgegebenen Zeit wieder alle versammelt sein. Da wir aber die Entfernung natürlich nicht einschätzen konnten, mussten wir uns etwas beeilen. Anschließend aßen wir Kamelburger, die gut schmeckten – ehrlich gesagt merkte man beim Essen des Burgers aber gar nicht, ob es Rind- oder Kamelfleisch war. 😉 Was ich Euch noch gar nicht erzählt habe: In unserer Gruppe waren fast nur Studenten oder Leute im Alter zwischen 20 und 35 Jahren – außer eine Rentnerin aus Neuseeland. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher wie sie hieß, aber ich glaube ihr Name war Jane. Auf jeden Fall integrierte sie sich sehr gut in unsere Gruppe und war richtig fit. Sie hatte trainiertere Beine als wir und macht einscheinend öfter solche Touren.

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Video von unserer Wanderung im Kata Tjuta-Gebirge: https://www.youtube.com/watch?v=Rh3rLXIEoNk&feature=em-upload_owner

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Hoch leben die Zelte!

Je später der Tag, desto mehr dachten Sophie und ich an die nächste Horror-Nacht im Swag. Als wir an der „Kings Creek Station“, einer Rinder- und Kamelfarm – die sich 36km vom Kings Canyon entfernt befindet, 1981 gegründet wurde, der IMG_7603größte Exportteur wilder Kamele in Australien ist und über die schon zig Dokumentationen gedreht worden sind – ankamen, erlebten wir unser blaues Wunder: Dort standen Zelte! Zelte! Ungläubig fragten wir James, ob wir dort übernachten würden. IMG_7604Wir trauten unseren Ohren kaum: Wir durften doch wirklich in den Zelten schlafen! Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal so über Zelte freuen würde! Sie kamen uns vor wie eine Suite im 5-Sterne-Hotel. Man hätte uns keine größere Freude machen können. Übermütig richteten wir uns in unserem Zelt „häuslich“ ein. Uns war egal, dass die zwei Matratzen, die auf den Bettgestellen lagen, sicher schon 30 Jahre alt und abgewetzt waren. Wir übersahen das IMG_7606benutzte Taschentuch, das auf dem kleinen Beistelltisch lag. Wir störten uns nicht an der Tatsache, dass man unser Zelt vorne nicht ganz schließen konnte. Das einzig Wichtige war, wir mussten nicht mehr auf dem Boden in der Kälte schlafen. Foto 1-1Wir hatten wieder ein „Dach“ über dem Kopf. Herrlich. Im Outback lernt man, sich wieder über die kleinen Dinge zu freuen. Ein Zelt – Juhu! Nach der -3-Grad Horrornacht kann ich nun überall schlafen. Die beiden Jungs hatten sich übrigens das Zelt neben uns gesichert. Erst beschwerten wir uns zwar, weil man deren Zelt vorne schließen konnte. David brachte uns aber dann dazu, bei unserem Domizil zu bleiben: Denn in ihrem Zelt war hinten ein großes Loch. 😉 Sophie und ich richteten uns also gemütlich ein. Legten unsere Swags auf die Matratzen, dann die Schlafsäcke und dachten nicht daran, wie viele Leute schon darin gelegen hatten. Unsere Freude konnte heute eh nichts mehr trüben.

