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Die WM in Melbourne/ Teil 2: Das Finale im Crown Casino mit buhenden Argentiniern

16. Juli 2014 at 16:31

Foto 5-1Wir sind WELTMEISTER!!!! Wo habt Ihr denn das Finale geschaut? Obwohl die WM-Spiele durch die Zeitverschiebung ja immer nachts um 2 Uhr oder morgens um 6 Uhr gelaufen sind, war die Fußball-Weltmeisterschaft auch in Melbourne ein großes Thema und die Spiele wurden in vielen Bars übertragen. Wenn Deutschland nun schon mal so weit gekommen ist, wollten wir uns das Finale natürlich nicht entgehen lassen. Das Halbfinale gegen Brasilien hatten wir mit ein paar sehr enttäuschten Brasilianern im Hostel in Alice Springs geschaut. Zum Finale war ich nun mit der Sylvie (einer Deutschen), einem australischen Freund von ihr und dem Finnen Tommi verabredet. Wir wollten das Spiel im Hophaus, einer (scheinbar neuen) bayerischen Bierkneipe nicht weit von mir schauen. Das Hofbräuhaus war dieses Mal schon Tage vorher ausverkauft. Bei solchen Ereignissen sieht man immer, wie viele Deutsche doch hier leben. Um 5 Uhr früh ging das Spiel los und um 4 Uhr öffnete das Hophaus seine Pforten. Der Ansturm der Deutschen war so groß, dass man Schlange stehen musste! Fast alle waren in Trikots da, hatten Fanutensilien dabei und ließen sich am Eingang eine deutsche Flagge ins Gesicht malen (ich natürlich auch). Um kurz nach vier Uhr morgens hatten die meisten schon ein Weizenbier in der Hand und die Männer schauten alle sehr glücklich aus. Fußball und deutsches Bier – was will MANN mehr? 😉 Leider fanden die Sylvie und ihr Begleiter keinen Parkplatz, kamen dadurch eine halbe Stunde später und nicht mehr ins Hophaus rein. So stand ich nun alleine dort, denn der Tommi hat seinen Wecker nicht gehört und das gesamte Spiel zum seinem Bedauern verschlafen. 🙂

Kurz vor Anpfiff bin ich dann mit der Sylvie und dem Australier zum Crown Casino, das nicht weit entfernt vom Hophaus ist, gespurtet. Foto 1-1Dort waren schon viele Fußballbegeisterte in der Bar und die Nationalitäten etwas gemischter als im Hophaus. Während des Spiels merkten wir recht schnell, dass mehr Argentinier als Deutsche anwesend oder die Argentinier einfach nur lauter waren. Die Argentinier bewiesen nicht gerade großen Sportsgeist, buhten die Deutschen aus und waren noch der Niederlage auch ziemlich schnell verschwunden. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch und dank der drei Bildschirme konnten wir das Spiel auch gut verfolgen. Der WM-Titel war wirklich harte Arbeit und die Argentinier hatten mehrere gute Chancen, aber zum Glück schoss Mario Götze dann dieses tolle Tor. Während des Spiels ist mir mehrmals fast das Herz stehengeblieben, so spannend war es. Aber ich bin wirklich froh, dass es nicht zum Elfmeterschießen gekommen ist!

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Es war zwar auch sehr schön, die WM hier zu schauen, aber gerade nach dem Finalsieg wäre ich gerne in der Heimat gewesen, denn dort war die Stimmung sicher genial! Nach dem Ende des Spiels bin ich gleich zum Babysitten und anschließend zum Einkaufen gegangen und hatte gar keine Zeit mehr, die Flaggen aus dem Gesicht abzuwaschen. So bin ich den ganzen Tag mit zwei großen Deutschlandflaggen auf den Wangen durch Melbourne gelaufen. 🙂 Man zieht so doch ziemlich viel Aufmerksamkeit auf sich… 🙂 Andere Deutsche haben mir zugejubelt, Kinder mich angeschaut und einige Erwachsene haben mir zum Sieg gratuliert. Unangenehm war mir das aber nicht, denn ich war stolz auf die Leistung „unserer Jungs“. Es hat sich also auf jeden Fall gelohnt, extra so früh aufzustehen und so wenig zu schlafen (in der Nacht vor dem Finale nur 2 Stunden)! 🙂

Au Pair-Artikel für „Deutsche in Melbourne“

16. Juli 2014 at 15:18

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Für „Deutsche in Melbourne“ habe ich einen Artikel über das Au Pair-Dasein geschrieben und dafür drei Au Pairs interviewt:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/945-deutsche-au-pair-melbourne-2014.html

