Besonderheiten des australischen Alltags

12. Juli 2014 at 13:28

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Hier bin ich wieder! Die letzten Wochen bin ich einfach nicht zum Schreiben gekommen, aber ich habe so viel erlebt und werde Euch daran natürlich nach und nach teilhaben lassen! Im Laufe der Zeit fallen einem ja immer mehr Besonderheiten des australischen Alltags auf, die Euch sicherlich auch interessieren. Hier ein paar weitere:

– Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten und auch ganz viele öffentliche Plätze sind „alkoholfreie Zonen“. Da bei Festivals Alkohol auch nicht erlaubt ist, tricksen einige und mischen sich ihre alkoholischen Getränke in Colaflaschen.

– Es gibt hier Restaurants, in denen man seinen Alkohol selbst mitbringen kann (meist nur Wein und Bier). Das heißt dann BYO (Bring Your Own) und hat den Grund, dass das Lokal keine Alkohollizenz hat. Man zahlt dann ein Korkenentgelt, bekommt Gläser und den Wein serviert.

– Alkohol kann man in der Regel nur in speziellen „Bottle oder Liquor Shops“ kaufen.

– Trotz der Tatsache, dass Linksverkehr herrscht, gilt überall „rechts vor links“

– Um in die großen Städte zu gelangen, muss man „toll roads“ passieren, also Maut bezahlen. Dafür muss man aber nicht anhalten, sondern das Auto wird elektronisch erfasst.

– Die Australier sind sehr höflich und entschuldigen sich immer, selbst wenn man ihnen im Weg steht. 🙂

– In vielen Clubs wird der Ausweis gescannt und aus „Sicherheitsgründen“ ein Foto gemacht – wer weiß wie lange die das speichern…

– An den meisten Steckdosen ist ein An-/Aus-Schalter.

– Im Kino gibt es nicht immer Sitzplatzkarten und nur salziges Popcorn (stört mich persönlich jetzt nicht, da ich eh keines kaufe).

– An vielen Einfamilienhäusern sind seltsamerweise keine Klingeln.

– Beim Einsteigen in den Bus grüßt man den Busfahrer und beim Aussteigen bedankt man sich.

– Die Häuser sind ganz schlecht isoliert, die Fenster nicht dicht und es gibt meist keine Heizungen.

– In Perth findet man in den Wohngebieten teilweise einen Gehsteig nur auf der einen Straßenseite. Die Bewohner der Häuser, die keinen vor ihrer Haustür haben, müssen auf der anderen Seite laufen. Somit sparen sich die Anwohner Geld, da sie an den Baukosten des Fußgängerweges beteiligt werden.

– Bei Baustellen gibt es immer einen Bauarbeiter, der an der Straße ein Schild mit „Stop“ oder „Slow“ hält und angeblich wird dieser Job super bezahlt (das wäre doch was für die nächsten Monate für mich :-)).

– Die Fußgängerampeln sind auch interessant: Es ist kurz grün, dann blinken sie eine Weile rot (da darf man noch weitergehen, aber nicht mehr anfangen, die Straße zu überqueren – dafür wurde ich mal ganz böse von einem Mann aus dem Auto heraus beschimpft!) und dann sind sie rot.