Dingogeheul und Sternschnuppen

Fröhlich duschten wir, aßen das von James gekochte Essen und setzten uns mit denIMG_7636 anderen ums Lagerfeuer. Unsere Gruppe IMG_7633war sehr nett und wir verstanden uns alle ganz gut – nur eine Amerikanerin war etwas nervig. Einige waren auch Deutsche, da aber jeder miteinander Englisch sprach, fanden wir das manchmal erst nach einer Weile heraus. Schon komisch, wenn zwei Deutsche sich erst lange auf Englisch unterhalten bis beide merken, dass sie eigentlich eine gemeinsame Muttersprache haben. 😉 An diesem Abend konnte ich auch das erste Mal den Sternenhimmel in Ruhe bewundern. So weit draußen – ohne die Lichter einer Stadt – sieht man so viele Sterne, wirklich atemberaubend! Tatsächlich haben wir auch Sternschnuppen gesehen und ich habe mir fest etwas gewünscht. Aus dem Dunkeln heulten Dingos, während wir in die Sterne blickten. Erschöpft von so vielen neuen Eindrücken und warm eingepackt krochen wir dann in unsere Swags. Ich habe mich gefühlt, als ob ich in einem Himmelbett liege und bin sofort eingechlafen. Die Nacht war an sich schon wärmer als die zuvor und in unserem Zelt war die Temperatur auch angenehm – ich hatte schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Man schätzt ein „Bett“ erst, wenn man mal bei Eiseskälte draußen auf dem Boden genächtigt hat. Es lebe die Kings Creek Cattle Station!

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Die Sternenhimmelblder hat einer der Koreaner gemacht, der eine super Kamera dabei hatte. Solche Bilder habe ich mit meiner leider nicht hinbekommen.

Die Bilder vom Sternenhimmel hat einer der Koreaner gemacht, der eine super Kamera dabei hatte. Solche Bilder habe ich mit meiner leider nicht hinbekommen.

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Western Australia – Tag 4: Allerlei Gaumenfreuden

10. Mai 2015 at 20:39

Posted from Perth, Western Australia, Australia.

Auch an meinem letzten Tag hatte die Steffi noch einen schönen und vor allem kulinarischen Ausflug für uns geplant – es ging ins Swan Valley, das Tal des Swan Rivers am Rande der Darling Range. Auf beiden Seiten des Flusses wird seit mehr als 150 Jahren Wein angebaut und die rund 40 Weingüter sind für Proben und Verkauf geöffnet. Es erwarteten uns einige Gaumenfreuden. 🙂 Unser erster Stopp war „Sandalford Wines“. Das Weingut machte einen guten Eindruck und wir waren erstaunt, welche berühmten Künstler dort schon aufgetreten sind.

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In der „Margret River Chocolate Factory“ probierten wir die kostenlosen Schokoladentalern und waren erstaunt, in welchen Formen und Variationen es Schokolade zu kaufen gibt. Für zwei Freundinnen erstand ich dort ein Schokoladen-Massageöl, mal etwas ganz anderes. Nebenan testeten wir die exotischsten Marmeladensorten – am ungewöhnlichsten war die Zwiebelmarmelade! 😉

Die Zwiebelmarmelade war gewöhnungsbedürftig ;-)

Die Zwiebelmarmelade war gewöhnungsbedürftig 😉

Wein, Schokolade, Marmelade und wieder Wein. 🙂 Beim Weingut „Lancaster Wines“ probierte ich Weißwein, Rosé und IMG_7137etwas Käse – lecker! Was fehlte noch für einen gelungenen Tag? IMG_7136Natürlich Eiscreme! 🙂 Bei „Oggies Ice Cream Cafe“ durften wir auch erst verschiedene Sorten testen und teilten uns dann eine Kugel Mascarpone und Karamell. Zwischen all den Schmankerln schauten wir uns auch die älteste Kirche von Western Australia an – dem Geburtsort der „Swan River Kolonie“ (dem heutigen Perth). Dort hatte Kapitän James Stirling 1827 sein Lager aufgeschlagen. Wein, Schokolade, Marmelade, Eiscreme, Kirche – eine interessante Kombination.

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IMG_7154Unsere kulinarische Reise endete doch tatsächlich IMG_7158mit Bier, wer hätte das bei mir gedacht?! 😉 Denn unser Mittagessen ließen wir uns in einer Brauerei schmecken und ich trank doch wirklich ein kleines Bier. Na ja, zugegeben, es war ein Bier mit Wassermelonen-Geschmack (schmeckte eher wie Limo, also genau mein Ding). Die Steffi entschied sich dagegen für ein Weißbier.

Was für ein schöner Abschluss eines perfekten Wochenendes! Am Nachmittag brachte mich die Steffi wieder zum Flughafen und aufgrund einer eineinhalbstündigen Verspätung landete ich erst nach Mitternacht wieder in Melbourne.