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Halbzeit in Australien

14. Juli 2014 at 17:09

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Es ist Halbzeit. Obwohl sich heute alles um Fußball dreht, spreche ich von etwas anderem: Heute auf den Tag genau vor sechs Monaten bin ich von Deutschland nach Australien geflogen! Unglaublich wie die Zeit vergeht und hätte mich meine Mutter nicht darauf hingewiesen, hätte ich wahrscheinlich gar nicht an diesen Tag gedacht. Ich weiß noch, wie komisch ich mich die ersten Tage in Sydney gefühlt habe. So ganz anders als damals in Washington. Ich war gar nicht euphorisch, sondern habe mir nur gedacht, warum in aller Welt wollen die Backpacker nur alle ein zweites Jahr bleiben? Doch als ich ein paar Leute kennen gelernt und nach und nach die Stadt erkundet hatte, wurde ich neugierig auf dieses große, so weit von Deutschland entfernte Land, das immer durch seine wunderschöne Natur und die unterschiedlichsten Gegenden von sich reden macht. Vielleicht lag es an der langen Anreise, dem großen Temperaturunterschied oder einfach an der Tatsache, dass Australien nie – wie bei einigen meiner Freundinnen – das Land meiner Träume war. Es war vielmehr eine schöne Alternative zu den USA, die sich vorübergehend noch querstellen und meine Greencard noch nicht rausrücken wollen. 🙂 Ich musste also erstmal warm werden mit Down Under.

Sydney und besonders Bondi Beach, wo ich die ersten zehn Tage gewohnt habe, haben mir aber von Tag zu Tag besser gefallen und am Ende konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass Melbourne noch toller sein sollte. Aber es war so – mit Melbourne hatte ich keine Startschwierigkeiten. Die Stadt macht es einem einfach, sie zu mögen. Seit ich hier bin, ist mir noch nie langweilig gewesen. Ständig gibt es Festivals, Veranstaltungen, Märkte, ein breitgefächertes Kulturangebot, tolle Läden, Cafés, viele Grünflächen und Strände. Melbourne ist eine Millionenstadt, in der man trotzdem Leute wiedertrifft, deren Zentrum man erlaufen kann und die einem so viel bietet. Nicht umsonst wurde Melbourne so oft zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Zwar hat es nicht so berühmte Sehenswürdigkeiten wie Sydney, aber auch hier gibt es viel zu entdecken und auch nach sechs Monaten habe ich noch nicht alles angeschaut, was auf meiner To-Do-Liste steht. 🙂 Was es mir aber vor allem einfach gemacht hat, mich hier wohlzufühlen, sind die vielen netten Leuten aus der ganzen Welt, die ich im Laufe der Zeit hier kennen gelernt habe. Viele sind mir wirklich gute Freunde geworden. Trotz der Tatsache, dass ich oft um einige Jahre älter bin als sie, verstehen wir uns richtig gut und haben schon so viel zusammen erlebt. Wir haben Melbourne und die Umgebung gemeinsam erkundet, viel gefeiert, den australischen Alltag zusammen entdeckt, Kurztrips gemacht, uns gegenseitig aufgeheitert, zusammen gelacht und viele lustige und unvergessliche Momente geteilt. Da habe ich wirklich Glück gehabt, dass ich so viele liebe Leute aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt kennen gelernt habe.

In den sechs Monaten habe ich aber bisher nur einen kleinen Teil dieses großen Landes gesehen – Sydney, viel von Melbourne und Umgebung, Perth und das Outback. In den nächsten Monaten habe ich vor, noch viel mehr zu sehen, zu reisen und weitere tolle Erfahrungen zu sammeln, interessante Menschen und neue Orte kennen zu lernen. Ich werde in nächster Zeit einige meiner bisherigen Erlebnisse für Euch hier nachtragen, leider hinke ich nämlich immer nach meilenweit hinterher, aber ich bin dran! Ich schätze es auch übrigens sehr, dass ich mit der Heimat, meiner Familie, meinen Freunden und auch ehemaligen Arbeitskollegen dank Email, Skype, What´s app und der guten alten Post so guten und trotz der großen Entfernung oft auch engen Kontakt habe. Ich freue mich IMMER von Euch zu hören und möchte ALLES wissen! 🙂 IMG_4913

