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Ankunft in der lebenswertesten Stadt der Welt

25. Januar 2014 at 4:15

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

So ungern ich auch Sydney verließ, so freute ich mich doch auch sehr auf MELBOURNE!!! Kurz ein paar Fakten zur Stadt: Melbourne liegt etwa 700km von Sydney entfernt im Bundesstaat Victoria im Südosten Australiens. Mit ungefähr 4,2 Millionen Einwohnern ist sie nach Sydney die zweitgrößte Stadt des Kontinents und wurde in den Jahren 2002, 2004, 2005, 2011 und 2012 zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Das hörte sich doch schon mal ganz gut an, oder?! Man hatte mir erzählt, dass man Sydney eher mit New York (unter anderem wegen der vielen bekannten Sehenswürdigkeiten) und Melbourne eher mit London (unter anderem wegen des großen Kulturangebots und dem europäischeren Stadtbild) vergleichen kann. Davon wollte ich mich natürlich selbst überzeugen!

Am Flughafen von Sydney konnte ich erstmal sehen, dass der Beruf des Bodenpersonals (zumindest in Australien) keine große Zukunft zu haben scheint, denn der komplette Check-in – auch der des Koffers – war den Passagieren überlassen. Man sah fast keine Mitarbeiter. Nachdem ich also meinen Pass gescannt und die Bordkarte ausgedruckt hatte, durfte ich meinen Koffer auf ein Band wuchten, wurde vom Computer darauf hingewiesen, dass er unter „Schwergepäck“ (hallo, sind doch nur 28 kg gewesen! :-)) läuft, musste verschiedene Aufkleber auf den Koffer kleben und mich dann zur Sicherheitskontrolle anstellen. Ich hatte schon damit gerechnet, dass man dort von Computern abgescannt wird, aber nein – es standen dort tatsächlich die letzten noch verbliebenen Mitarbeiter des Flughafens und schauten sich den Inhalt meines Handgepäcks an! Nachdem ich die Kontrolle passieren durfte, musste ich also nur noch in mein Flugzeug steigen (das hoffentlich von echten Menschen geflogen wird). Im Warteraum neben mir saß übrigens eine chinesische Familie, die wirklich eine solch riesige Auswahl an Essen dabei hatte, die für ein halbes Restaurant gereicht hätte. Morgens halb zehn in Sydney… Wenn der kleine Hunger kommt… 🙂

Der Flug ist ziemlich schnell rumgegangen – dauerte nur etwas über eine Stunde – und schon war ich in MELBOURNE! Am Gepäckband hatte mich Rachel mit ihrem 5-jährigen Sohn Tristan auch schon entdeckt, bei denen ich die nächsten Monate Au Pair sein werde. Es ist wirklich komisch, dass die Abholenden direkt zum Gepäckband dürfen, denn da könnte ja jeder einfach einen Koffer mitnehmen! So etwas hatte ich auch noch nie gesehen. Am Anfang war der Tristan noch etwas schüchtern, versteckte sich hinter seiner Mutter, aber das legte sIMG_3392ich dann schnell. Sofort nach meiner Ankunft sah ich auch, was Globalisierung bedeutet: denn wir fuhren zum ALDI einkaufen! Die Gebrüder Albrecht sind hier sehr erfolgreich und haben ihr Sortiment zwar etwas an den australischen Geschmack angepasst, aber es gibt auch einige Produkte, die wir aus Deutschland kennen, wie zum Beispiel Knoppers! 😉  IMG_3310Nachdem wir nach dem Einkaufen meinen Koffer mit vereinten Kräften in den ersten Stock getragen hatten (es gibt keinen Aufzug), fuhren wir zum Entenfüttern an einen See. Besser gesagt, der Tristan und ich fütterten die Enten und gingen auf den Spielplatz, während die Rachel um den See joggte (sie trainiert für einen Triathlon). Wenn man umringt ist von schnatternden und um Essen bettelnden Tieren, schweißt das natürlich zusammen und das Eis zwischen Tristan und mir war so gut wie gebrochen.

Rachel und Tristan leben in Southbank, direkt im Zentrum von Melbourne in einem schönen Apartmentkomplex mit Pool, Fitnessstudio und Tennisplatz. Mein Zimmer ist auch sehr gemütlich und hell. Am Nachmittag bekamen wir dann noch Besuch von Rachels Freundin Barbara, einer sehr netten und lustigen Neuseeländerin, mit der wir ein Barbecue machten und Sekt tranken. Noch hatte ich nicht viel von Melbourne gesehen und ahnte auch noch nicht, wie zentral wir eigentlich wohnten, aber das sollte ich in den nächsten Tagen alles entdecken. Jetzt hieß es erst einmal ankommen und auspacken.

Die ersten Eindrücke von Melbourne:

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Bye, bye Sydney!

24. Januar 2014 at 14:27

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

Die Zeigt in Sydney verging so schnell und schon war mein letzter Tag in dieser tollen Stadt gekommen – nach wunderschönen, ereignisreichen und interessanten zehn Tagen musste ich Sydney dann „Tschüß“ sagen. Nachdem ich ein Konto bei einer australischen Bank eröffnet hatte und noch ein letztes Mal quer durch die Stadt gelaufen bin, fuhr ich zur Kerstin nach Kirribilli. Denn von ihrer Dachterrasse aus hatte man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Sydney. Das musste ich einfach gesehen haben!

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Anschließend sind wir noch mit anderen Deutschen in eine Bar gegangen und ich musste mich schon recht früh von ihnen verabschieden, weil ich noch packen musste. Am nächsten Tag stand um 7 Uhr früh schon mein Taxi vor der Tür, das mich zum Flughafen brachte (und mich etwa 20 Dollar weniger kostete als bei der Hinfahrt).

Tschüß Sydney, schön war´s!

Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!!

(und nicht nur, weil mein Rückflug von Sydney aus geht! :-))

Einmal über die Harbour Bridge laufen

23. Januar 2014 at 12:51

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

In Bondi Beach gesurft, den Wunschbaum im Botanischen Garten umrundet, eine nackte Frau im Opernhaus gesehen, über das Schicksal des Tasmanischen Teufels aufgeklärt worden – was fehlt denn da noch in Sydney? 🙂 Ach ja, einmal über die weltbekannte Harbour Bridge laufen.

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Die Sydney Harbour Bridge stellt die Hauptverbindung zwischen der Nord- und Südküste Sydneys über den Hafen dar und wurde am 19. März 1932 nach neunjähriger Bauzeit eröffnet. Sie ist 1.149 m lang und 134 m hoch. Insgesamt wurden 52.800 Tonnen Stahl verbaut, so dass die Brücke eine der schwersten Bogenbrücken der Welt ist. Interessant ist, dass die zwei Pfeiler auf jeder Seite nur Dekoration sind bzw. ein Museum beherbergen, da die Brücke in Wirklichkeit von riesigen Fundamentblöcken getragen wird. Den Anstrich der Brücke zu erneuern dauert etwa zehn Jahre! Wenn man keine Höhenangst hat und es einem 200-300 Dollar wert ist, kann man auch auf den Brückenbogen klettern.

