Der „Street Art“ auf der Spur

28. Juli 2014 at 10:13

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Melbourne ist bekannt für seine „Street Art“-Szene und wird als eine der Hauptstädte der Street Art gefeiert. In Melbourne gibt es etwa 190 Laneways, also kleine Seitenstraßen oder Gassen, die ursprünglich zur Anlieferung von Waren gedacht waren. Die Straßenkünstler haben diese Orte für sich entdeckt, weil sie dort ihrer jeweiligen Kunstform weitgehend versteckt und erstmal unbemerkt nachgehen konnten. Insgesamt wurde die Street Art-Szene in Melbourne in den 1980er Jahren stark von der in New York beeinflusst. Zu Beginn gab es von städtischer Seite kein Verständnis für diese Kunstform. Während illegales Graffiti auch heute noch verboten ist und hart bestraft wird – mit zwischen 2000 Dollar Strafe und zwei Jahren Gefängnis, fördert die Stadt inzwischen die Straßenkünstler. So gibt es seit etwa zehn Jahren ein Programm, das diese Kunstform in Melbourne unterstützen soll. Hausbesitzer können eine Genehmigung beantragen, dass Künstler ihre Fassade bemalen oder bekleben dürfen. Wenn man in einer solchen Kunsthochburg wohnt, muss man sich also noch ein bisschen mehr mit dem Thema befassen. Also meldeten sich Sophie, Michelle und ich für eine „Laneway Art Tour“ an.

Bei einem Rundgang durch die Melbourner Innenstadt und besonders durch die Seitengassen erfuhren wir einiges über Künstler, die schon seit Jahren hier tätig sind (zum Beispiel der Brite „Banksy“) und auch über diejenigen, von denen die Künstlergemeinschaft genervt ist (zum Beispiel „Lush“). An vielen Kunstwerken oder Gassen wären wir normalerweise einfach vorbeigelaufen und einiges wäre uns bestimmt nicht aufgefallen. So haben die Künstler immer bestimmte Markenzeichen, der Künstler „be free“ zeichnet zum Beispiel oft ein kleines Mädchen und schüttet Farbe drum herum. Nach Aussage unseres Tourguides gibt es drei Gruppen von Straßenkünstlern: Erstens die Graffiti-Sprayer, die nicht aufs Geldverdienen aus sind, ein Statement in die Öffentlichkeit bringen und die öffentlichen Flächen „dekorieren“ wollen. Zweitens die professionellen Street Artists, die teilweise ziemlich gut verdienen. Drittens die Tagger, die ihr Pseudonym irgendwo hinschreiben. Wir hatten Glück und konnten während unseres Rundgangs sogar einigen Künstlern bei der Arbeit zusehen!

Bei der Tour habe ich immer gedacht: „Mensch, das müsste der Consti jetzt sehen!“ 🙂 Mein Bruder ist ja ein großer Graffiti-Fan und selbst künstlerisch aktiv. Da er aber leider nicht hier ist, gibt es nun extra viele Bilder! 😉

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Als Freiwillige beim Deutschen Filmfestival

27. Juli 2014 at 6:30

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IMG_5202Deutsche Filme umsonst anschauen und nette Leute kennen lernen – das hörte sich doch gut an! Also zögerte ich nicht lange, als das Goethe Institut in Melbourne Freiwillige für das diesjährige „Audi Festival of German Films“ suchte. 🙂 Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass es das größte deutsche Filmfestival außerhalb von Deutschland ist. Neben Melbourne wurden auch Filme in Sydney, Brisbane und Canberra gezeigt.

Ich half bei drei Filmvorführungen mit und schaute mir einen seltsamen Thriller an („A Pact“), eine sehr gute Tragikkomödie mit Tom Schilling („Oh Boy“) und „Hanni & Nanni 3“ (Schulvorführung). Die Filme waren alle auf Deutsch mit englischen Untertiteln und unterschiedlich gut besucht. Auf „Hanni & Nanni“ freute ich mich besonders, weil ich die Bücher früher verschlungen habe. Allerdings ist der Humor im Film doch eher für die jüngere Generation ausgelegt. Ich habe während meiner Schicht sehr nette Leute kennen gelernt und mich gut unterhalten. Einige, die als Freiwillige geholfen haben, waren Deutsche, aber viele auch Australier, die Deutsch in der Schule oder an der Uni gelernt haben. Ach übrigens hatte ich bei der Vorbesprechung die Steffi kennen gelernt, mit der ich in der Berlin Bar war und die ich dann ein Wochenende in Perth besucht habe (zu diesem Trip gibt es natürlich noch gesonderte Blogeinträge) – allein deswegen hätte sich das Filmfestival schon gelohnt. Wir haben uns gleich gut verstanden und sind in Kontakt geblieben, obwohl sie dann doch nicht beim Filmfestival geholfen hatte.