Letzt habe ich in einem Film ein interessantes Sprichwort gehört: „Sometimes even the wrong train can take you to the right destination.“ („Manchmal kannn Dich sogar der falsche Zug zum richtigen Ort bringen“). Vielleicht sollte ich (erstmal) nicht in die USA, sondern Australien unsicher machen. Hätte ich einen Job in den USA bekommen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, für eine Zeit in Down Under zu leben. Dann hätte ich nie all die lieben Menschen kennen gelernt und nie Kängurus gefüttert, IMG_5815Vegemite probiert, eine Schlange um den Hals gehabt, ein Bild mit einem Koala machen können, bei Minusgraden im Swag geschlafen, und, und, und… Es soll schon alles so kommen wie es kommt.Was ich damit sagen möchte: Obwohl ich Euch alle sehr vermisse, fühle ich mich hier in Melbourne sehr wohl und freue mich auf die nächsten Monate hier! Seid mit mir gespannt, was ich noch alles erleben werde!

Fühlt Euch alle aus der Ferne umarmt!

Viele liebe Grüße aus dem momentan winterlichen Melbourne in die Heimat,

Eure Christine

Besonderheiten des australischen Alltags

12. Juli 2014 at 13:28

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Hier bin ich wieder! Die letzten Wochen bin ich einfach nicht zum Schreiben gekommen, aber ich habe so viel erlebt und werde Euch daran natürlich nach und nach teilhaben lassen! Im Laufe der Zeit fallen einem ja immer mehr Besonderheiten des australischen Alltags auf, die Euch sicherlich auch interessieren. Hier ein paar weitere:

– Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten und auch ganz viele öffentliche Plätze sind „alkoholfreie Zonen“. Da bei Festivals Alkohol auch nicht erlaubt ist, tricksen einige und mischen sich ihre alkoholischen Getränke in Colaflaschen.

– Es gibt hier Restaurants, in denen man seinen Alkohol selbst mitbringen kann (meist nur Wein und Bier). Das heißt dann BYO (Bring Your Own) und hat den Grund, dass das Lokal keine Alkohollizenz hat. Man zahlt dann ein Korkenentgelt, bekommt Gläser und den Wein serviert.

– Alkohol kann man in der Regel nur in speziellen „Bottle oder Liquor Shops“ kaufen.

– Trotz der Tatsache, dass Linksverkehr herrscht, gilt überall „rechts vor links“

– Um in die großen Städte zu gelangen, muss man „toll roads“ passieren, also Maut bezahlen. Dafür muss man aber nicht anhalten, sondern das Auto wird elektronisch erfasst.

– Die Australier sind sehr höflich und entschuldigen sich immer, selbst wenn man ihnen im Weg steht. 🙂

– In vielen Clubs wird der Ausweis gescannt und aus „Sicherheitsgründen“ ein Foto gemacht – wer weiß wie lange die das speichern…

– An den meisten Steckdosen ist ein An-/Aus-Schalter.

– Im Kino gibt es nicht immer Sitzplatzkarten und nur salziges Popcorn (stört mich persönlich jetzt nicht, da ich eh keines kaufe).

– An vielen Einfamilienhäusern sind seltsamerweise keine Klingeln.

– Beim Einsteigen in den Bus grüßt man den Busfahrer und beim Aussteigen bedankt man sich.

– Die Häuser sind ganz schlecht isoliert, die Fenster nicht dicht und es gibt meist keine Heizungen.

– In Perth findet man in den Wohngebieten teilweise einen Gehsteig nur auf der einen Straßenseite. Die Bewohner der Häuser, die keinen vor ihrer Haustür haben, müssen auf der anderen Seite laufen. Somit sparen sich die Anwohner Geld, da sie an den Baukosten des Fußgängerweges beteiligt werden.

– Bei Baustellen gibt es immer einen Bauarbeiter, der an der Straße ein Schild mit „Stop“ oder „Slow“ hält und angeblich wird dieser Job super bezahlt (das wäre doch was für die nächsten Monate für mich :-)).

– Die Fußgängerampeln sind auch interessant: Es ist kurz grün, dann blinken sie eine Weile rot (da darf man noch weitergehen, aber nicht mehr anfangen, die Straße zu überqueren – dafür wurde ich mal ganz böse von einem Mann aus dem Auto heraus beschimpft!) und dann sind sie rot.