Steffi, vielen lieben Dank nochmal für dieses super Wochenende!

Western Australia – Tag 3: Sandboarden, Hummer und Pinnacles

10. Mai 2015 at 18:06

Posted from Cervantes, Western Australia, Australia.

IMG_6993Heute hieß es raus aus der Großstadt und rein in die Natur! IMG_1270Zusammen mit den zwei Amerikanerinnen Erin und Maria, die die Steffi von anderen Ausflügen kannte, erkundeten wir mit einem Mietauto den Norden von Perth. Nach eineinhalb Stunden Fahrt erwartete uns das erste Highlight des Tages: SANDBOARDEN!!! In Lancelin liehen wir uns zwei Bretter aus und machten uns auf zu den Dünen. Da der Himmel etwas bedeckt war, hatte wir die Dünen fast für uns und mussten sie nur mit ein paar anderen Touristen, einigen Quad- und Motocrossfahrern teilen. Es sah fast aus wie eine Mondlandschaft. Abwechselnd setzten wir uns auf die Boards und rasten die Sanddünen hinunter. Das war ein Spaß! Das anschließende Hochlaufen im Sand war allerdings richtig anstrengend, so dass wir nach einigen Runden echt geschafft waren. Unsere amerikanischen Mitfahrerinnen konnten sich nicht ganz so für dieses Vergnügen begeistern wie wir, aber der Stopp hatte sich auf jeden Fall gelohnt. So etwas möchte ich gern irgendwann nochmal machen. Sandboarden kann ich jedem nur empfehlen! 🙂

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Ein kurzes Video vom Sandboarden:

https://www.youtube.com/watch?v=-0JSMr-RtdU&feature=em-upload_owner

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Hummer zum Lunch

Dann war es auch schon Zeit fürs Mittagessen. Ratet mal, was haben wir uns schmecken lassen? Hummer! 😉 Das hättet Ihr IMG_7002nicht gedacht, oder? Ich auf jeden Fall nicht. Ich bin ja kein großer Fan von Fisch und Meeresfrüchten, aber wenn man schon mal an einer Hummerfarm vorbeifährt, sollte man wenigstens IMG_7001probieren. Steffi und ich teilten uns einen gegrillten Hummer, denn wir mussten die Zeit überbrücken bis das nächste Boot ankam und wir die frisch gefangenen Hummer auf der Farm anschauen konnten. Uns beiden schmeckte der Hummer nicht so, aber jetzt konnten wir wenigstens mitreden. Nachdem wir einen kurzen Infofilm über die Farm gesehen hatten, schauten wir uns die einzelnen Hummerstationen ausgerüstet mit einem Audio-Guide an. Wir erfuhren, dass die Hummer erst gewogen, dann registriert IMG_1311und nach Größe und Gewicht (von 350Gramm bis 2,5 kg) sortiert werden. Dann verbringen die Hummer mindestens drei Tage in Metallbottichen bis sie lebend weiterverschickt werden. Bis zu 20.000 Kilo lebender Hummer kann so im „Lobster Shack“ gelagert werden. Damit die Hummer während ihres „Aufenthaltes“ dort alle Nährstoffe erhalten, wird pro Sekunde 200 Liter Meerwasser in die „Käfige“ gepumpt. Per Audioguide lernten wir auch, dass es regional unterschiedliche Geschmäcker bezüglich der Größe und des Gewichts der Hummer gibt. Irgendwie hatte ich aber auch Mitleid mit den armen Tierchen, die in engen Käfigen zusammengepfercht auf ihren Abtransport warteten. Ob das wirklich artgerecht ist, bezweifle ich.

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Das kulinarische Testwochenende ging weiter: Erst Krokodil, Känguru, Emu und Kamel – und jetzt Hummer!

