Koala-Krankenhaus und Weinsuche

28. Januar 2015 at 22:17

Posted from Port Macquarie, New South Wales, Australia.

Wir mussten weiter gen Süden und fuhren über Ballina, Grafton und Coffs Harbour nach Port Macquarie. Coffs Harbour ist übrigens keine Reise wert – die Gegend darum ist das größte Bananenanbaugebiet in Australien (also für mich als „Bananenliebhaberin“ – Vorsicht Ironie – auch nicht wirklich reizvoll), wir sind nur kurz durchgefahren und haben nichts wirklich Sehenswertes entdeckt. Die Stadt liegt 390km nördlich von Sydney und hat 45.000 Einwohner. Weil wir ja nie DSC01473genau wussten, wie weit wir am Tag kamen, kümmerten wir uns meist erst auf der Fahrt um die Unterkunft für die Nacht. Normalerweise klappte das auch ganz gut – nur in Byron Bay hatten wir bisher Schwierigkeiten gehabt. Doch Port Macquarie stellte unsere Nerven auf die Probe, denn keiner der Campingplätze auf unserer Liste hatte entweder noch Platz oder machte einen „Late-Check-In“. Weil die meisten Campingplätze zwischen 17 Uhr und 19 Uhr schließen, gibt es IMG_9231oft die Möglichkeit des „Late-Check-Ins“. Man zahlt per Kreditkarte und erhält den Code für die Schranke, den Plan des Campingplatzes mit der Parkplatznummer und die Schlüssel/Codes für die Toiletten per Briefumschlag irgendwo hinterlegt. Glücklicherweise fanden wir am Ende doch noch einen, der Erbarmen mit uns hatte und uns den Late-Check-In ermöglichte. Wir erreichten die Anlage erst um 21 Uhr und waren so hungrig. Aber als wir den Grill endlich zum Laufen brachten, kam die nächste Überraschung: Das Licht an der Grillecke geht immer schon um 22 Uhr aus – wie uns ein kanadisches Pärchen erzählte, das am Nebentisch saß und seine Bilder am Laptop ordnete. Gut, dass der Flo seine Taschenlampe dabei hatte, so aßen wir nicht im Kerzen-, aber im Taschenlampenschein unser spätes Abendessen. 😉

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200 bis 300 „Patienten“ pro Jahr

Am nächsten Morgen schauten wir uns das (unserer Meinung nach einzige) Highlight der Stadt an – das IMG_9250Koala Hospital. Das IMG_9243Koala Krankenhaus wird seit 1975 von der „Koala Preservation Society of New South Wales“ betrieben, die sich für den Schutz wildlebender Koalas einsetzt. Im Hospital, in dem fast ausschließlich Freiwillige arbeiten, werden jedes Jahr zwischen 200 und 300 Koalas gepflegt und medizinisch versorgt, um sie dann wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszusetzen. Außerdem forschen dort auch Studenten im Auftrag zweier Unis zu Koala-Krankheiten. Manche Koalas sind aber „Dauergäste“, weil sie in der Natur nicht mehr alleine überleben könnten. Viele Tiere wurden von Buschfeuern verletzt, von Hunden angegriffen oder von Autos angefahren. An den Gehegen der Koalas hängen Schilder mit Informationen zum Namen, Alter, Art der Verletzung, Behandlung, etc.. Der Eintritt war frei und so schauten wir uns in Ruhe die „Patienten“ an, soweit wir sie in den Bäumen finden konnten und lasen die zahlreichen Infotafeln zur Geschichte des Hospitals. In einen Behandlungsraum konnte man sogar von außen hereinschauen – gerade fand dort aber keine Untersuchung statt. Der Besuch bei den süßen Patienten war richtig interessant und allein deswegen hat sich der Stopp in Port Macquarie gelohnt.

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Auf der Suche nach dem Wein

Danach ging es weiter über Forster und Newcastle ins Hunter Valley. Forster und Newcastle sind in etwa so spannend wie Coffs Harbour, also hielten wir uns nicht lange dort auf – Zeit für einen längeren Aufenthalt hatten wir sowieso nicht. 🙂 Wir stoppten zwischen Forster und Newcastle an einem traumhaften Strand, an dem wieder mal außer uns keine Menschenseele war.

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IMG_9337Im Hunter Valley angekommen, einem bekannten IMG_9352Weinanbaugebiet etwa 120km von Sydney entfernt, machten wir uns erstmal auf die Suche nach den Weinreben. Das ist kein Witz. Wir fuhren eine ganze Weile durch kleine Orte bis wir irgendwann die ersten Weinreben sahen. Es ist wirklich eine sehr schöne Gegend, nur leider hatten die Weingüter schon zu, als wir dort ankamen. Mit gutem Wein deckten wir uns dann im „Bottle Shop“ ein. Der Verkäufer war total begeistert, als er hörte, dass wir aus Deutschland kommen, denn er liebt deutsche Weine – besonders den Riesling. Er fand uns so sympathisch, dass er uns eine Flasche Wein sogar schenkte. 🙂 So ließen wir den Abend mit einem guten Tropfen auf unserem Campingplatz – unser Juicy stand direkt neben Weinreben – ausklingen. So lässt es sich leben. 😉 Das Hunter Valley hielt für uns neben einem guten Wein auch noch eine Sternschnuppe bereit.

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