Die WM in Melbourne/ Teil 1: Fußball, Bier und Dirndl Remover im Hofbräuhaus

17. Juni 2014 at 13:23

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

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Das WM-Fieber hat es doch tatsächlich bis nach Australien geschafft! Foto 1-1Leider gibt es hier kein Public Viewing wie in Deutschland und es ist hier momentan leider auch nicht so warm wie grad in der Heimat, so dass wir die Spiele leider nicht wie Ihr im Biergarten anschauen können (mal abgesehen davon, dass es die hier auch nicht gibt). Allerdings kann man die Fußballspiele in vielen Bars, Kneipen und Restaurants verfolgen. Das erste Deutschlandspiel wollte ich mir – trotz Erkältung – natürlich nicht entgehen lassen! Auch wenn die Spiele durch den Zeitunterschied für uns zu wirklich blöden Zeiten kommen. Der Anpfiff für Deutschland gegen Portugal war zum Beispiel um 2 Uhr nachts. Für mich als Nachtmensch kein Problem und auch andere (Fußball-)“Verrückte“ ließen sich trotz nächtlicher Zeit nicht vom gemeinsamen WM-Schauen abhalten.

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Zusammen mit dem Finnen Tommi, der deutschen Jessica und ihrem chinesischen Freund Marc feuerte ich unsere Mannschaft mit dutzenden anderen Deutschen im Hofbräuhaus in Chinatown an. Foto 2-2Die Stimmung war super, viele junge Leute in Trikots, viel Bier, Brezeln, bayerische Spezialitäten – IMG_7179aber auch deftige Preise (so kostete ein paar Weißwürste mit einer Brezel zum Beispiel rund 20 Dollar). Jessica und ich haben einen Cocktail getrunken, der mit 11,50 Dollar vergleichsweise recht billig ist: „Dirndl Remover“! 🙂 Was für ein Name! Der Kommentar des Barkeepers: „Das ist mein Lieblingscocktail!“ Grins! Kein Wunder! Gut, dass wir kein Dirndl anhatten.

Bei jedem Tor gab es großen Jubel, Gesänge und Musik. Das Spiel, besonders die erste Halbzeit, war aber auch super! Am Ende freuten wir uns über das geniale Ergebnis von 4:0 und gingen um 4 Uhr nachts nach Hause. Wo wir wohl das nächste Spiel anschauen? Das Match gegen Ghana ist bei uns um 5 Uhr morgens am kommenden Sonntag. Ich werde berichten! 🙂

Wo habt Ihr denn das Spiel angeschaut?

„Eine Angela Merkel vielleicht?“ – Die Berlin Bar in Chinatown

12. Juni 2014 at 7:46

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

IMG_5136„Sie verlassen jetzt West-Berlin“ – nein, keine Angst, Ihr seid nicht plötzlich im falschen Blog gelandet! In Melbourne, besser gesagt in Chinatown, gibt es eine Berlin Bar, die sich vielversprechend anhörte: Man muss klingeln, wird an der Eingangstür gefragt, ob man nach Ost oder West möchte und je nachdem, wie man sich entscheidet, landet man in einer Bar im Ost- oder im Weststil. Das musste ich mir zusammen mit Steffi (einer Deutschen, die ich beim Briefing für das Deutsche Filmfestival im Goethe Institut kennengelernt hatte) anschauen! Gespannt stiegen wir die Treppen zur Bar empor und waren etwas erstaunt, als uns kein Deutscher, sondern ein Franzose die Tür öffnete! Ich weiß, die deutsch-französische Freundschaft ist wirklich eng, aber das hätte nun wirklich nicht sein müssen! Es gibt ja wohl genug Deutsche in Melbourne (es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht jemanden in der Stadt Deutsch sprechen höre) und besonders viele deutsche Backpacker, die diesen Job machen könnten. Gleich zu Beginn schon ein Minuspunkt an Authentizität.