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Wir lebens unseren Traum! Haha, genau, ich wollte schon immer mal wissen, wie sich ein Hummer im Bikini fühlt… 😉

Die Pinnacles

Als wir unseren Rundgang beendet hatten, regnete es leider und wir konnte unseren Stopp am schönen Strand Jurien Bay IMG_7049gar nicht richtig genießen. Doch von ein bisschen Regen ließen IMG_7046wir uns den Spaß nicht verderben und freuten uns umso mehr, als wir beim „Känguru-Punkt“ etwa zehn Kängurus herumspringen sahen (Video von zwei Kängurus: https://www.youtube.com/watch?v=DR5NbfESUkg&feature=youtu.be). Um halb fünf erreichten wir dann das „Pinnacles Besucherzentrum“ im Nambung National Park. Die Pinnacles (Zinnen) sind tausende bizarre bis zu 5m hohe Kalksteinsäulen, die aus dem Sandsteinboden herauswachsen. Im Besucherzentrum erfuhren wir, dass der geologische Ursprung der Pinnacles höchst umstritten ist. Eine der Theorien ist, dass Wurzelsysteme ehemaliger Vegetation im Laufe von Jahrtausenden durch mineralhaltiges Wasser mit Kalkablagerungen überzogen und später vom Wind freigelegt wurden. Leider konnten wir uns nur 5 Minuten im Besucherzentrum umsehen, bevor es geschlossen hat. In dieser kurzen Zeit gelang es mir aber, einen kurzen Blick auf ein paar Infotafeln zu werfen, ein IMG_7084paar Bilder zu machen und für meine Eltern eine von lokalen Künstlern aus Metall geschmiedete Kängurufigur zu kaufen. 😉 Aber wer möchte schon viel Zeit in einem Besucherzentrum verbringen, wenn er das Original direkt vor der Tür hat?! Also, auf zu den Pinnacles! Die tausenden Steinskulpturen sahen wirklich unglaublich aus – die verschiedenen Formen und Höhen. Von weitem schaut IMG_7071es aus wie eine kleine Armee von Steinkriegern. 😉 Eigentlich wollten wir den Sonnenuntergang dort sehen, denn wenn das Licht auf die Steinformationen fällt, muss das toll aussehen. Leider hatte es angefangen zu regnen, aber auch so waren die Steinformationen beeindruckend und boten ein einzigartiges Bild. Wir liefen eine ganze Weile durch die Steine und später, als es dunkel war, fuhren wir auf dem 5km langen geschotterten Rundweg durch das Steinfeld. Die teils skurrilen Formen, der Regen, die Dunkelheit und die Tatsache, dass wir das einzige verbliebene Auto zu sein schienen – das war schon etwas gruselig. Steffi musste bei diesem ungemütlichen Wetter zurückfahren und brachte uns gegen 21 Uhr sicher zurück nach Perth. Was für ein ereignisreicher und unvergesslicher Tag!

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Video von den Pinnacles: https://www.youtube.com/watch?v=KP5P-UxHSaM&feature=youtu.be

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Video unserer Nachtfahrt: https://www.youtube.com/watch?v=csEa23BAwOg&feature=youtu.be

Western Australia – Tag 2: Die Glockenspieler vom Schwanenfluss

10. Mai 2015 at 14:57

Posted from Perth, Western Australia, Australia.

IMG_6778Zwei Sachen erstaunten mich am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Western Australia gleich am frühen Morgen: In dem Wohnviertel, in dem das Haus von Steffis Gastfamilie stand, hatte oftmals nur eine Straßenseite einen Bürgersteig. Und ich sollte mehr für mein Busticket bezahlen, eine so genannte „Farben-Gebühr“ sei fällig, weil ich einen bunten Schal trug. Haha, darauf fiel ich dann doch nicht rein – was für ein lustiger Busfahrer. 🙂 Erster netter Eindruck von Perth. In der Innenstadt schaute ich mir den „Bell Tower“ an (die Steffi wartete draußen, weil sie dort natürlich schon oft gewesen ist), der im Jahr 2000 zum Jahrtausendwechsel eröffnet wurde. Ich konnte mir nicht nur die Glocken durch das Glas ansehen, IMG_6796sondern auch einige professionelle Glockenspieler beim Läuten beobachten, denn die „Australian and New Zealand Bellringer Association“ war gerade zu Gast. Diese Betätigung war für mich völlig neu, deshalb schaute ich ihnen gespannt zu. Die Glocken zu läuten und zusammen eine bestimmte Melodie zu erzeugen, muss nicht einfach sein. Vom 82m hohen Bell Tower hat man einen tollen Blick auf den Fluss und einen Teil der Stadt. Auf der Aussichtsplattform unterhielt ich mich mit einer russischen Studentin, die dort als Aufsichtsperson arbeitete und mir begeistert von Perth erzählte. Zwölf der Glocken unterschiedlicher Größe stammen ursprünglich von einer Londoner Kirche und sechs weitere neue komplettierten „Swan Bells“.