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Der Job als Freiwilliger war nicht besonders anspruchsvoll: Wir saßen im Filmfestival-T-Shirt am Tisch vom Goethe Institut, beantworteten Fragen zum Programm (soweit wir das konnten), gaben Programmhefte und Gummibärchen (sehr beliebt!) aus und durften uns dann die Filme anschauen. 🙂 Mit einer meiner Kolleginnen, der Monica, habe ich auch immer noch Kontakt. Sie ist zwar Australierin, war aber für ein halbes Jahr während eines Schulaustauschs in Deutschland, hatte einen deutschen Freund, möchte jetzt in Deutschland weiterstudieren und spricht wirklich gut Deutsch (das auf dem Bild ist aber nicht die Monica, das war eine andere nette Australierin, deren Vater früher ein bekannter australischer Tennisspieler war).

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Es war also eine interessante Erfahrung, beim Deutschen Filmfestival in Australien zu helfen!

„Gestatten, Mary Briely, Drogendealerin“ – Ein Besuch im alten Gefängnis von Melbourne und dem Wachhaus der Polizei

24. Juli 2014 at 6:38

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Eine Frau in Uniform öffnet uns die Tür. Ihr Blick ist hart, ihr Tonfall harsch und sie hat nichtIMG_4954 den Hauch eines Lächelns auf dem Gesicht. „Willkommen im Wachhaus der Polizei von Melbourne!“, sagt sie sarkastisch. Jule und ich schauen uns halb amüsiert, halb entsetzt an. War das eine gute Idee, nicht nur das alte Gefängnis von Melbourne anzuschauen, sondern auch noch die interaktive Führung durch das „Watchhouse“ mitzumachen? Mitgehangen, mitgefangen. Wie passend. Es gibt kein „Hallo, schön, dass Sie an der Führung teilnehmen“, man wird gleich mitten in das Geschehen einbezogen. Jeder von unserer Gruppe (auch die Kinder) bekommt eine neue Identität und erfährt, warum er „festgenommen“ wurde. Mein Name war „Mary Briely“, ich wurde wegen des Besitzes von illegalen Drogen unter Arrest gestellt. Von nun an hieß es nur noch „Yes, Sergeant“ und „No, Sergeant“. Wenn wir nicht laut genug antworten, werden wir angebrüllt. Na super, dafür hatten wir also Geld bezahlt?! Obwohl man weiß, dass das alles nur Rollenspiele sind, fühlt man sich schnell ziemlich eingeschüchtert. Bloß keinen Ärger machen oder unangenehm aus der Gruppe auffallen. „Haben Sie Drogen dabei?“ „Waffen?“ – Ähh, natürlich nicht. Wir müssen die Hände nach oben nehmen und Fragen zu unserer Identität beantworten. Die Kinder machen das Spiel echt locker mit, keines wirkt ängstlich oder als ob ihm die Situation unangenehm ist. Wahrscheinlich haben die Kinder von heute in Filmen und Computerspielen schon wesentlich abschreckenderes erlebt als so eine läppische Verhaftung.

Bis zu 100 Betrunkene am Wochenende

Durch diese Führung soll man erfahren, wie man sich fühlt, wenn man verhaftet, verurteilt und in einer Polizeistation eingesperrt wird. Die Polizeistation wurde 1909 in Betrieb genommen und erst 1994 geschlossen. IMG_4930In den 1990er Jahren waren dort jedes Jahr 19.000 Menschen unter Arrest – im Durschnitt 50 pro Tag -, wobei Männer und Frauen in getrennte Zellen gesteckt wurden. Das Vergehen, wegen dem die meisten dort landeten, war „Trunkenheit und ordnungswidriges Verhalten“. Teilweise waren an den Wochenenden bis zu 100 Betrunkene gleichzeitig in den drei „Naßzellen“ untergebracht. Sobald sie wieder nüchtern waren, wurden sie mit einer gerichtlichen Vorladung entlassen. IMG_4939Personen, von denen man dachte, dass sie sich selbst verletzen könnten, wurden in eine gepolsterte Zelle gebracht. Nachts bekamen die Insassen eine dünne Matratze und ein Laken – am Tag hielten sie sich hauptsächlich auf dem Sporthof auf und warteten auf ihren Gerichtstermin. Andere Delikte waren Diebstahl, unanständige Ausdrucksweise, Körperverletzung und offensives Verhalten. Allerdings saßen dort auch einige von Victorias berüchtigsten Verbrechern ein – unter anderem solche, die später wegen Mordes verurteilt worden sind. Im Wachhaus blieben die Verhafteten zwischen drei und 28 Tagen, bevor sie dem Richter vorgestellt wurden.