Nun die nächste Überraschung: Jean-Pierre (ok, zugegeben, ich weiß nicht, ob er so hieß, aber ganz unwahrscheinlich ist es nicht :-)) fragte uns nicht in konspirativem Ton flüsternd „Ost oder West“ (so wie ich es mir vorgestellt hatte), sondern führte uns in zwei Räume, die Ost- und Westberlin repräsentieren sollten. Es waren also nicht wie uns erzählt worden war, zwei Bars, sondern einfach eine Bar mit zwei Räumen. Spannender war für uns natürlich Ost-Berlin, also auf in den Osten! Vorbei an dem Schriftzug „Sie verlassen jetzt West-Berlin“ ging es in die DDR. Na ja, nicht wirklich. IMG_5128Die Einrichtung war eher im Stil der 1980er Jahre und außer Stacheldraht und Tarnnetz erinnerte nicht wirklichIMG_5129 etwas an den Osten. Interessiert studierten wir nun die Karte. „Angela Merkel“, „Luftwaffen Sour“, „Die Ziege“, „Love Parade“, „Munich 75“ und „Bundesprasident“ hießen zu unserem Erstaunen einige Cocktails, die stolze 20 Dollar kosteten. Die Idee, den Getränken deutsche Namen oder Namen, die sich auf etwas Deutsches beziehen, zu geben, finde ich ja richtig gut und auch passend. Aber solche? Wer hat sich denn die ausgedacht? Franzosen vielleicht, die kein so positives Deutschlandbild haben? Warum würde man einen Cocktail sonst „Die Ziege“ nennen?IMG_5127IMG_5126 Und den darauffolgenden „Angela Merkel“? Ob sich das eine auf das andere bezieht?! Also „Love Parade“ fand ich in Anbetracht der vielen Toten von Duisburg auch etwas geschmacklos. Was mich zugegebenermaßen aber nicht davon abhielt, diesen Cocktail zu bestellen, weil sich die anderen nicht so berauschend anhörten. Steffi versuchte „Munich 75“ und als uns unsere französische Bedienung (ja saperlott was war denn hier los?!) die Getränke brachte, waren wir nicht mehr sonderlich erstaunt, dass die Cocktails nicht so toll schmeckten. Wetten, „Die Ziege“ ist der Geheimtipp?! 🙂 Weil der Osten uns nicht gerade vom Hocker riss, überquerten wir die Grenze und IMG_5137setzten uns in den Westen. Der Grenzübergang verlief wie erwartet problemlos. Was hätte man aus dieser Idee nicht alles machen können! Grenzkontrollen, Ausgabe von „Pässen“, etc. Im Westen war es ganz nett, aber auch nicht spektakulär ehrlich gesagt. IMG_5135So und jetzt haltet Euch fest: Als wir auf der Toilette ein Poster vom Schloss Neuschwanstein gesehen haben, da war uns klar: das Lokal muss einem Franzosen gehören, der auf einem Flohmarkt ein paar Berlin-Souvenirs erstanden und ansonsten von Deutschland keine Ahnung hat! Berlin und Neuschwanstein – wie passt denn das zusammen?! Wenn es wenigstens das Brandenburger Tor gewesen wäre… Ohje…

Das Fazit unseres Kurzausflugs nach Berlin: Die Idee an sich ist super und man hätte so viel daraus machen können, aber sie ist so schlecht umgesetzt, dass es sicherlich mein einziger Besuch in der Berlin Bar gewesen sein wird. Was ich unbedingt noch recherchieren muss: Gibt es in Melbourne eine Paris Bar, in der Deutsche kellnern, in der es Cocktails mit Namen wie „Croissant“, „Der Esel“, „François Hollande“ oder „Eiffelturm“ gibt und in deren Toilette eines der Loire-Schlösser hängt? 🙂

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Mitarbeit bei „Deutsche in Melbourne“

2. Juni 2014 at 14:27

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Ich freue mich sehr, dass ich seit Kurzem Redaktionsmitglied der Webseite „Deutsche in Melbourne“ bin! In den nächsten Monaten werde ich frei mitarbeiten, zu Veranstaltungen gehen, Fotos machen und Artikel schreiben. Zwei Texte von mir sind schon veröffentlicht – über den Eureka Tower und den St. Martinsumzug. Ihr habt richtig gehört: Am Samstag hatte die deutsche evangelisch-lutherische Dreifaltigkeitsgemeinde in Melbourne zum Laternenumzug eingeladen und anschließend gab es Brezeln, Würstchen, Schmalzbrote und Glühwein! 🙂 St. Martinsumzug und Glühwein Ende Mai, das ist schon umgewohnt, aber hier ist ja schließlich Herbst (bzw. gestern war sogar Winteranfang). 😉 Es nahmen hunderte Eltern mit ihren Kindern am Laternenumzug teil und die Atmosphäre war richtig schön.