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Regina und ich entschieden uns für die wenig spektakuläre und auch billigere Alternative und liefen einmal über die Brücke. Eigentlich wollten wir auch in das Museum in den Pfeilern, aber irgendwie haben wir den Eingang nicht gefunden. Vielleicht waren wir auch zu abgelenkt von der tollen Aussicht auf so manches Dach eines Wohnhauses und natürlich auf die Oper, von der wir weitere Bilder aus einer uns noch fehlenden Perspektive machten. 🙂 Übrigens stehen auf der Brücke Sicherheitsmänner herum, die aufpassen, dass nichts passiert.

Zwar hat man eine tolle Aussicht über den Hafen von Sydney, aber ehrlich gesagt gibt es schönere Wege, als direkt neben hunderten von Autos über eine Brücke zu laufen. Aber jetzt bin ich also auch einmal über die berühmte Harbour Bridge gelaufen. 🙂

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Harry´s Café de Wheels

22. Januar 2014 at 23:52

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

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Kultur macht ja bekanntlich hungrig. Also machten sich Regina und ich nach meiner Opernführung auf, „Harry´s Café de Wheels“ zu finden. Das erste Mal habe ich darüber in dem Buch „Das große Los“ von Meike Winnemuth gelesen. Das „Café“ ist eigentlich ein Imbissstand, der vor allem für seine Pies und Hot Dogs berühmt ist. Schon in den späten 1930er Jahren eröffnete Harry Edwards einen Imbisswagen and machte sich damit in Sydney schnell einen Namen. Während des Zweiten Weltkrieges diente er in der Army und als er 1945 nach Sydney zurückkehrte, machte er seinen Imbisswagen wieder auf. Der Name „Café de Wheels“ (Café auf Rädern) kommt daher, dass der damalige Stadtrat darauf bestand, dass sich ein mobiler Imbisswagen mindestens 12 Inches (etwa 30 cm) am Tag bewegen muss. Da Harry dieser Auflage nachkam, änderte sich der Name in „Harry´s Café de Wheels“ – vorher his es nur „Harry´s“. Harry hat den Imbiss über 30 Jahre lang geführt und verkaufte ihn 1975 an Alex Kuronya. Übrigens ist das „Cafe“ eigentlich eine alte Straßenbahn, die früher zwischen Sydney und Bondi fuhr!

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An dem Imbiss hat schon allerlei Prominenz gegessen, so sieht man zum Beispiel Bilder von Pamela Anderson oder der Filmcrew von „American Pie“. Außerdem ließen sich schon Frank Sinatra, Robert Mitchum, Marelene Dietrich, Kerry Packer, Russell Crowe, Kevin Costner, Brook Shields, Olivia Newton-John, Jerry Lewis und Billy Crystal die Pies und Würstchen schmecken. In den 1970ern hat Elton John sogar mal eine Pressekonferenz aus dem „Harry´s“ abgehalten!´und 1991 hat Rupert Murdoch Pies (Pasteten) per Schiff zu einer Oscarparty nach Los Angeles bringen lassen, die Australien als Motto hatte!

Tja, nun wird bald ein weiteres Bild in der Stargalerie am Imbisswagen hängen, denn nun haben auch Regina und ich dort gegessen! 🙂 Wir hatten uns allerdings nicht für einen Pie, sondern für einen Hot Dog – einen „Hot Dog de Wheels“ – entschieden. Der beinhaltet – neben dem obligatorischen Würstchen – Erbsenpüree, Chill con Carne, Knoblauchzwiebeln, Käse und eigentlich noch Chilli Sauce (auf die habe ich in weiser Voraussicht verzichtet, denn er war schon ohne die Sauce ordentlich scharf). Der Hot Dog hat wirklich gut geschmeckt und nach der Portion war man wirklich satt!

So, Harry, gut war´s und das nächste Mal probiere ich auch wirklich einen Pie! 😉

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Mangelhafte Skizzen, 102 Millionen Dollar und ein Architekt wirft das Handtuch – das Opernhaus in Sydney

22. Januar 2014 at 22:48

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

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Nachdem ich etwa 5.000 Bilder von allen erdenklichen Seiten des Opernhauses gemacht hatte, war es an der Zeit, das Wahrzeichen Sydneys mal von innen anzuschauen. 🙂 Schön ist, dass es dreimal die Woche sogar Führungen auf Deutsch gibt. Der Rundgang dauert eine Stunde und ist mit 35 Dollar (etwa 23 Euro) nicht gerade billig. Da wir uns von den Erdmännchen im Zoo nicht losreißen konnten, kam ich gerade so pünktlich zur Führung, musste aber von der Fähre zum Opernhaus rennen. Kaum in Australien, schon war´s das also mit der deutschen Pünktlichkeit. Wir bekamen alle Headsets und los ging es.

IMG_3149Mit 1800 Auftritten und Konzerten, mit 1.4 Millionen Zuschauern und 8.2 Millionen Touristen, die jährlich an einer Führung teilnehmen, ist das Opernhaus das wichtigste Performance- und Kunstzentrum Australiens. Im letzten Jahr feierte es seinen 40. Geburtstag, denn es wurde im Oktober 1973 eröffnet. Die erste und einzige Veränderung an dem Gebäude wurde im Jahre 2006 vorgenommen – es bekam eine neue Fensterfront. In dem Opernhaus selber gibt es sechs Aufführungsorte. Wir wurden zuerst ins „Studio“ geführt (man darf in den einzelnen Räumen keine Bilder machen – warum auch immer), in dem 220 bis 350 Plätze untergebracht werden können. In dem Raum war früher die Bibliothek und eigentlich sollte er als Schacht für die Bühne genutzt werden, um die Kulissen nach oben und nach unten zu fahren. Dort hat zum Beispiel schon die Band „Coldplay“ ihre Studioaufnahmen gemacht. Das „Drama Theater“ dagegen besteht aus 544 Plätzen und wird an „performing arts companies“ vermietet. Einige berühmte Schauspieler traten in ihren Anfangsjahren hier auf, wie beispielsweise Mel Gibson und Nicole Kidmann, die in jungen Jahren angeblich im Sydney Opera House Programmhefte verteilt hat. Insgesamt haben im Opernhaus 5000 Besucher Platz! Im nördlichen Foyer der Konzerthalle liegt ein lila Teppich, der aufgrund der warmen und königlichen Farbe gewählt wurde und mir persönlich sehr gut gefällt. Pavarotti war davon allerdings nicht  begeistert, als er im Rahmen eines Fotoshootings darauf posieren sollte. Er weigerte sich, den Teppich zu betreten, weil die Farbe Lila im italienischen Theater Unglück bringt! Erst als man ins Operntheater umzog, wo ein roter Teppich lag, war der Opernstar zufrieden. Künstler… 🙂 IMG_3156Das Foyer wird mit seiner tollen Aussicht auch für besondere Anlässe vermietet, so feierte zum Beispiel der australische Tennisspieler Lleyton Hewitt dort seine Hochzeit. Die „Konzerthalle“ ist der größte Aufführungsraum, der besonders für klassische Musik genutzt wird (aber auch für Jazz, Pop, etc.) und aufgrund der Akustik vollständig aus Holz ist. Die Sitzbezüge der Stühle sind aber pink! 🙂 Es gibt akustische Ringe über der Bühne, die je nach Größe des Orchesters heruntergelassen werden, eine akustische Decke bilden und somit den Ton schneller wieder zurückschicken können. Der Raum ist 22 Meter hoch und wurde schon für Auftritte von Cliff Richard, Liza Minelli und Ute Lemper genutzt. Außerdem finden dort auch Talkrunden statt, der Papst hat im Jahr 2007 im Rahmen des Weltjugendtages in dem Raum gesprochen und der Autor von „Games of Throne“ hat hier eine Lesung abgehalten.

