Wild Dog Winery und Gumbuya Park

21. September 2014 at 6:11

Posted from Warragul, Victoria, Australia.

Führt man sich auf wie ein wilder Hund, wenn man den Wein getrunken hat? Das fragte ich mich auf dem Weg zur „Wild Dog Winery“. 🙂 Es stellte sich jedoch heraus, dass sich das Weingut in dem Ort Warragul – etwa 100 Kilometer südöstlich von Melbourne – befindet. „Warragul“ bedeutet bei den Aborigines soviel wie „Wilder Hund“. Also alles ganz harmlos. 😉 Der Tagesausflug mit Rachel und Tristan versprach also interessant zu werden. Das Wetter war herrlich und ich genoss es sehr, mal aus der Stadt rauszukommen. Ich bin ja eher ein Stadt- als ein Landmensch, aber je länger ich in einer Millionenstadt lebe, desto mehr freue ich mich auch ab und zu mal raus aufs Land zu fahren. Das Weingut lag wirklich traumhaft, ziemlich ab vom Schuss – man könnte sagen, hier ist der Hund begraben :-), aber sehr idyllisch. Wir waren so früh dran, dass wir die ersten Gäste waren. Wir ließen uns eine Pizza schmecken und sagten auch zu einer kleinen Weinprobe nicht nein.

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Gestärkt fuhren wir anschließend zum Gumbuya Park. Dieser war ursprünglich eine Fasanenfarm, die 1978 in einen Wildpark umgebaut wurde. Es schien, dass seitdem auch nicht viel an dem Park verändert wurde, da er nicht wirklich gut in Schuss war, aber es gab besonders für Kinder viel zu erleben – die verschiedensten Fahrgeschäfte, Spielplätze und Tiere. Was ich richtig toll fand, war, dass man dort Kängurus füttern konnte! Dort gingen wir zuerst hin und das war auch gut so, denn als wir später am Nachmittag nochmal wiederkamen, waren die Tiere schon so überfüttert und kamen kaum noch zu den Menschen. Das war am Vormittag Gott sei Dank noch ganz anders! Die Kängurus sprangen dort auf einem großen Areal umher und man konnte direkt zu ihnen gehen und die Tiere kamen auch oft zu einem gelaufen. Die kleinen Kängurus waren besonders süß und bei einigen konnte man den joey (australisch für das Baby-Känguru) im Beutel sehen! Das hat so viel Spaß gemacht und da hätten wir Stunden verbringen können! Etwas einschüchternd wirkten die großen Kängurus schon, wenn sie auf einen zu springen, aber sie waren alle ganz friedlich.

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Bei unserem Rundgang über die Farm sahen wir noch viele andere Tiere, vor allem die verschiedensten Vogelarten. Ein weiteres Highlight an diesem Tag war ein Foto mit einem Koala! In New South Wales (in dem Bundesstaat, in dem Sydney liegt) und in Victoria (der Bundesstaat, in dem Melbourne liegt) ist es verboten, Koalas für Fotos auf den Arm zu nehmen, aber man darf sich neben sie stellen. Bei den anderen australischen Bundestaaten bin ich mir nicht sicher, aber so viel ich gelesen habe, ist es in Queensland erlaubt. Zuerst klärte uns die Tierpflegerin über die Koalas auf. Koalas sind keine Bären, obwohl sie manchmal dafür gehalten werden, sondern gehören zu den Beuteltieren. Wenn das Jungtier geboren wird, verbringt es die ersten sechs Monate im Beutel seiner Mutter und danach hängt es der Mutter am Rücken oder am Bauch bis es ein Jahr alt ist. Früher waren Koalas in Australien weit verbreitet, dann wurden sie aber wegen ihres Felles gejagt und nun gibt es nur noch schätzungsweise 45.000- 80.000 Koalas an der australischen Ostküste. Sie ernähren sich von den Blättern des Eukalyptusbaums und fressen davon etwa ein Kilogramm pro Tag. Koalas sind nachtaktiv, schlafen etwa 18-22 Stunden pro Tag und wenn sie nicht schlafen, essen sie. Ein Leben, oder?! 😉 Ihr fragt Euch jetzt sicher, warum die Koalas im Gegensatz zu anderen Tieren so viel Schlaf brauchen, oder? Das liegt an ihrer Ernährung. Die Eukalyptusblätter enthalten Gifte und sind sehr faserig, so dass die Koalas viel Energie für deren Verdauung brauchen. Tja, warum ziehen sie denn dann keine Ernährungsumstellung in betracht? 🙂 Vielleicht schlafen sie einfach zu gern. Das kann man ihnen ja nicht verdenken. In freier Natur werden Koalas etwa 10-20 Jahre alt. Übrigens sagt man, dass sich der Name „Koala“ aus einer Aboriginessprache ableitet und so viel wie „nicht trinken“ bedeutet. Denn Kolas brauchen fast nichts trinken, weil sie ihre Flüssigkeit aus den Blättern des Eukalyptusbaums ziehen. So ausführlich wurde uns das aber an dem Tag nicht erklärt, das habe ich nachgelesen. 🙂 Für das Bild hat sich der Koala sogar umgedreht und passend in die Kamera geschaut – pefekt! 🙂

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