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Falls Ihr Lust habt, könnt Ihr meine beiden bisher erschienenen Artikel hier nachlesen:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/940-sehneswert-eureka-tower-melbourne-2014.html

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-geschehen/941-deutscher-laternenumzug-melbourne-2014.html

Ich hoffe, Euch geht´s allen gut! Ich freue mich immer von Euch zu hören und bin gespannt, was bei Euch so los ist! 🙂

Allerliebste Grüße aus dem momentan etwas regnerischen Melbourne,

Eure Christine

Mitten unter Formel 1-Fans

28. Mai 2014 at 5:58

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

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Zwar ist die Formel 1 nun auch schon einige Zeit her, aber ich möchte Euch dieses für mich sicher einmalige Erlebnis nicht vorenthalten. 🙂 Seit ich in Melbourne Ende Januar angekommen bin, war die Stadt im Formel 1-Fieber und Sebastian Vettel schien einfach allgegenwärtig zu sein – auf großen Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen und auf Flyern. Zugegeben, das Foto von ihm war nicht das Beste, aber es erfüllt einen schon etwas mit stolz, wenn für eine Sportveranstaltung in Australien mit einem Landsmann geworben wird. Um die Einheimischen und die Touristen auf das Grand Prix-Wochenende einzustimmen, waren an unterschiedlichen Plätzen in der Innenstadt Stände aufgebaut. Freundliche Promotion-Frauen – zu meinem Erstaunen viele Deutsche – informierten dort über das Rennen, man konnte Tickets kaufen, Rennwagen bestaunen, sich mit einem Rennfahrer aus Pappe fotografieren lassen und an Gewinnspielen teilnehmen. Auch als jemand, der in Deutschland noch nicht einmal ein ganzes Formel 1-Rennen im Fernsehen – geschweige denn live – gesehen hatte, kam man also hier an diesem Sport nicht vorbei. Selbst von unserer Wohnung aus konnten wir das Geräusch der Motoren hören. Etwa 300.000 Menschen wurden zu dem Ereignis erwartet. Die Begeisterung steckte einen somit förmlich an und so kam es, dass ich mir auch ein Ticket gekauft und das Rennen zusammen mit anderen Deutschen (Julia, Miriam), Spaniern (Beatriz, David) und Finnen (Tommi und zwei Mädels) live angeschaut habe.

Das erste Mal auf der Rennstrecke

Drei Tage vor dem eigentlichen Rennen konnten wir uns, weil die Rachel als großer Formel-1-Fan einen besonderen Pass für die gesamten Tage hatte, die Rennstrecke schon mal anschauen und das von einer Tribüne über den Boxen der Rennställe. Das Gelände ist ziemlich groß gewesen und für den Zutritt zu unterschiedlichen Bereichen benötigte man immer einen speziellen Zugangspass. Als die Porsche Carrera-Autos die Rennstrecke entlang gerast sind, war das wirklich laut und ich war froh, dass die Rachel spezielle Ohrenschützer dabei hatte. Anschließend schaute ich zusammen mit Rachel und Tristan noch ihre Plätze, die genau gegenüber der Tribüne der Siegerehrung waren, an. Obwohl ich mich bisher ja nicht für den Rennsport interessiert habe, war es wirklich spannend, die Vorbereitungen für ein solches Großereignis zu sehen und etwas von der Faszination, die der Sport auf die Formel 1- Fans ausübt, live zu spüren.

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Tolles Rahmenprogramm

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Am Tag des Rennens hatte man den Eindruck, als ob nicht nur halb Melbourne auf den Beinen war, sondern auch halb Deutschland. Denn von allen Seiten hörte man seine Muttersprache und sah Deutschlandflaggen. Mit Essen versorgt und die Campingstühle geschultert, machten wir uns morgens um 10 Uhr auf den Weg zum Albert Park, der Rennstrecke. Wenn man bedenkt, dass das eigentliche Rennen erst um 17 Uhr angefangen hat, mag das etwas früh erscheinen und auch mir war nicht ganz klar, warum wir unbedingt schon so viele Stunden vorher da sein mussten. Gut, dass wir aber auf David, einen der Spanier, gehört hatten, der schon Formel 1 erfahren ist. Nachdem wir die Kontrolle am Eingang, bei der nur sehr oberflächlich in die Taschen geschaut worden ist, hinter uns hatten, suchten wir uns einen Platz auf dem Rasen bei der ersten Kurve der Rennstrecke. Wie zu erwarten, waren wir nicht die Einzigen, die diese Idee hatten, und so sah man schon nach kurzer Zeit kein Gras mehr vor lauter Menschen. IMG_4757Mit Stühlen, Decken, Essen und Sonnenmilch ausgestattet, bereiteten sich die Formel 1-Fans auf einen langen Tag vor. Man könnte annehmen, dass die Stunden vor dem Rennen nicht vergehen wollen und sich Langeweile unter den Wartenden breit macht, aber weit gefehlt. Das Rahmenprogramm war so umfangreich, dass man gar nicht wusste, was man sich zuerst ansehen sollte: den Porsche Carrera Cup, den Profi-Skateboarder Tony Hawk in der Halfpipe, die Ferrari-Ausstellung, die Bike-Show, die Jet-Flugshow und vieles mehr. Es gab verschiedene Paraden unterschiedlicher Fahrer und Autos, Autogrammstunden, eine Graffitiwand, zahlreiche Informationstafeln und natürlich jede Menge Essens-, Getränke- und Merchandisingstände. Mit der Julia bin ich fast zwei Stunden herumgelaufen und habe mir alles angeschaut. Trotz der tausenden Menschen habe ich auf dem Gelände doch tatsächlich durch Zufall die Stefanie, die ich beim Informationstreffen für das Deutsche Filmfestival im Goethe Institut kennen gelernt hatte, gesehen! So verging die Zeit wie im Fluge und schon wurde die australische Nationalhymne gesungen.