Wie das Wahrzeichen Sydneys schließlich entstanden ist, ist eine wirklich interessante Geschichte: Ab 1950 dachten man daran, in der Stadt ein Opernhaus zu bauen. Deshalb wurde ein Komitee ins Leben gerufen, das 30 potentielle Standorte prüfte, sich für Bennelong Point entschied und schließlich 1955 einen internationalen Architekturwettbewerb ausrief. Die Resonanz war riesig, es gab 233 Entwürfe aus 32 Staaten und die meisten stellten quadratische Bauten dar. Der Entwurf Nr. 218 enthielt die einzig originelle Idee, wobei die Hallen nebeneinander gesetzt wurden und die schmale Halbinsel eine optimale Nutzung erfahren würde. Da dieser Entwurf aber mehrere Regeln des Wettbewerbs gebrochen hatte, lag er schon im Papierkorb, als ihn ein finnisch/amerikanischer  Juror wieder ins Rennen brachte. Obwohl der Plan des damals gerade mal 38-jährigen Dänen Jørn Utzon mangelhaft ausgearbeitet war, sah der Juror das Potential der Idee. Den Entwurf  hatte Utzon am Schreibtisch ausgearbeitet – ohne vorher je in Sydney gewesen zu sein. Utzon plante viel Glas ein, damit man im ganzen Haus den Hafen von Sydney sehen und sich wie auf einem Ozeandampfer fühlen konnte. Der bis dahin unbekannte Architekt gewann trotz der Mängel den Wettbewerb und Ende 1959 wurde mit den Arbeiten begonnen, obwohl keiner wusste, ob die Pläne überhaupt zu realisieren waren. Damals schätzte man, dass es drei Jahre bis zur Fertigstellung des Gebäudes dauern  und es 7 Millionen Dollar kosten würde. Das Glas wurde extra aus Südfrankreich geliefert – es war das einzige Material, das nicht aus Australien stammte. Utzon sah keine Dachrinnen vor, so dass das Wasser in Ritzen abläuft und ins Hafenbecken fließt. IMG_3160Die über 1 Millionen Kacheln des Dachs sind selbstreinigend und in 3-D-Form. Die muschelförmigen Dachschalen des Opernhauses, die jeder mit Sydney verbindet, waren aber eine bautechnische Herausforderung. Es wurde damals viel herumexperimentiert, 16 Möglichkeiten wurden getestet und selbst als sich das Fundament schon im Bau befand, waren die Dachschalen noch nicht fertig. IMG_3154Utzon kam dann auf folgende Idee: Er ließ eine Reihe miteinander verbundener Segmente herstellen, von einem Kran hochhiefen und in der Luft zusammenfügen. Insgesamt waren am Opernhaus 1600 Arbeiter beschäftigt und es wurde viermal mehr Stahl verbaut als bei er Harbour Bridge! Natürlich kostete das Bauvorhaben viel mehr als gedacht, die Stadt sperrte das Geld schließlich im Februar 1966, als noch ein Großteil des Dachgewölbes fehlte. In Folge des Streits mit der Stadt legte Utzon seine Arbeit nieder und ein Gremium aus Architekten übernahm.

Nach schließlich 16-jähriger Bauzeit und einem Kostenvolumen von 102 Millionen Dollar war das Meisterwerk vollendet. Der Architekt Utzon kehrte allerdings nie nach Sydney zurück, um seine Idee live vollendet zu sehen. Da Utzon damals alle seine Pläne mitgenommen hatte, ist die Inneneinrichtung des Gebäudes nicht von ihm. Allerdings ist die Stadt im Jahre 1999 wieder an den Dänen herangetreten und Utzon hat von da an bis zu seinem Tod im Jahre 2008 wieder aktiv an Plänen für die Zukunft des Gebäudes mitgearbeitet. Um die Instandhaltungsmaßnahmen und die Veränderungen am Haus vor Ort zu begutachten, hatte er immer seinen Sohn geschickt.

Während ich jetzt alles über die Entstehung des Gebäudes wusste, wollte ich mich natürlich auch von dem Programm überzeugen. Für 25 Dollar ergatterten Regina und ich für diesen Abend noch Stehplätze für „La Soiree“ – eine Mischung aus Akrobatik, Comedy und Burlesque. Einige Trapeznummern waren sehr gut und auch so mancher Comedian war ganz lustig. Aber etwas befremdlich fanden wir es dann doch, als sich eine Frau, während sie erst aus sämtlichen Kleidungsstücken und später aus sämtlichen Körperöffnungen Tücher hervorzauberte, allmählich auszog und schließlich splitterfasernackt durch das Publikum lief. Eine Schwertschluckerin war genauso Teil des Abends wie ein als Queen verkleideter Kabarettist, tanzende Aborigines und eine Hula Hoop-Frau. So eine außergewöhnliche Mischung sieht man nicht alle Tage und jetzt wissen wir, dass die Australier scheinbar nicht sehr prüde sind. Übrigens gut, dass wir hinten standen, denn diejenigen, die für viel Geld Sitzplätze oder sogar einen Tisch hatten, wurden oft zur Freude aller anderen in das Programm miteinbezogen – bekamen einen Slip auf den Kopf gesetzt, das Bier weggetrunken und durften als Lachnummer herhalten 🙂 Die erste Aufführung, die ich also im Opernhaus in Sydney gesehen habe, war ein besonderes Erlebnis! 🙂

Tierisch viel Spaß im Taronga Zoo

22. Januar 2014 at 13:04

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

Kängurus hüpfen über die Straße, Koalas hängen in jedem Baum – ja, so stellt man sich Australien vor. Aber in Sydney sieht man so viele Kängurus und Koalas wie in Würzburg – also nicht wirklich viele. Eine Großstadt ist halt nicht unbedingt der Lebensraum der Tierchen. Deshalb machten sich Regina und ich auf den Weg zum Taronga Zoo, um die typischen australischen „Einwohner“ hautnah zu erleben. Bei der Überfahrt mit der Fähre hat man einen tollen Blick auf die Oper und die Skyline von Sydney. Zusammen mit vielen begeisterten Familien mit Kindern machten wir uns also auf dem Weg dorthin. Eines der ersten Tiere, das wir sahen, war tatsächlich der Koala! Leider freute er sich nicht ganz so wie wir, dass wir drei uns endlich trafen. Er kehrte uns den Rücken zu, schlief und lies sich in seiner Ruhe nicht stören. Tja, das hatten wir uns irgendwie spektakulärer vorgestellt. Man konnte auch ein Foto mit einem Koala machen, das kostete aber nochmal 25 Dollar! Dafür wecken sie die Koalas auf und man wird in ihr Gehege geführt. Das musste jetzt auch nicht sein. Wahrscheinlich waren die Tierchen von den ganzen Fotoshootings so erschöpft, dass sie froh waren, wenn sie vor uns Menschen mal Ruhe hatten. IMG_2990 IMG_2988

Die Kolasa liefen uns also nicht davon, dann konnten wir uns erstmal den anderen Attraktionen des Zoos widmen. Als nächstes kamen wir in ein abgegrenztes Areal, in dem Kängurus rumhüpften. Na ja, rumhüpfen ist eigentlich übertrieben, denn eigentlich saßen sie alle nur da und schauten in dieselbe Richtung. Es sah so aus, als ob die australische Tierwelt nicht gerade auf uns gewartet hatte. IMG_2994Allerdings haben wir durch die Infotafeln gelernt, dass Kängurus bis zu 9 Meter weit springen können (natürlich nicht aus dem Stand) und Wallabies etwa 2 Meter. Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen den beiden? Die Köpfe sind anders geformt, Kängurus sind größer und leben nicht wie die Wallabies in Waldgebieten, sondern im grasbedeckten Flachland. Weiter ging es dann zu den Tasmanischen Teufeln.