Eingesperrt

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Wir Frauen müssen uns nun an die linke, die Männer an die rechte Wand stellen. Beine breit, nach vorne beugen – wir werden nach Drogen und Waffen durchsucht und anschließend in unsere Zellen gebracht. IMG_4926Gemütlich ist es hier nicht gerade, die Wände sind dreckig, es gibt ein paar Lüftungsschächte, eine Bank und ein Klo in der Ecke. Nicht gerade das Ritz, aber Ansprüche dürfen wir nicht stellen, wir sind ja Verbrecher. Wir setzen uns alle auf die Bank und Sergeant Shannahan schließt mit einem lauten knall die braune Tür. Das Licht geht aus. Wir sind eingesperrt. Nicht gerade ein schönes Gefühl. Gut, dass wir nach ein paar Minuten wieder rausgelassen werden. Aber ich kann mir nicht vorstellen, so Stunden zu verbringen. Da würde ich Platzangst bekommen. Man glaubt es nicht, aber alle Bänke, Türen, die Toiletten etc. sind noch die Originale, da wurde nichts ausgetauscht!

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Das alte Gefängnis von Melbourne

Ach ist das schön, wieder frei zu sein! Nach etwa einer dreiviertel Stunde werden wir aus dem Wachhaus entlassen und schauen uns das alte Gefängnis von Melbourne an. Mit dem Bau wurde 1841 begonnen und der erste Zellenblock vier Jahre später in Betrieb genommen. Als im Raum Melbourne 1851 Gold entdeckt wurde, wuchs die Bevölkerung rasant an und dadurch häuften sich auch die Verbrechen. Deshalb baute man das Gefängnis weiter aus, so dass es schließlich so groß wie ein ganzes Stadtviertel war. Es umfasste Sporthöfe, Krankenhäuser, eine Kapelle, ein Badehaus und Unterkünfte für das Wachpersonal. Das Melbourner Gefängnis wurde 1924 geschlossen und während des Zweiten Weltkrieges für kurze Zeit nochmal geöffnet, um Militärgefangene aufzunehmen. Seit dem Jahr 1972 ist der Zellenblock ein öffentliches Museum. Am Anfang wurden die Gefangenen in Einzelhaft gesteckt und durften die Zelle nur für eine Stunde Sport am Tag verlassen. Unterhaltungen zwischen den Gefangenen waren verboten und außerhalb der Zelle mussten sie sogar eine so genannte „Schweigemaske“ tragen. Nur einmal die Woche durften sie baden und ihre Kleider wechseln sowie sonntags in die Kapelle gehen.  In die Gemeinschaftszellen im zweiten Stockwerk kam, wer Schuldner war oder wer bald entlassen werden sollte.

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Der Galgen von Ned Kelly

Insgesamt wurdendort 133 Gefangene – unter anderem der berüchtigte Ned Kelly im November IMG_49651880 – am Galgen gehängt. In den einzelnen Zellen kann man Geschichten über die hingerichteten Gefangenen nachlesen und man erfährt einiges über die Entstehung und die Geschichte des Gefängnisses. Ein bisschen gruselig sind die Totenmasken der Hingerichteten, die in den einzelnen Zellen ausgestellt sind. Diese wurden unter anderem als Beweis dafür gemacht, dass der Gefangene auch wirklich hingerichtet worden ist. Es ist schon etwas komisch, den Galgen zu sehen, an dem die Menschen gehängt worden sind. Etwas makaber erscheint dabei auch das Miniatur-Galgenmodell, bei dem man per Knopfdruck „nachspielen“ kann, wie jemand gehängt wird. Manchmal hat es bis zu 20 Minuten gedauert, bis der Gehängte auch wirklich tot war.

Nach all den Geschichten von Morden und Gehängten, den vielen Totenmasken, dem Galgen und dem schummrigen Licht im Gefängnis waren Jule und ich dann doch sehr froh, als wir wieder in Freiheit waren und das Tageslicht sahen.

Die WM in Melbourne/ Teil 2: Das Finale im Crown Casino mit buhenden Argentiniern