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Government House

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Supreme Court

Anschließend zeigte mir Steffi die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, so liefen wir am Supreme Court, dem Government House, der Trinity Church und dem London Court vorbei und gingen dann ins Western Australia Museum und in die Art Gallery. Perth gefiel mir wirklich gut, mir kam die Stadt sehr grün, sauber und auch nicht so überfüllt vor. Der britische Einfluss zeigt sich in einigen Straßen deutlich. Allerdings hatte ich schon von einigen gehört, die eine zeitlang dort gelebt haben, dass man nach einer Weile alles gesehen hat und es einem irgendwann langweilig wird. Scheinbar gibt es dort nicht ständig ein Festival oder eine Veranstaltung wie in Melbourne. Ob die Stadtteile in Perth so vielfältig sind wie die in Melbourne, konnte ich nach der kurzen Zeit allerdings nicht beurteilen. Um Perth herum soll es auch sehr schöne Strände geben, da wir aber so viel vorhatten, mussten wir den Strandtag auf das nächste Mal verschieben. 😉

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Wie man hier sieht, springen Kängurus wirklich überall in Australien umher! 😉

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IMG_6898Kultur macht ja bekanntlich hungrig, deshalb IMG_6895stärkten wir uns zwischendurch bei der Restaurantkette „Outback Jacks“. Als Vorspeise probierten wir Krokodil- und Känguru-Spieße – das war das erste Mal, dass ich Krokodil gegessen habe. Es schmeckte sehr nach Hühnchen, aber wie ich später bei unserer Ostküstentour erfuhr, ist das auch kein Wunder, wenn die Krokodile auf den Farmen mit Hühnchen gefüttert werden. Als Hauptspeise bestellte sich die Steffi Kamel und ich mir ein Stückchen von einem Emu – natürlich probierten wir das jeweils andere. Das Emufleisch schmeckte ganz gut, aber das Kamel war mir zu fett. Emu aß ich während meiner Zeit in Australien nie wieder, aber im Outback sollte ich nochmal Kamel auf einem Burger serviert bekommen. Das war mal ein wirklich australisches Essen!

Die Vorspeise: Krokodil- und Känguruspieße

Die Vorspeise: Krokodil- und Känguruspieße

Steffi freute sich auf das Kamel und das australische Bier

Steffi freute sich auf das Kamel und das australische Bier

Wenn das Emu nur gewusst hätte, wo es einmal landet... ;-)