Der Tasmanische Teufel war mir bisher nur vom Namen her bekannt, ich wusste aber nicht, welches Tier sich dahinter verbirgt. Er  ist das weltweit größte fleischfressende Beuteltier und ist nur noch in Tasmanien (Insel etwa 200km vor dem australischen Festland) zu finden. Seit den 1990er Jahren ist die Art aber durch eine Gesichtskrebserkrankung stark dezimiert worden und vorm Aussterben bedroht. Um dies zu verhindern und gesunde Tiere wieder in der Natur auszusetzen, hat der Taronga Zoo zusammen mit anderen Zoos und Universitäten ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen. Das Problem ist, dass es nicht mehr viele Tasmanische Teufel gibt und der genetische Pool recht klein ist. Allerdings gibt es bisher keinen Hinweis, dass die Menschen bzw. deren Einfluss auf die Umwelt schuld an der Erkrankung der Tiere sind. Im Taronga Zoo haben sie sechs Tasmanische Teufel und Tony, einer der Tierpfleger, erklärte uns bei der Fütterung von „Nina“ (schön, dass Du im Zoo von Sydney eine Namensvetterin hast, oder Nina? :-)) die Bedeutung der Tasmanischen Teufel und die Bemühungen der Zoos, dass diese zu Australien gehörenden Tiere nicht aussterben. Die Befürchtungen der Farmer sind, wenn diese Tiere aussterben sollten, dass die Population der Füchse und anderer Tiere zunimmt und sich das Ökosystem vollständig verändert. Ist ein wirklich spannendes Thema, ich hätte auch nicht gedacht, dass mich das so interessiert. Der Bereich der Tasmanischen Teufel ist aber auch wirklich auch schön aufgebaut, mit Videos, vielen Infotafeln, Erklärungsbildern und der Livefütterung, in die wir durch Zufall gekommen sind. So wird man auf Themen gestoßen, mit denen man sonst nie etwas zu tun gehabt hätte. Also haben wir einen Einblick in die bedrohte australische Tierwelt bekommen.

Übrigens hat man vom Zoo aus einen super Blick auf die Skyline von Sydney – allein schon deswegen lohnt sich der Besuch.  Anschließend haben wir noch mehr Kängurus gesehen, die sich nun auch bewegt haben! 🙂 Allerdings sind sie weniger durch die Gegend gehüpft (wie man das so aus Filmen kennt), als dass sie sich ganz langsam vorgetastet haben. Was mich nur gewundert hat: Die Wege für die Besucher führten durch deren Gehege und sie sind schön nebendran in ihrem Bereich geblieben und haben die Wege nicht betreten. Gut erzogen! Anschließend haben wir Elefanten, Echsen, Lemuren, Gorillas, Seelöwen, Krokodile, Pinguine, allerlei Vögel, Tiger, Löwen, Schimpansen, Giraffen, allerlei nachtaktive australische Tiere, Schlangen, Schildkröten und meine absoluten Lieblingstiere – die Erdmännchen – gesehen. Den Erdmännchen könnte ich den ganzen Tag zusehen, die sind so lustig! 🙂

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Gut gefallen hat mir an dem Zoo, dass der Fokus eindeutig auf den australischen Tieren liegt – auch wenn es dort noch andere zu sehen gibt. Man lernt durch die vielen Infotafeln, Schaubilder, Fütterungen und Vorführungen viel über die hiesige Tierwelt. Ach ja, es gab auch ein Spinnenhaus, aber das haben wir – natürlich nur wegen der fortgeschrittenen Zeit 😉 – ausgelassen. Der Zoo ist auch sehr schön und mit viel Liebe angelegt, sehr gepflegt und man hat den Eindruck, dass sich gut um die Tiere gekümmert wird. Außerdem hat man sich auch für die Kinder viel einfallen lassen. So sind auf den Wegen zum Beispiel „Fußabdrücke“ von Elefanten, es gibt einen großen Spielplatz bei den Lemuren, bei den Schimpansen können die Kinder in eine Glasröhre kriechen und sind dann quasi im Gehege der Affen – eine klasse Idee! Zudem gibt es viele Freiwillige, die ehrenamtlich im Zoo helfen und den Besuchern Informationen zu den Tieren geben. Echt ein tolles Konzept. Also, wenn Ihr mal in Sydney seid, schaut Euch den Zoo an! 🙂

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Auf dem Weg zu den drei Schwestern

21. Januar 2014 at 15:23

Posted from Wentworth Falls, New South Wales, Australia.

An was denkt Ihr, wenn Ihr an Australien denkt? Nein Mädels, nicht (nur) an die Surfer! 🙂 Genau, an die Natur! Weil ich also nicht nur die Stadt Sydney, sondern auch die Natur drum herum kennenlernen wollte, machte ich einen Tagesausflug in die Blue Mountains mit. Um die naheliegendsten Gedanken gleich mal beiseite zu schieben: Nein, die Blue Mountains sind nicht wirklich blaue Berge, es ist nicht die Heimat der Schlümpfe (so viel ich weiß) und man sieht sie auch nicht nur, wenn man blau ist. Die Blue Mountains sind ein Gebirge, das rund 60km westlich von Sydney liegt und das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Seinen Namen hat es, weil die Blätter vom Eukalyptusbaum ätherische Öle absondern, die wie ein feiner Nebel über den Bergen liegen und bläulich schimmern.

Um 7 Uhr morgens begann das Abenteuer am Mc Donalds – wie hätte es auch anders sein können – vom Inbegriff der Zivilisation in die Wildnis. 🙂 Dort wurde ich mit einem kleinen Bus des Reiseveranstalters abgeholt. Diesen fuhr Amanda – blonde Dreadlocks, braungebrannt und Typ Naturmädel – und ließ uns mit ihrer redseligen und unterhaltsamen Art kaum eine Sekunde Zeit, uns für diesen Tag vom Großstadtleben zu verabschieden. Unsere Gruppe war sehr durchmischt: drei Mittzwanzigerinnen aus Schweden, eine Holländerin sowie eine weitere Deutsche in meinem Alter, ein deutscher Backpacker (der unter anderem mehrere Wochen lang für 40 Dollar am Tag Tomaten geplückt hatte, dafür um 2.30 Uhr aufgestanden war und in einem dreckigen Working Hostel mit Kakerlaken gewohnt hatte), ein Renterpärchen aus Australien, zwei indischstämmige Frauen aus England (beide waren super auf unseren Ausflug in die Natur vorbereitet: die eine mit offenen Pumps und die andere mit Lackballerinas), ein typisches Backpackerpärchen (haben nicht viel gesagt oder eher gar nichts, keine Ahnung woher die waren) und noch ein paar andere, die sich bei mir aber nicht so sehr eingeprägt haben. Amanda erzählte uns während der Fahrt so einiges Interessantes über Australien, Sydney und die Blue Mountains. Haltet Euch fest: Nicht die Engländer waren die ersten, die Australien „besucht“ haben (mal abgesehen von den Aborigines natürlich, die schon 50.000 Jahre lang dort gelebt haben), sondern die Chinesen!! Wie sollte es auch anders sein, die Chinesen sind ja auch echt überall. Hier in Australien sind so viele Chinesen, dass in einigen Läden nur Verkäuferinnen gesucht werden, die fließend Chinesisch sprechen. Also die Chinesen sind im zuerst im Norden Australiens angekommen und die Holländer an der Westküste.