16. Juli 2014 at 16:31

Foto 5-1Wir sind WELTMEISTER!!!! Wo habt Ihr denn das Finale geschaut? Obwohl die WM-Spiele durch die Zeitverschiebung ja immer nachts um 2 Uhr oder morgens um 6 Uhr gelaufen sind, war die Fußball-Weltmeisterschaft auch in Melbourne ein großes Thema und die Spiele wurden in vielen Bars übertragen. Wenn Deutschland nun schon mal so weit gekommen ist, wollten wir uns das Finale natürlich nicht entgehen lassen. Das Halbfinale gegen Brasilien hatten wir mit ein paar sehr enttäuschten Brasilianern im Hostel in Alice Springs geschaut. Zum Finale war ich nun mit der Sylvie (einer Deutschen), einem australischen Freund von ihr und dem Finnen Tommi verabredet. Wir wollten das Spiel im Hophaus, einer (scheinbar neuen) bayerischen Bierkneipe nicht weit von mir schauen. Das Hofbräuhaus war dieses Mal schon Tage vorher ausverkauft. Bei solchen Ereignissen sieht man immer, wie viele Deutsche doch hier leben. Um 5 Uhr früh ging das Spiel los und um 4 Uhr öffnete das Hophaus seine Pforten. Der Ansturm der Deutschen war so groß, dass man Schlange stehen musste! Fast alle waren in Trikots da, hatten Fanutensilien dabei und ließen sich am Eingang eine deutsche Flagge ins Gesicht malen (ich natürlich auch). Um kurz nach vier Uhr morgens hatten die meisten schon ein Weizenbier in der Hand und die Männer schauten alle sehr glücklich aus. Fußball und deutsches Bier – was will MANN mehr? 😉 Leider fanden die Sylvie und ihr Begleiter keinen Parkplatz, kamen dadurch eine halbe Stunde später und nicht mehr ins Hophaus rein. So stand ich nun alleine dort, denn der Tommi hat seinen Wecker nicht gehört und das gesamte Spiel zum seinem Bedauern verschlafen. 🙂

Kurz vor Anpfiff bin ich dann mit der Sylvie und dem Australier zum Crown Casino, das nicht weit entfernt vom Hophaus ist, gespurtet. Foto 1-1Dort waren schon viele Fußballbegeisterte in der Bar und die Nationalitäten etwas gemischter als im Hophaus. Während des Spiels merkten wir recht schnell, dass mehr Argentinier als Deutsche anwesend oder die Argentinier einfach nur lauter waren. Die Argentinier bewiesen nicht gerade großen Sportsgeist, buhten die Deutschen aus und waren noch der Niederlage auch ziemlich schnell verschwunden. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch und dank der drei Bildschirme konnten wir das Spiel auch gut verfolgen. Der WM-Titel war wirklich harte Arbeit und die Argentinier hatten mehrere gute Chancen, aber zum Glück schoss Mario Götze dann dieses tolle Tor. Während des Spiels ist mir mehrmals fast das Herz stehengeblieben, so spannend war es. Aber ich bin wirklich froh, dass es nicht zum Elfmeterschießen gekommen ist!

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Es war zwar auch sehr schön, die WM hier zu schauen, aber gerade nach dem Finalsieg wäre ich gerne in der Heimat gewesen, denn dort war die Stimmung sicher genial! Nach dem Ende des Spiels bin ich gleich zum Babysitten und anschließend zum Einkaufen gegangen und hatte gar keine Zeit mehr, die Flaggen aus dem Gesicht abzuwaschen. So bin ich den ganzen Tag mit zwei großen Deutschlandflaggen auf den Wangen durch Melbourne gelaufen. 🙂 Man zieht so doch ziemlich viel Aufmerksamkeit auf sich… 🙂 Andere Deutsche haben mir zugejubelt, Kinder mich angeschaut und einige Erwachsene haben mir zum Sieg gratuliert. Unangenehm war mir das aber nicht, denn ich war stolz auf die Leistung „unserer Jungs“. Es hat sich also auf jeden Fall gelohnt, extra so früh aufzustehen und so wenig zu schlafen (in der Nacht vor dem Finale nur 2 Stunden)! 🙂

Die WM in Melbourne/ Teil 1: Fußball, Bier und Dirndl Remover im Hofbräuhaus

17. Juni 2014 at 13:23

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Das WM-Fieber hat es doch tatsächlich bis nach Australien geschafft! Foto 1-1Leider gibt es hier kein Public Viewing wie in Deutschland und es ist hier momentan leider auch nicht so warm wie grad in der Heimat, so dass wir die Spiele leider nicht wie Ihr im Biergarten anschauen können (mal abgesehen davon, dass es die hier auch nicht gibt). Allerdings kann man die Fußballspiele in vielen Bars, Kneipen und Restaurants verfolgen. Das erste Deutschlandspiel wollte ich mir – trotz Erkältung – natürlich nicht entgehen lassen! Auch wenn die Spiele durch den Zeitunterschied für uns zu wirklich blöden Zeiten kommen. Der Anpfiff für Deutschland gegen Portugal war zum Beispiel um 2 Uhr nachts. Für mich als Nachtmensch kein Problem und auch andere (Fußball-)“Verrückte“ ließen sich trotz nächtlicher Zeit nicht vom gemeinsamen WM-Schauen abhalten.