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Internationales Treffen auf der Rennstrecke

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Als das Rennen gestartet war, sind alle von ihren Sitzen aufgesprungen, man konnte nicht mehr wirklich viel von der Rennstrecke sehen und das Geschehen hauptsächlich über den Bildschirm verfolgen. IMG_4880Großer Jubel kam natürlich immer auf, wenn Daniel Ricciardo – der australische Fahrer, an uns vorbeifuhr. Da ich mich ja nicht wirklich gut mit den Fahrern und Autos auskenne, konnte ich meist nur am Jubel der Leute um mich herum erkennen, wer gerade vorbeigefahren ist: Wenn David jubelte, war es Alonso; wenn Tommi jubelte (ausgestattet mit riesiger Flagge und das Gesicht in den Finnland-Farben bemalt) Raikkonen; wenn lauter Jubel ausbrach, der Australier und ab und an bekam ich mit, dass Vettel vorbeifuhr. 🙂 Für einen Formel 1-Laien wie mich war das Rennen gegen das vorher wirklich abwechslungsreiche Programm etwas langweilig und zog sich doch ziemlich hin. Wenn man an der Strecke steht, ist das Live-Gefühl ja auch immer nur in den paar Sekunden spürbar, wenn IMG_4862die Autos vorbeifahren – ansonsten starrt man auf die leere Strecke und den Bildschirm. Die wirklichen Formel 1-Fans waren auch etwas enttäuscht, dass der Sound der Autos aufgrund der geänderten Vorgaben am Fahrzeug leiser war. Ich dagegen fand es sehr angenehm, dass man nicht zwangsläufig einen Ohrenschutz gebraucht hatte. Als die 58 Runden (8 hätten es auch getan) 1533873_10202844001357654_25565869_ndann (endlich) vorbei waren und Nico Rosberg gewonnen hatte, stürmten alle Fans auf die Rennstrecke und rannten zur Siegertribüne. Um uns herum wimmelte es nur so von Flaggen aus aller Welt – so sah man unter anderem deutsche, finnische, spanische oder französische. Eine fröhliche Atmosphäre breitete sich aus, alle feierten miteinander und schauten sich – wenn auch wie wir von weitem – die Siegerehrung an. Von ein paar Deutschen borgten wir uns eine deutsche Flagge, machten ein paar Bilder, dann kamen immer mehr andere Leute mit Flaggen dazu bis wir irgendwann ein sehr lustiges Gruppenbild mit dutzenden Leuten hatten, die wir gar nicht kannten. 🙂 So schossen viele Fans Erinnerungsfotos auf der Rennstrecke und warfen einen Blick in die Boxen der Teams, bevor um 20 Uhr alle Besucherinnen und Besucher das Gelände verlassen mussten.

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Ahoi! Mein Besuch auf der MS Europa

25. Mai 2014 at 14:01

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Wie klein die Welt doch manchmal ist! Über die Yvonne, meine ehemalige Kollegin und liebe Freundin aus Fulda, habe ich den Kontakt zur Bordfotografin Marusia vermittelt bekommen, die ich dann für das Weltreisemagazin interviewt hatte. Auf ihrer Reise quer durch die Welt, machte Marusia mit dem Kreuzfahrtschiff „MS Europa“ auch in Melbourne Station und diese Gelegenheit haben wir natürlich für ein Treffen genutzt! Leider hatten Marusia und ihre Kollegin Marina nur sechs Stunden für Melbourne Zeit, aber ich habe versucht, Ihnen so viel wie möglich zu zeigen. So haben wir ein bisschen Sightseeing gemacht und waren im DFO (Outletcenter) shoppen – auf ausdrücklichen Wunsch der beiden. 🙂 Wenn man monatelang auf einem Schiff unterwegs ist, hat man scheinbar nicht so viel Gelegenheit, ausgiebig Klamotten zu kaufen.