Aber wie wurde Australien (flächenmäßig der sechstgrößte Staat der Erde, der älteste und flachste Kontinent) denn nun von den Engländern „entdeckt“?

Kapitän James Cook erreichte die Ostküste Australiens am 28. April 1770 und nahm das Land als britische Kolonie New South Wales in Besitz.  Sein Hauptauftrag war aber eigentlich, den Venustransit auf Tahiti zu beobachten, um mehr über die Astrologie zu lernen. Danach öffnete er den versiegelten Umschlag, den er mit auf die Reise bekommen hatte, und las dort, dass er sich als nächstes die große südliche Landmasse anschauen sollte. Dabei haben die Engländer übrigens die Franzosen um zehn Tage geschlagen. Zu der Zeit waren die Gefängnisse in England total überfüllt, es gab viel Armut und eine hohe Kriminalitätsrate. So kam die Idee auf, Sträflinge auf die neu entdeckte Insel zu schicken. 1788 kam das erste Schiff an. Am Anfang waren es 1600 Menschen auf elf Booten (fast nur Männer und ein elfjähriger Junge). Sie gingen in Port Jackson (dort ist heute der Sydney Harbour) an Land und starteten am 26. Januar 1788 die Kolonie. An diesem Datum feiern die Australier den „Australia Day“! Es sollte eigentlich gleich eine zweite Flotte folgen, diese kam aber erst zwei Jahre später. Sie mussten alles, was sie für den Aufbau einer Kolonie benötigten, aus England holen – so brachten sie Pferde, Hasen und Füchse mit, die letztendlich schlecht für die heimische Flora und Fauna waren. Da Sydney auf Sandstein gebaut wurde, hatten sie große Schwierigkeiten, ewas anzubauen. Als schließlich endlich die zweite Flotte gekommen ist, war dies auch allerletzte Eisenbahn (darf man diese Redewendung bei Schiffen überhaupt verwenden?), denn sie hatten nur noch Essen für drei Monate. Danach dauerte es immerhin noch 25 Jahre bis die Blue Mountains durchquert worden sind. Unter den Gefangenen, die die neue Kolonie aufgebaut haben, gab es natürlich auch Fluchtversuche. Allerdings sind die Häftlinge nicht weit gekommen, weil um sie herum nur Wildnis war. Zu der Zeit ging (angeblich) auch das Gerücht um, dass sich China auf der anderen Seite der Blue Mountains befindet. Angesichts der Lebensumstände im damaligen England war es nachvollziehbar, dass einige Gefangene sagten: „Hierher zu kommen, war das Beste, das mir passiert ist.“ Wenn es keine Schwerverbrecher waren, haben die Menschen damals nach Ende ihrer Haftstrafe oftmals auch Land in der neuen Kolonie zugewiesen bekommen. So konnten sie dort neu starten. Im Jahre 1813 durchquerten dann drei Farmer erstmals die Blue Mountains, um die Kolonie vorm Verhungern zu retten. In den 1830ern wurde das erste Mal auf der anderen Seite der Berge Gold gefunden, das dann viele Menschen nach Australien lockte.

Soweit der kurze Abstecher in die Geschichte. Zwischendurch machten wir eine kurze Frühstückspause, bei der ich auch Regina (die ich beim Bildermachen an der Oper kennengelernt hatte und die aber leider in eine andere Gruppe gekommen ist) wieder traf und erfuhr, dass wir nochmal 35 Dollar extra zahlen mussten, wenn wir mit einer Seilbahn zu einem Rundgang durch den Regenwald fahre wollten. Tja, wenn man schon mal da ist… In den Blue Mountains angekommen, waren wir erst einmal etwas enttäuscht, denn das Wetter war auch an diesem Tag nicht gut, es nieselte und war sehr neblig. Am Aussichtspunkt „Kings Tableland“ oder „Evans Lookout“ (Laut Tourinfo „The best place to view the wilderness of the Blue Mountains“) angekommen sahen wir…NICHTS! Nur Nebel! Super, dafür hatten wir also den Tagesausflug gebucht?! Amanda fand, dass die Berge so auch eine tolle Atmosphäre hätten. Klar, sie wusste ja auch was hinter der Nebelwand war! Mir kam es eher so vor wie in dem Film „Gorillas im Nebel“! 🙂 Aber, so viel kann ich Euch schon verraten, wir durften an diesem Tag noch einige tolle Ausblicke genießen. Aber zuerst stapften wir alle bei Nieselregen (ich habe natürlich keinen Regenschirm oder eine Regenjacke dabei – wer konnte denn auch mit so einem Wetter rechnen!) einen Weg durch den Wald und unter Felsen hindurch, der teilweise ziemlich rutschig und voller Pfützen war. Unsere Damen aus England waren aufgrund ihres guten Schuhwerks immer etwa einen Kilometer hinter uns. Bei den Wentworth Falls, den Wasserfällen angekommen, sahen wir etwas Wasser, ein spektakuläres Warnschild und NEBEL… Es konnte nur besser werden. Als fleissige Touristen ließen wir uns natürlich auch durch das Wetter nicht vom Bildermachen abhalten und hielten die Natur, die wir sehen konnten, mit der Kamera fest.

Zur Mittagszeit trafe wir in Leura ein. Das ist ein beschauliches kleines Städtchen in den Blue Mountains mit sehr schönen kleinen Läden und schnuckligen Cafés. Zusammen mit der Holländerin aß ich ein Pie mit Lammfleisch und knüpfte Kontakt zu unserem Nachbarland. 😉 Anschließend fuhren wir nach Katoomba und besuchten dort „Scenic World“ – ein abgetrennter und für Touristen mit Wegen ausgebauter Bereich im Regenwald der Blue Mountains, der mich im ersten Moment etwas an „Jurassic Park“ erinnerte… Dort fuhren wir mit der (angeblich) steilsten Bahn der Welt (52 Grad) in den Regenwald hinunter. Diese Bahn wurde früher dazu genutzt, Kohle den Berg hinauf und nach Katoomba zu transportieren. Die erste Kohlmine öffnete im Jahr 1878 und bis in die späten 1930er gab es dort 40 Minen. Zahlreiche Infotafeln, ein alter Kohlewagen, Werkzeuge und ein alter Mineneingang bringen den Besuchern diese Zeit anschaulich näher. Zusammen mit Angela – einer Deutschen, die ein für ein paar Wochen Australien und Neuseeland bereist – erkundete ich den Regenwald. Erstmals an diesem Tag roch es dort auch etwas nach Eukalyptus, den bläulichen Dunst sahen wir aber (noch) nicht. Wir hörten viele Vögel, sahen aber außer einem Lyrebird kein Tier. Die Lyrebirds sind typisch für Australien, habe lange Schwanzfedern, scharren am Boden nach Nahrung und können perfekt Geräusche nachahmen.