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Zusammen mit dem Finnen Tommi, der deutschen Jessica und ihrem chinesischen Freund Marc feuerte ich unsere Mannschaft mit dutzenden anderen Deutschen im Hofbräuhaus in Chinatown an. Foto 2-2Die Stimmung war super, viele junge Leute in Trikots, viel Bier, Brezeln, bayerische Spezialitäten – IMG_7179aber auch deftige Preise (so kostete ein paar Weißwürste mit einer Brezel zum Beispiel rund 20 Dollar). Jessica und ich haben einen Cocktail getrunken, der mit 11,50 Dollar vergleichsweise recht billig ist: „Dirndl Remover“! 🙂 Was für ein Name! Der Kommentar des Barkeepers: „Das ist mein Lieblingscocktail!“ Grins! Kein Wunder! Gut, dass wir kein Dirndl anhatten.

Bei jedem Tor gab es großen Jubel, Gesänge und Musik. Das Spiel, besonders die erste Halbzeit, war aber auch super! Am Ende freuten wir uns über das geniale Ergebnis von 4:0 und gingen um 4 Uhr nachts nach Hause. Wo wir wohl das nächste Spiel anschauen? Das Match gegen Ghana ist bei uns um 5 Uhr morgens am kommenden Sonntag. Ich werde berichten! 🙂

Wo habt Ihr denn das Spiel angeschaut?

„Eine Angela Merkel vielleicht?“ – Die Berlin Bar in Chinatown

12. Juni 2014 at 7:46

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IMG_5136„Sie verlassen jetzt West-Berlin“ – nein, keine Angst, Ihr seid nicht plötzlich im falschen Blog gelandet! In Melbourne, besser gesagt in Chinatown, gibt es eine Berlin Bar, die sich vielversprechend anhörte: Man muss klingeln, wird an der Eingangstür gefragt, ob man nach Ost oder West möchte und je nachdem, wie man sich entscheidet, landet man in einer Bar im Ost- oder im Weststil. Das musste ich mir zusammen mit Steffi (einer Deutschen, die ich beim Briefing für das Deutsche Filmfestival im Goethe Institut kennengelernt hatte) anschauen! Gespannt stiegen wir die Treppen zur Bar empor und waren etwas erstaunt, als uns kein Deutscher, sondern ein Franzose die Tür öffnete! Ich weiß, die deutsch-französische Freundschaft ist wirklich eng, aber das hätte nun wirklich nicht sein müssen! Es gibt ja wohl genug Deutsche in Melbourne (es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht jemanden in der Stadt Deutsch sprechen höre) und besonders viele deutsche Backpacker, die diesen Job machen könnten. Gleich zu Beginn schon ein Minuspunkt an Authentizität.

Nun die nächste Überraschung: Jean-Pierre (ok, zugegeben, ich weiß nicht, ob er so hieß, aber ganz unwahrscheinlich ist es nicht :-)) fragte uns nicht in konspirativem Ton flüsternd „Ost oder West“ (so wie ich es mir vorgestellt hatte), sondern führte uns in zwei Räume, die Ost- und Westberlin repräsentieren sollten. Es waren also nicht wie uns erzählt worden war, zwei Bars, sondern einfach eine Bar mit zwei Räumen. Spannender war für uns natürlich Ost-Berlin, also auf in den Osten! Vorbei an dem Schriftzug „Sie verlassen jetzt West-Berlin“ ging es in die DDR. Na ja, nicht wirklich. IMG_5128Die Einrichtung war eher im Stil der 1980er Jahre und außer Stacheldraht und Tarnnetz erinnerte nicht wirklichIMG_5129 etwas an den Osten. Interessiert studierten wir nun die Karte. „Angela Merkel“, „Luftwaffen Sour“, „Die Ziege“, „Love Parade“, „Munich 75“ und „Bundesprasident“ hießen zu unserem Erstaunen einige Cocktails, die stolze 20 Dollar kosteten. Die Idee, den Getränken deutsche Namen oder Namen, die sich auf etwas Deutsches beziehen, zu geben, finde ich ja richtig gut und auch passend. Aber solche? Wer hat sich denn die ausgedacht? Franzosen vielleicht, die kein so positives Deutschlandbild haben? Warum würde man einen Cocktail sonst „Die Ziege“ nennen?IMG_5127IMG_5126 Und den darauffolgenden „Angela Merkel“? Ob sich das eine auf das andere bezieht?! Also „Love Parade“ fand ich in Anbetracht der vielen Toten von Duisburg auch etwas geschmacklos. Was mich zugegebenermaßen aber nicht davon abhielt, diesen Cocktail zu bestellen, weil sich die anderen nicht so berauschend anhörten. Steffi versuchte „Munich 75“ und als uns unsere französische Bedienung (ja saperlott was war denn hier los?!) die Getränke brachte, waren wir nicht mehr sonderlich erstaunt, dass die Cocktails nicht so toll schmeckten. Wetten, „Die Ziege“ ist der Geheimtipp?! 🙂 Weil der Osten uns nicht gerade vom Hocker riss, überquerten wir die Grenze und IMG_5137setzten uns in den Westen. Der Grenzübergang verlief wie erwartet problemlos. Was hätte man aus dieser Idee nicht alles machen können! Grenzkontrollen, Ausgabe von „Pässen“, etc. Im Westen war es ganz nett, aber auch nicht spektakulär ehrlich gesagt. IMG_5135So und jetzt haltet Euch fest: Als wir auf der Toilette ein Poster vom Schloss Neuschwanstein gesehen haben, da war uns klar: das Lokal muss einem Franzosen gehören, der auf einem Flohmarkt ein paar Berlin-Souvenirs erstanden und ansonsten von Deutschland keine Ahnung hat! Berlin und Neuschwanstein – wie passt denn das zusammen?! Wenn es wenigstens das Brandenburger Tor gewesen wäre… Ohje…