Wenn der Emu gewusst hätte, wo er einmal landet… 😉

Unsere Stadterkundung setzten wir gut gesättigt fort und schauten uns als nächstes die „Perth Mint“, die Münzprägeanstalt an.IMG_6907 Dort sollte das Gold veredelt und zu Münzen sowie Goldbarren verwandelt werden. Das Parlament von Western Australia war unser nächstes Ziel, das wir allerdings nur von außen anschauen konnten. Auf zur schönsten Parkanlage Perths – zum Kings Park. IMG_6942Der Park wurde schon 1872 angelegt und erstreckt sich über 400 ha. Es gibt dort einen Botanischen Garten, einen Tree Top Walk (dafür hatten wir leider keine Zeit) und eine moderne geschwungene Brücke aus Glas („Federation Walkway“). Vom „Legacy Lookout“, einem Aussichtspunkt mit Weltkriegsdenkmal, hat man einen super Blick auf die Skyline von Perth und den Swan River. Übrigens erhielt der „Swan River“ seinen Namen bereits 1697 vom holländischen Forschungsreisenden Willem de Vlamingh, der ihn nach den schwarzen Schwänen benannte, die er dort zu Tausenden beobachtete und die heute die Wappentiere von Western Australia sind. Im Kings Park posierte auch ein Kookaburra für uns, ein wirklich schöner australischer Vogel. Sein Markenzeichen ist sein Gesang, der wie lautes Gelächter klingt. Mit vielen anderen ließen wir uns dort nieder und schauten zu, wie die Stadt nach und nach beleuchtet wurde. Danach war es an der Zeit, das Perther Nachtleben zu testen bzw. die hiesigen Cocktails. Ich hatte schon öfter gehört, dass Perth sehr teuer sein soll, aber die beiden Bars, in denen wir waren, waren sogar billiger als die in Melbourne. Die Cocktails waren lecker und so machten wir uns nicht allzu spät auf den Heimweg, um am nächsten Morgen fit für unseren großen Tagesausflug zu sein.

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ein schöner Kookaburra

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Federation Walkway

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Koala-Krankenhaus und Weinsuche

28. Januar 2015 at 22:17

Posted from Port Macquarie, New South Wales, Australia.

Wir mussten weiter gen Süden und fuhren über Ballina, Grafton und Coffs Harbour nach Port Macquarie. Coffs Harbour ist übrigens keine Reise wert – die Gegend darum ist das größte Bananenanbaugebiet in Australien (also für mich als „Bananenliebhaberin“ – Vorsicht Ironie – auch nicht wirklich reizvoll), wir sind nur kurz durchgefahren und haben nichts wirklich Sehenswertes entdeckt. Die Stadt liegt 390km nördlich von Sydney und hat 45.000 Einwohner. Weil wir ja nie DSC01473genau wussten, wie weit wir am Tag kamen, kümmerten wir uns meist erst auf der Fahrt um die Unterkunft für die Nacht. Normalerweise klappte das auch ganz gut – nur in Byron Bay hatten wir bisher Schwierigkeiten gehabt. Doch Port Macquarie stellte unsere Nerven auf die Probe, denn keiner der Campingplätze auf unserer Liste hatte entweder noch Platz oder machte einen „Late-Check-In“. Weil die meisten Campingplätze zwischen 17 Uhr und 19 Uhr schließen, gibt es IMG_9231oft die Möglichkeit des „Late-Check-Ins“. Man zahlt per Kreditkarte und erhält den Code für die Schranke, den Plan des Campingplatzes mit der Parkplatznummer und die Schlüssel/Codes für die Toiletten per Briefumschlag irgendwo hinterlegt. Glücklicherweise fanden wir am Ende doch noch einen, der Erbarmen mit uns hatte und uns den Late-Check-In ermöglichte. Wir erreichten die Anlage erst um 21 Uhr und waren so hungrig. Aber als wir den Grill endlich zum Laufen brachten, kam die nächste Überraschung: Das Licht an der Grillecke geht immer schon um 22 Uhr aus – wie uns ein kanadisches Pärchen erzählte, das am Nebentisch saß und seine Bilder am Laptop ordnete. Gut, dass der Flo seine Taschenlampe dabei hatte, so aßen wir nicht im Kerzen-, aber im Taschenlampenschein unser spätes Abendessen. 😉

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200 bis 300 „Patienten“ pro Jahr