Zwischenzeitlich hatte sich Gott sei Dank der Nebel etwas gelichtet und wir konnte die „Drei Schwestern“ sehen. Diese Felsformation ist ganz bekannt und die Aborigines erzählen sich dazu folgende Geschichte: Ein weiser alter Mann und Jäger hatte drei Töchter, denen er verboten hatte, sich an den Klippen aufzuhalten. Als diese das eines Tages doch machten, wollten drei Männer sie kidnappen. Da er nicht mehr rechtzeitig dort sein konnte, verwandelte der Vater seine Töchter mit seinem magischen Wunschknochen in drei Felsen, um sie zu schützen. Danach wurde er von den drei Männern gejagt und, um nicht gefasst zu werden, verwandelte er sich in ein Lyrebird. Da er aber den magischen Wunschknochen auf der Flucht verloren hatte, blieben seine drei Töchter bis heute Felsen und der Vater sucht noch immer auf dem Boden nach seinem Wunschknochen (und scharrt daher immer auf dem Boden herum). Dabei singt er immer „Ich muss meinen Wunschknochen finden.“ Regina hat diese Geschichte von ihrem Tourguide etwas abgewandelt erzählt bekommen, aber wir hatten erfahren, dass sich die Geschichten der Aborigines je nach deren Herkunft unterscheiden können. Angela und ich haben also den alten Mann gesehen, der auf der Suche nach seinem Wunschknochen war! 🙂

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Danach versammelten wir uns alle wieder im Bus und Amana fuhr mit uns nochmal zu einem Aussichtspunkt, der eigentlich nicht auf dem Plan stand, so dass wir doch noch einen genialen Ausblick über das Tal hatten. An dieser Stelle konnte man auch den berühmten bläulichen Dunst sehen. Das hatte sich dann wirklich noch gelohnt. Auf dem Rückweg machten wir an einer Stelle Halt, die niemandem aufgefallen wäre: Im Steinboden waren die Umrisse eines Kängurus und eines Bumerangs zu sehen. Insgesamt gibt es in dieser Gegend 1500 solcher Känguru-Umrisse, die den Aborigines als Orientierung dienen. Dort erzählte uns Amanda ein bisschen was über die Ureinwohner Australiens: Aborigines sind älteste Kultur der Erde, die immer noch existiert und sie leben schon etwa 50.000-70.000 Jahre in Australien. Damals waren sie mit Kanus aus Asien gekommen. Die Aborigines geben ihr Wissen im Rahmen eines Initiationsprozesses (beginnt etwa mit 8 Jahren) von Generation zu Generation durch Geschichten weiter – nichts ist aufgeschrieben! Durch die Geschichten orientieren sie sich in der Natur. Interessant ist auch, dass Männer und Frauen unterschiedliche Geschichten beigebracht bekommen – die Männer nur die der Männer und die Frauen nur die der Frauen. Dadurch sind Mann und Frau aufeinander angewiesen und können nicht ohne einander. Das widerspricht völlig der Emanzipation der Frauen bei uns. 🙂 Allerdings ist es auch irgendwie gerecht, da ja auch die Männer nicht ohne die Frauen können. 🙂 Die Aborigines jagen übrigens nur so viel wie sie wirklich brauchen, auf keinen Fall mehr. Wenn nur die Möglichkeit besteht, dass sie nicht alles aufbrauchen könnten, dann jagen sie lieber weniger und hungern. Das ist einer der großen Unterschiede zu uns: Wir häufen Güter an, sparen und fühle uns nur sicher, wenn wir möglichst etwas in Reserve haben. Nachdem die Weißen nach Australien gekommen sind, brach eine schlimme Zeit für die Aborigines an – innerhalb der ersten sieben Jahre starben 75% der Aborigines in der Gegend von Sydney. Viele starben an Krankheiten, die durch Ratten, die sich auf den Schiffenn befanden, übertragen hatten. Außerdem hat der Körper von Aborigines keine Toleranz in Bezug auf Alkohol. Auch Geburtsdaten wie wir sie haben, kennen die Aborigines nicht, sie orientieren sich nur an den Jahreszeiten. So heißt es dann zum Beispiel „Ich bin geboren im Jahr des langen Winters…!“ 😉 Insgesamt gibt es 500 verschiedene Dialekte auf dem ganzen Kontinent und 300 „Länder“ der Aborigines. Erst ab 1976 durften die Aborigines wählenDen Aborigines in Australien geht es also ähnlich wie den Indianern in den USA. Als ich in Sydney war, habe ich eine Aborigine mit ihrer Tochter gesehen, aber das waren in den zehn Tagen auch die einzigen.

Am Ende des Tages sind wir dann mit dem Boot auf dem Parramatta Fluss (der dann zum Hafen von Sydney wird) zurück nach Sydney gefahren. Dort habe ich dann auch Regina wiedergetroffen, die mit ihrem Guide auch dorthin gekommen ist. Leider war es ziemlich bewölkt und kein tolles Wetter für eine Bootstour, aber es war trotzdem interessant zu sehen, was für Häuser an der Küste stehen. Anschließend  bin ich dann noch mit Angela, Kerstin und Daniel (einem weiteren Deutschen, der nun für einige Jahre in Sydney arbeitet) am Bondi Beach was essen gegangen – der Strand ist halt einfach traumhaft!

So, nun habe ich wenigstens mal einen kleinen Einblick in die Natur bekommen und bin gespannt auf mehr! 🙂

Deutschunterricht für Surfstunden

20. Januar 2014 at 9:02

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

Wenn man in Bondi Beach wohnt, hat man den Eindruck, es gibt nur drei Kategorien von Menschen: Erstens die Jogger, zweitens die Surfer und drittens die Touristen. Kategorie eins und zwei überschneiden sich oft und Kategorie drei versucht sich teilweise so gut es geht, den ersten beiden anzupassen. So habe ich mich auch nach ein paar Tagen gefragt, wo ich mich denn gerne wiederfinden möchte. Joggen war noch nie mein Fall und außerdem laufe ich jeden Tag beim Sightseeing mindestens genauso viel. Als Tourist ist man leider immer irgendwie zu erkennen und wenn es nur dadurch ist, dass man mit Kamera bewaffnet zum hundertsten Mal das Meer fotografiert, von Kopf bis Fuß käsweiß ist und beim Englischsprechen einen nicht zu verkennenden deutschen Akzent hat. Mein Ziel war es also, wenigstens für wenige Stunden von Kategorie drei in die viel coolere Kategorie zwei zu wechseln. Einmal so lässig mit dem Surfbrett zum Strand laufen, durch die Wellen paddeln und sich gekonnt durch das kühle Nass bewegen – das hörte sich verlockend an.