Das Fazit unseres Kurzausflugs nach Berlin: Die Idee an sich ist super und man hätte so viel daraus machen können, aber sie ist so schlecht umgesetzt, dass es sicherlich mein einziger Besuch in der Berlin Bar gewesen sein wird. Was ich unbedingt noch recherchieren muss: Gibt es in Melbourne eine Paris Bar, in der Deutsche kellnern, in der es Cocktails mit Namen wie „Croissant“, „Der Esel“, „François Hollande“ oder „Eiffelturm“ gibt und in deren Toilette eines der Loire-Schlösser hängt? 🙂

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Mitarbeit bei „Deutsche in Melbourne“

2. Juni 2014 at 14:27

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Ich freue mich sehr, dass ich seit Kurzem Redaktionsmitglied der Webseite „Deutsche in Melbourne“ bin! In den nächsten Monaten werde ich frei mitarbeiten, zu Veranstaltungen gehen, Fotos machen und Artikel schreiben. Zwei Texte von mir sind schon veröffentlicht – über den Eureka Tower und den St. Martinsumzug. Ihr habt richtig gehört: Am Samstag hatte die deutsche evangelisch-lutherische Dreifaltigkeitsgemeinde in Melbourne zum Laternenumzug eingeladen und anschließend gab es Brezeln, Würstchen, Schmalzbrote und Glühwein! 🙂 St. Martinsumzug und Glühwein Ende Mai, das ist schon umgewohnt, aber hier ist ja schließlich Herbst (bzw. gestern war sogar Winteranfang). 😉 Es nahmen hunderte Eltern mit ihren Kindern am Laternenumzug teil und die Atmosphäre war richtig schön.

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Falls Ihr Lust habt, könnt Ihr meine beiden bisher erschienenen Artikel hier nachlesen:

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-wissen/940-sehneswert-eureka-tower-melbourne-2014.html

http://www.deutscheinmelbourne.net/melbourne-geschehen/941-deutscher-laternenumzug-melbourne-2014.html

Ich hoffe, Euch geht´s allen gut! Ich freue mich immer von Euch zu hören und bin gespannt, was bei Euch so los ist! 🙂

Allerliebste Grüße aus dem momentan etwas regnerischen Melbourne,

Eure Christine

Mitten unter Formel 1-Fans

28. Mai 2014 at 5:58

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Zwar ist die Formel 1 nun auch schon einige Zeit her, aber ich möchte Euch dieses für mich sicher einmalige Erlebnis nicht vorenthalten. 🙂 Seit ich in Melbourne Ende Januar angekommen bin, war die Stadt im Formel 1-Fieber und Sebastian Vettel schien einfach allgegenwärtig zu sein – auf großen Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen und auf Flyern. Zugegeben, das Foto von ihm war nicht das Beste, aber es erfüllt einen schon etwas mit stolz, wenn für eine Sportveranstaltung in Australien mit einem Landsmann geworben wird. Um die Einheimischen und die Touristen auf das Grand Prix-Wochenende einzustimmen, waren an unterschiedlichen Plätzen in der Innenstadt Stände aufgebaut. Freundliche Promotion-Frauen – zu meinem Erstaunen viele Deutsche – informierten dort über das Rennen, man konnte Tickets kaufen, Rennwagen bestaunen, sich mit einem Rennfahrer aus Pappe fotografieren lassen und an Gewinnspielen teilnehmen. Auch als jemand, der in Deutschland noch nicht einmal ein ganzes Formel 1-Rennen im Fernsehen – geschweige denn live – gesehen hatte, kam man also hier an diesem Sport nicht vorbei. Selbst von unserer Wohnung aus konnten wir das Geräusch der Motoren hören. Etwa 300.000 Menschen wurden zu dem Ereignis erwartet. Die Begeisterung steckte einen somit förmlich an und so kam es, dass ich mir auch ein Ticket gekauft und das Rennen zusammen mit anderen Deutschen (Julia, Miriam), Spaniern (Beatriz, David) und Finnen (Tommi und zwei Mädels) live angeschaut habe.