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Weil mich Kreuzfahrtschiffe schon immer interessiert haben, war es für mich toll, dass mich die beiden vor der Abfahrt des Schiffes mit an Bord nehmen durften. Im Schnelldurchlauf zeigte mir Marusia die verschiedenen Decks, ihre Kabine, die Aufenthaltsräume des Personals, die Restaurants, Bars und das Fitnessstudio. Die Kabinen sind schon wirklich eng und oftmals teilt man sich die noch mit einer Kollegin – da darf man keine Klaustrophobie haben. So hatte ich das Glück, nicht nur sehr sympathische Mädels kennen zu lernen, sondern auch noch Bereiche eines Kreuzfahrtschiffs zu sehen, die vor den Passagieren normalerweise verborgen bleiben. So ein Kreuzfahrtschiff ist schon eine Welt für sich. Außerdem konnte ich mich kurz mit der Kollegin von Marusia, die für das Bordmagazin verantwortlich ist, unterhalten und so einiges über die Pressearbeit an Bord erfahren.

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Als das Schiff wieder ablegte, lief ich von Port Melbourne am Strand etwa eine Stunde lang nach St. Kilda. Das ist eine schöne Strecke und da stehen tolle Häuser mit einem genialen Blick auf den Strand und das Meer.

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„Ja mir san mit’m Radl da“ – Eine Fahrradtour zum Brighton Beach

24. Mai 2014 at 15:16

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Habt Ihr 200.000 Dollar übrig? Wennn Ihr in Brighton wohnen und dort Steuern zahlenIMG_4622 würdet, könntet Ihr Euch zum Beispiel eine der berühmten Strandhütten dort leisten. Die 82 bunten Hütten sind ein berühmtes Fotomotiv und das wollte ich mir zusammen mit der Julia (macht ein Praktikum in Melbourne) und der Sarina (auch ein deutsches Au Pair) mal aus der Nähe anschauen. Also haben wir uns Fahrräder an einer „Bike Share“-Station ausgeliehen, die es überall in Melbourne gibt.  Man zahlt nur einen geringen Betrag, kann die erste halbe Stunde sogar umsonst fahren und je länger man das Fahrrad hat, desto höher werden die Stundensätze. Für kurze Strecken lohnt sich das also. Von St. Kilda aus fuhren wir am Strand entlang zum Brighton Beach (7km) – eine sehr schöne Strecke! Da stehen tolle Häuser in Strandnähe! Brighton ist ein Vorort von Melbourne, in dem nicht gerade die ärmsten Leute wohnen.

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1557436_10203318864243201_1077900830_nDie Strandhütten selber sind alle aus Holz, haben die selbe Größe, kein fließend Wasser oder Strom. Alle sind unterschiedlich bemalt und manche sehen schon etwas heruntergekommen aus. Sie sind nicht besonders groß oder schön, es passen ein paar Strandutensilien rein, aber besonders luxeriös sind sie nicht. Allerdings ist es scheinbar ein Statussymbol für diejenigen, die schon alles haben und nicht wissen, was sie mit ihrem Geld noch anstellen sollen. Nachdem wir dort hingeradelt sind und einige Bilder gemacht hatten, ging es für Julia und mich wieder zurück nach St. Kilda. Eigentlich dachten wir, dass wir die Fahrräder in Brighton Beach abgeben, uns dann dort aufhalten und dann wieder welche ausleihen könnten. Aber überall in Melbourne gibt es diese Fahrradstationen – nur nicht am Brighton Beach! Also hatten wir die Fahrräder ein paar Stunden und mussten am Ende über 30 Dollar für die Fahrradtour zahlen. Egal – es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

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Falls ich mal irgendwann nicht wissen sollte, was ich mit meinem vielen Geld anfangen soll – eine solche Strandhütte würde ich mir auf jeden Fall nicht zulegen! Dann doch lieber ein paar Milliönchen drauflegen und ein richtiges Haus am Strand (dann würde ich aber eines an einem der östlichen Strände von Sydney bevorzugen)! 🙂

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