Am nächsten Morgen schauten wir uns das (unserer Meinung nach einzige) Highlight der Stadt an – das IMG_9250Koala Hospital. Das IMG_9243Koala Krankenhaus wird seit 1975 von der „Koala Preservation Society of New South Wales“ betrieben, die sich für den Schutz wildlebender Koalas einsetzt. Im Hospital, in dem fast ausschließlich Freiwillige arbeiten, werden jedes Jahr zwischen 200 und 300 Koalas gepflegt und medizinisch versorgt, um sie dann wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszusetzen. Außerdem forschen dort auch Studenten im Auftrag zweier Unis zu Koala-Krankheiten. Manche Koalas sind aber „Dauergäste“, weil sie in der Natur nicht mehr alleine überleben könnten. Viele Tiere wurden von Buschfeuern verletzt, von Hunden angegriffen oder von Autos angefahren. An den Gehegen der Koalas hängen Schilder mit Informationen zum Namen, Alter, Art der Verletzung, Behandlung, etc.. Der Eintritt war frei und so schauten wir uns in Ruhe die „Patienten“ an, soweit wir sie in den Bäumen finden konnten und lasen die zahlreichen Infotafeln zur Geschichte des Hospitals. In einen Behandlungsraum konnte man sogar von außen hereinschauen – gerade fand dort aber keine Untersuchung statt. Der Besuch bei den süßen Patienten war richtig interessant und allein deswegen hat sich der Stopp in Port Macquarie gelohnt.

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Auf der Suche nach dem Wein

Danach ging es weiter über Forster und Newcastle ins Hunter Valley. Forster und Newcastle sind in etwa so spannend wie Coffs Harbour, also hielten wir uns nicht lange dort auf – Zeit für einen längeren Aufenthalt hatten wir sowieso nicht. 🙂 Wir stoppten zwischen Forster und Newcastle an einem traumhaften Strand, an dem wieder mal außer uns keine Menschenseele war.

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IMG_9337Im Hunter Valley angekommen, einem bekannten IMG_9352Weinanbaugebiet etwa 120km von Sydney entfernt, machten wir uns erstmal auf die Suche nach den Weinreben. Das ist kein Witz. Wir fuhren eine ganze Weile durch kleine Orte bis wir irgendwann die ersten Weinreben sahen. Es ist wirklich eine sehr schöne Gegend, nur leider hatten die Weingüter schon zu, als wir dort ankamen. Mit gutem Wein deckten wir uns dann im „Bottle Shop“ ein. Der Verkäufer war total begeistert, als er hörte, dass wir aus Deutschland kommen, denn er liebt deutsche Weine – besonders den Riesling. Er fand uns so sympathisch, dass er uns eine Flasche Wein sogar schenkte. 🙂 So ließen wir den Abend mit einem guten Tropfen auf unserem Campingplatz – unser Juicy stand direkt neben Weinreben – ausklingen. So lässt es sich leben. 😉 Das Hunter Valley hielt für uns neben einem guten Wein auch noch eine Sternschnuppe bereit.

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„Auf den Spuren der Vergangenheit: Zum Goldrausch live in Sovereign Hill“ – Mein Artikel für „Deutsche in Melbourne“

12. September 2014 at 16:49

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Hallo Ihr Lieben,

über meinen Ausflug nach Sovereign Hill habe ich auch einen Artikel für „Deutsche in Melbourne“ geschrieben:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/973-sovereign-hill-ballarat-melbourne-2014.html

Viel Spaß beim Lesen und liebste Grüße in die Heimat!

“Wir verdienten unser Geld als Maskottchen” – Mein Interview für das „Weltreisemagazin“

24. August 2014 at 15:25

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

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Da alle guten Dinge ja bekanntlich drei sind, hier noch der Link zu einem Interview, das ich mit zwei Jungs geführt habe, die ihre Australienreise teilweise mit der Arbeit als Maskottchen verdient haben:

http://weltreiseforum.com/blog/maskottchen/

Ich freue mich über „Likes“ und Kommentare! 🙂

P.S. Die Toffifee-Packung sieht leer sehr traurig aus…. 😉

Au Pair-Artikel für „Deutsche in Melbourne“

16. Juli 2014 at 15:18

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Für „Deutsche in Melbourne“ habe ich einen Artikel über das Au Pair-Dasein geschrieben und dafür drei Au Pairs interviewt:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/945-deutsche-au-pair-melbourne-2014.html

Viel Spaß beim Lesen! 🙂