Das erste Mal auf der Rennstrecke

Drei Tage vor dem eigentlichen Rennen konnten wir uns, weil die Rachel als großer Formel-1-Fan einen besonderen Pass für die gesamten Tage hatte, die Rennstrecke schon mal anschauen und das von einer Tribüne über den Boxen der Rennställe. Das Gelände ist ziemlich groß gewesen und für den Zutritt zu unterschiedlichen Bereichen benötigte man immer einen speziellen Zugangspass. Als die Porsche Carrera-Autos die Rennstrecke entlang gerast sind, war das wirklich laut und ich war froh, dass die Rachel spezielle Ohrenschützer dabei hatte. Anschließend schaute ich zusammen mit Rachel und Tristan noch ihre Plätze, die genau gegenüber der Tribüne der Siegerehrung waren, an. Obwohl ich mich bisher ja nicht für den Rennsport interessiert habe, war es wirklich spannend, die Vorbereitungen für ein solches Großereignis zu sehen und etwas von der Faszination, die der Sport auf die Formel 1- Fans ausübt, live zu spüren.

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Tolles Rahmenprogramm

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Am Tag des Rennens hatte man den Eindruck, als ob nicht nur halb Melbourne auf den Beinen war, sondern auch halb Deutschland. Denn von allen Seiten hörte man seine Muttersprache und sah Deutschlandflaggen. Mit Essen versorgt und die Campingstühle geschultert, machten wir uns morgens um 10 Uhr auf den Weg zum Albert Park, der Rennstrecke. Wenn man bedenkt, dass das eigentliche Rennen erst um 17 Uhr angefangen hat, mag das etwas früh erscheinen und auch mir war nicht ganz klar, warum wir unbedingt schon so viele Stunden vorher da sein mussten. Gut, dass wir aber auf David, einen der Spanier, gehört hatten, der schon Formel 1 erfahren ist. Nachdem wir die Kontrolle am Eingang, bei der nur sehr oberflächlich in die Taschen geschaut worden ist, hinter uns hatten, suchten wir uns einen Platz auf dem Rasen bei der ersten Kurve der Rennstrecke. Wie zu erwarten, waren wir nicht die Einzigen, die diese Idee hatten, und so sah man schon nach kurzer Zeit kein Gras mehr vor lauter Menschen. IMG_4757Mit Stühlen, Decken, Essen und Sonnenmilch ausgestattet, bereiteten sich die Formel 1-Fans auf einen langen Tag vor. Man könnte annehmen, dass die Stunden vor dem Rennen nicht vergehen wollen und sich Langeweile unter den Wartenden breit macht, aber weit gefehlt. Das Rahmenprogramm war so umfangreich, dass man gar nicht wusste, was man sich zuerst ansehen sollte: den Porsche Carrera Cup, den Profi-Skateboarder Tony Hawk in der Halfpipe, die Ferrari-Ausstellung, die Bike-Show, die Jet-Flugshow und vieles mehr. Es gab verschiedene Paraden unterschiedlicher Fahrer und Autos, Autogrammstunden, eine Graffitiwand, zahlreiche Informationstafeln und natürlich jede Menge Essens-, Getränke- und Merchandisingstände. Mit der Julia bin ich fast zwei Stunden herumgelaufen und habe mir alles angeschaut. Trotz der tausenden Menschen habe ich auf dem Gelände doch tatsächlich durch Zufall die Stefanie, die ich beim Informationstreffen für das Deutsche Filmfestival im Goethe Institut kennen gelernt hatte, gesehen! So verging die Zeit wie im Fluge und schon wurde die australische Nationalhymne gesungen.

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Internationales Treffen auf der Rennstrecke