Als eine Australierin dann jemanden suchte, der ihr etwas Deutsch beibringt und dem sie im Austausch dafür das Surfen zeigt, war ich daher sofort begeistert! Da wollte mir das Schicksal doch etwas mitteilen! Die Anzeige war wie für mich gemacht und die Australierin meldete sich auch sofort. Wir verabredeten ein Treffen für Montag und ich war schon ziemlich aufgeregt. Allerdings dachte sich das Schicksal, dass ich es nicht zu einfach haben sollte und zauberte mir einen Wetterwechsel mit bevölktem Himmel, viel Wind und dementsprechend hohen Wellen. Kein Problem für mich, denn schließlich stand ich auch noch nie auf einem Snowboard und war in meiner Jugend sicherlich ganze dreimal Skateboard gefahren! So schwer sah das Surfen ja auch nicht aus. Aber zuerst die Arbeit – der Deutschunterricht. Lucy ist 20 Jahre alt, eine waschechte Australierin, in Bondi Beach aufgewachsen und steht seit sie sechs Jahre alt ist auf dem Surfbrett. Ihr Freund ist Deutscher und daher möchte sie Deutsch lernen. Ein bisschen was kann sie schon und sie versteht einiges, aber sie wollte für den nächsten Urlaub in Deutschland gerüstet sein. Tja, wo fängt man da am besten an? Wir gingen klassische Gesprächssituationen durch, ich erklärte ihr den Unterschied zwischen „Du“ und „Sie“, zeigte ihr, wie man Verben konjugiert und übte die ersten zehn Zahlen mit ihr. Wir verstanden uns gut, unterhielten uns viel und nach einer Stunde rauchte ihr der Kopf. „Wollen wir jetzt surfen gehen?“ – das war mein Stichwort. Natürlich! Nachdem sie sich zu Hause umgezogen und das Surfbrett geholt hatte, ging es an den Strand.

Dort waren aufgrund des Wetters nur die Profis im Wasser und Lucy war gar nicht erfreut, mich Anfängerin in diese hohen Wellen zu lassen. „Willst Du da wirklich rein?“, fragte sie mehrfach. Etwas mulmig wurde mir schon, wenn ich die Wellen und das unruhige Meer so anschaute aber ich wollte ja auch nicht weit rein und wenigstens einen kleinen Eindruck vom Surfen bekommen. Also erklärte mir Lucy kurz ein paar grundlegende Sachen am Strand. IMG_2833Dann ging sie erstmal ins Wasser, um mir zu zeigen, wie ein erfahrener Surfer das so macht. Aber auch sie hatte Schwierigkeiten, die richtige Welle zu erwischen.

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Dann war ich an der Reihe. Schon als wir ein paar Bilder von mir mit Surfbrett machten, merkte ich, dass die Dinger verdammt schwer und unhandlich sind. So locker unter den Arm klemmen, klappte bei mir irgendwie nicht. Es sah wohl eher so aus, als ob ich einen Sandsack schleppte. Mit besorgtem Blick ließ mich Lucy ins Wasser ziehen, nachdem ich mir das Surfbrett mit der Fangleine (ich muss zugeben, ich musste nachschauen, wie dieses Seil mit dem Klettverschluss heißt :-)) an das rechte Bein gebunden hatte. Tja, dann stelle ich mir die Fragen, die wir irgendwie nicht richtig geklärt hatten: „Wie weit läuft man eigentlich ins Wasser bis man das Board ins Wasser legt und mit dem Paddeln beginnt?“ „Wie macht man es, dass einen die Wellen nicht umhauen?“ „Wann versucht man sich mit dem Board richtig zum Strand zu drehen, um dann aufzustehen?“ Oder noch wichtiger „Wie drehe ich diese schwere Brett denn um und versuche gleichzeitig, nicht von der Welle umgeworfen zu werden?“ Also, ich Ihr Euch vorstellen könnt, war es ein großer Erfolg. Ich lief nicht weit genug ins Wasser; legte das Brett zwischen meine Beine und nicht neben mich (sehr gefährlich, aber das wusste ich auch erst hinterher); hatte bei jeder Welle, die auf mich zukam, Angst und wusste nicht, was ich nun als erstes machen sollte: weiter paddeln, das Brett umdrehen oder auf dem Brett festklammern. IMG_2847Aber das war auch egal, denn die Wellen schmissen mich eh jedes Mal runter, das Surfbrett flog sonstwohin und ich konnte es gar nicht schnell genug wieder zu mir hinziehen bis die nächste Welle kam. Es muss schlimm ausgesehen haben und die Profis haben sicherlich die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Lucy versuchte mir so gut es geht vom Strand aus Hilfestellungen zuzuschreien und mir Zeichen zu geben. Allerdings konnte ich die nicht erkennen, weil ich meine Kontaktlinsen nicht drinnen hatte.

Nach gefühlten 5 Stunden, aber wohl eher nach 20 Minuten gab ich erschöpft auf und robbte mit Brett an Land. Lucy entschuldigte sich mehrfach total lieb, dass die Wellen heute so hoch und die Bedingungen für eine Anfängerin so schlecht waren. So ein Quatsch, da konnte sie doch nichts dafür! Jetzt hab ich mal einen kleinen Einblick bekommen und weiß, dass Surfen viel schwerer ist als es aussieht. Aber zumindest lag und saß ich nun schon auf einem Surfbrett! Lucy hat gesagt, ich soll mich auf jeden Fall melden, wenn ich mal wieder in Sydney bin, dann gehen wir nochmal surfen, sie nimmt ein zweites Surfbrett mit, geht mit raus und kann mir dann immer sagen, was ich als nächstes machen soll. Das hört sich gut an. Es sei an dem Tag auch schwer, gab sie zu, die Wellen einzuschätzen – auch für sie, die die Wellen „lesen“ kann. Ich war fix und fertig – die Wellen hatten für heute gewonnen – aber ich komme irgendwann wieder und dann geht´s weiter! 🙂 Trotz allem war dies ein toller Vormittag mit einer sehr sympathischen Australierin – mein erstes Surferlebnis werde ich sicherlich so schnell nicht vergessen!

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Übrigens freue ich mich immer total über Eure Nachrichten und Kommentare!! Also bitte weitermachen! 🙂 Und haltet mich auf dem Laufenden, was bei Euch so passiert, damit ich nichts Wichtiges verpasse! 😉

Auf dem roten Teppich, der Wunschbaum und neue Bekanntschaften

19. Januar 2014 at 17:04

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

In so einer großen Stadt – Sydney ist mit rund 4,6 Millionen Einwohner die größte Stadt Australiens – ist ja immer was los, so waren auch am Sonntag in der Innenstadt die meisten Geschäfte offen und es waren viele Leute unterwegs. Die Öffnungszeiten sind hier schon etwas komisch, denn Museen, die Post und viele Sehenswürdigkeiten schließen schon um 17 Uhr. Als ich also am Sonntag so durch die Innenstadt schlenderte, wurde ich von einer Frau angesprochen, ob ich nicht bei einer Aktion des Senders „Foxtel“ mitmachen möchte. „Foxtel“, wurde mir gesagt, covert „Red Carpet Events“ wie die Ocar-Verleihung und die Golden Globes. Um ihr Programm etwas bekannter zu machen, haben sie Fotos von Leuten auf einem roten Teppich gemacht und diese dann (kostenlos) zu einer kurzen Filmsequenz zusammengeschnitten. Man konnte sich mit ein paar Filmaccessoires (Federboa, Hut, etc.) ausstatten und sollte sich wie auf dem Teppich bewegen. Da musste man mich natürlich nicht lange überreden mitzumachen! 🙂 Dieses Jahr war ich ja quasi Dauergast auf dem roten Teppich, man denke da nur an die legendäre Hollywoodparty in Versbach! 😉 Sydney fehlte aber noch auf meiner Liste, also war ich natürlich dabei! Das Ergebnis könnt Ihr Euch hier ansehen:

http://politeinpublic.com.au/10306_0097

Anschließend machte ich eine Rundfahrt mit dem Hop on/Hopf off-Bus und sah noch etwas mehr von dieser faszinierenden Stadt. Allerdings muss ich sagen, dass es schade war, dass die Ansage nicht wie zum Beispiel in New York von einem Guide live gemacht wurde, der noch ein paar Anekdoten dazu erzählt, sondern vom Band kam. Wenn der Bus also mal kurz im Stau steckte, war das Band teilweise schon etwas weiter als wir es waren. Durch den Fahrtwind und die anderen Außengeräusche hörte man die Bandansage auch nicht immer gut. Außerdem gab es die Informationen in manchen Bussen nur via Kopfhörer und wenn man das nicht wusste, sich schon oben hingesetzt und keine Kopfhörer hatte (so wie ich beim zweiten Bus), dann hörte man gar nichts. Nichtsdestotrotz kann ich diese Art der Fortbewegung nur empfehlen, weil man einen guten Überblick über die Stadt bekommt und doch in Ecken gelangt, die man sonst vielleicht nicht sehen würde. Meine erste Station war der Botanische Garten. Am Eingang sticht einem ein Schild ins Auge, durch das man sich sofort willkommen fühlt: „Wir laden Sie dazu ein, an den Rosen zu riechen, die Bäume zu umarmen, mit den Vögeln zu reden und auf dem Rasen zu picknicken“! Was für eine tolle Idee, oder? Das ist mal was anderes als immer die üblichen „Bitte nicht den Rasen betreten-“ und „Bitte auf den Wegen bleiben“- Schilder. Wer sich das wohl ausgedacht hat? Es zeigt auf jeden Fall die Intention der Stadt, dass man sich im Botanischen Garten wohlfühlen und die Zeit darin genießen soll. Könnte man das nicht überall so machen? Dann würden die Leute vielleicht bestimmte Areale und Gebäude auch mit größeren Respekt behandeln. Anstatt Verbote sollten die schönen Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Ist auf jeden Fall eine originelle Idee! Man kann stundenlang im Botanischen Garten herumlaufen, es ist ein sehr weitläufiges und schön angelegtes Areal. Überall lagen Leute im Gras, genossen das schöne Wetter und das viele Grün mitten in der Stadt. Sydney ist übrigens sowieso eine sehr grüne Stadt mit vielen Bäumen und Grünanlagen – das gefällt mir sehr gut. Ich hätte gern an Rosen gerochen – habe aber keine gesehen; wollte erst einen Baum umarmen – habe das aber dann doch gelassen, weil dort viele Ameisen entlang gelaufen sind;, mit den Vögeln zu reden hat leider auch nicht geklappt, weil ich sie nur mit ihresgleichen „sprechen“ wollten und zum Picknicken hatte ich keine Zeit. 🙂 Aber die Idee ist schön, nur an der Umsetzung muss ich noch feilen. Allerdings habe ich dort noch etwas Tolles entdeckt: einen Wunschbaum!

Der Wunschbaum!

Der Wunschbaum!

Früher glaubten die Menschen, dass bestimmte Bäume bestimmte Kräfte haben und dass, wenn man sie berührt oder dreimal vorwärts und dreimal rückwärts um sie herumläuft, man sich etwas wünschen darf, das in Erfüllung geht. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen: Ich lief also fleißig um den Baum herum und begegnete auch einer anderen, die dasselbe machte. Tja, was soll ich sagen, man kommt sich ganz schön blöd vor, wenn man so was macht! 🙂 Weil aber viele Familien auf dem Rasen daneben waren, ließ ich das Rückwärtsgehen dann doch. Ob mein Wunsch trotzdem in Erfüllung geht, wird sich zeigen. Drückt mir die Daumen! 😉 Im Botanischen Garten habe ich dann auch noch die Bekanntschaft von zwei Engländerinnen gemacht, die eine macht auch Work und Travel, ist schon einige Zeit in Sydney, hat in Tanz studiert, ist 28 Jahre alt und hat in London Künstler vermittelt (unter anderem für das Musical „Thriller“, das ich mit Claudia und Humberto gesehen hatte!). Wir haben uns eine ganze Weile unterhalten und auch Nummern ausgetauscht, vielleicht sehen wir uns in Melbourne wieder, da möchte sie auch bald hin.

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Anschließend war ich noch im Hard Rock Café, bin durch das Viertel Kings Cross (Rotlichtviertel von Sydney) gefahren, hab mir Darling Harbour (Erholungsgebiet mit Restaurants, Shoppingcentern, Theatern, Museen und Unterhaltungszentren) angeschaut und bin durch den Stadtteil „The Rocks“ (der älteste Stadtteil Sydneys) gelaufen.

Als ich von der gegenüberliegenden Seite der Oper noch ein paar Bilder gemacht hatte (man muss die Oper ja von allen erdenklichen Seiten aufnehmen), bin ich dann mit der Regina (ist aus der Nähe von Passau) ins Gespräch gekommen, die ein paar Tage in Sydney ist und danach vier Wochen in Neuseeland Urlaub macht. Wir waren anschließend zusammen etwas essen und haben uns gut unterhalten. Selbst am anderen Ende der Welt trifft man an jeder Ecke jemanden aus der Heimat! 🙂 Das Schöne ist, dass die Leute hier so offen sind und man so schnell miteinander ins Gespräch kommt.

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Das nächtliche Treiben in Sydney

19. Januar 2014 at 13:48

Posted from Sydney, New South Wales, Australia.

Um sich von den anstrengenden Touren zu erholen und die neuen Eindrücke verarbeiten zu können, muss man sich abends in nette Gesellschaft begeben und das nächtliche Sydney unter die Lupe nehmen. Natürlich nur zu Recherchezwecken. 🙂 So war ich mit der Kerstin und einem anderen Deutschen zum Beispiel schon in einer Bar am Bondi Beach und der Bar des Bondi Iceberg Clubs (der mit dem tollen Pool!) mit grandiosem Blick auf das Meer.

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Am Samstagabend haben wir (Kerstin, Bernard von der dpa und ich)  uns erst einen Cocktail (für 18 Dollar = fast 12 Euro) in der Bar des Shangri-La-Hotels, die sich im 36. Stock befindet, schmecken lassen. Von dort hatten wir einen unbezahlbar tollen Blick auf die beleuchtete Oper! Danach haben wir mal den Club „Establishment“ ausprobiert (20 Dollar Eintritt = fast 13 Euro). Die Musik war auch ganz gut zum Tanzen, die Aufmachung des Clubs schön, nur die Männer waren dort sehr aufdringlich – aber wir hatten dank unserer männlichen Begleitung jemanden, der uns die ganz hartnäckigen Australier vom Leib gehalten hat. 😉 Es ist übrigens einfach unglaublich, wie sich die Mädels hier kleiden! Grelle Farben, superkurze Kleidchen, Röcke und Hotpants, ein riesiger Ausschnitt und so hohe Schuhe, dass einige gar nicht darin laufen können. Die Männer dagegen sind eher leger angezogen. Schön ist, dass die Busse hier bis spät in die Nacht fahren. Von der Innenstadt nach Bondi Beach braucht der Bus allerdings etwa 40 Minuten.

 

Mit Bernard und Kerstin im Establishment

Mit Bernard und Kerstin im Establishment

Besonders toll ist am Abend natürlich auch der Blick auf die Harbour Bridge und die Oper:

 

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