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Als das Rennen gestartet war, sind alle von ihren Sitzen aufgesprungen, man konnte nicht mehr wirklich viel von der Rennstrecke sehen und das Geschehen hauptsächlich über den Bildschirm verfolgen. IMG_4880Großer Jubel kam natürlich immer auf, wenn Daniel Ricciardo – der australische Fahrer, an uns vorbeifuhr. Da ich mich ja nicht wirklich gut mit den Fahrern und Autos auskenne, konnte ich meist nur am Jubel der Leute um mich herum erkennen, wer gerade vorbeigefahren ist: Wenn David jubelte, war es Alonso; wenn Tommi jubelte (ausgestattet mit riesiger Flagge und das Gesicht in den Finnland-Farben bemalt) Raikkonen; wenn lauter Jubel ausbrach, der Australier und ab und an bekam ich mit, dass Vettel vorbeifuhr. 🙂 Für einen Formel 1-Laien wie mich war das Rennen gegen das vorher wirklich abwechslungsreiche Programm etwas langweilig und zog sich doch ziemlich hin. Wenn man an der Strecke steht, ist das Live-Gefühl ja auch immer nur in den paar Sekunden spürbar, wenn IMG_4862die Autos vorbeifahren – ansonsten starrt man auf die leere Strecke und den Bildschirm. Die wirklichen Formel 1-Fans waren auch etwas enttäuscht, dass der Sound der Autos aufgrund der geänderten Vorgaben am Fahrzeug leiser war. Ich dagegen fand es sehr angenehm, dass man nicht zwangsläufig einen Ohrenschutz gebraucht hatte. Als die 58 Runden (8 hätten es auch getan) 1533873_10202844001357654_25565869_ndann (endlich) vorbei waren und Nico Rosberg gewonnen hatte, stürmten alle Fans auf die Rennstrecke und rannten zur Siegertribüne. Um uns herum wimmelte es nur so von Flaggen aus aller Welt – so sah man unter anderem deutsche, finnische, spanische oder französische. Eine fröhliche Atmosphäre breitete sich aus, alle feierten miteinander und schauten sich – wenn auch wie wir von weitem – die Siegerehrung an. Von ein paar Deutschen borgten wir uns eine deutsche Flagge, machten ein paar Bilder, dann kamen immer mehr andere Leute mit Flaggen dazu bis wir irgendwann ein sehr lustiges Gruppenbild mit dutzenden Leuten hatten, die wir gar nicht kannten. 🙂 So schossen viele Fans Erinnerungsfotos auf der Rennstrecke und warfen einen Blick in die Boxen der Teams, bevor um 20 Uhr alle Besucherinnen und Besucher das Gelände verlassen mussten.

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Ahoi! Mein Besuch auf der MS Europa

25. Mai 2014 at 14:01

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Wie klein die Welt doch manchmal ist! Über die Yvonne, meine ehemalige Kollegin und liebe Freundin aus Fulda, habe ich den Kontakt zur Bordfotografin Marusia vermittelt bekommen, die ich dann für das Weltreisemagazin interviewt hatte. Auf ihrer Reise quer durch die Welt, machte Marusia mit dem Kreuzfahrtschiff „MS Europa“ auch in Melbourne Station und diese Gelegenheit haben wir natürlich für ein Treffen genutzt! Leider hatten Marusia und ihre Kollegin Marina nur sechs Stunden für Melbourne Zeit, aber ich habe versucht, Ihnen so viel wie möglich zu zeigen. So haben wir ein bisschen Sightseeing gemacht und waren im DFO (Outletcenter) shoppen – auf ausdrücklichen Wunsch der beiden. 🙂 Wenn man monatelang auf einem Schiff unterwegs ist, hat man scheinbar nicht so viel Gelegenheit, ausgiebig Klamotten zu kaufen.

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Weil mich Kreuzfahrtschiffe schon immer interessiert haben, war es für mich toll, dass mich die beiden vor der Abfahrt des Schiffes mit an Bord nehmen durften. Im Schnelldurchlauf zeigte mir Marusia die verschiedenen Decks, ihre Kabine, die Aufenthaltsräume des Personals, die Restaurants, Bars und das Fitnessstudio. Die Kabinen sind schon wirklich eng und oftmals teilt man sich die noch mit einer Kollegin – da darf man keine Klaustrophobie haben. So hatte ich das Glück, nicht nur sehr sympathische Mädels kennen zu lernen, sondern auch noch Bereiche eines Kreuzfahrtschiffs zu sehen, die vor den Passagieren normalerweise verborgen bleiben. So ein Kreuzfahrtschiff ist schon eine Welt für sich. Außerdem konnte ich mich kurz mit der Kollegin von Marusia, die für das Bordmagazin verantwortlich ist, unterhalten und so einiges über die Pressearbeit an Bord erfahren.

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Als das Schiff wieder ablegte, lief ich von Port Melbourne am Strand etwa eine Stunde lang nach St. Kilda. Das ist eine schöne Strecke und da stehen tolle Häuser mit einem genialen Blick auf den Strand und das Meer.

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„Ja mir san mit’m Radl da“ – Eine Fahrradtour zum Brighton Beach

24. Mai 2014 at 15:16

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Habt Ihr 200.000 Dollar übrig? Wennn Ihr in Brighton wohnen und dort Steuern zahlenIMG_4622 würdet, könntet Ihr Euch zum Beispiel eine der berühmten Strandhütten dort leisten. Die 82 bunten Hütten sind ein berühmtes Fotomotiv und das wollte ich mir zusammen mit der Julia (macht ein Praktikum in Melbourne) und der Sarina (auch ein deutsches Au Pair) mal aus der Nähe anschauen. Also haben wir uns Fahrräder an einer „Bike Share“-Station ausgeliehen, die es überall in Melbourne gibt.  Man zahlt nur einen geringen Betrag, kann die erste halbe Stunde sogar umsonst fahren und je länger man das Fahrrad hat, desto höher werden die Stundensätze. Für kurze Strecken lohnt sich das also. Von St. Kilda aus fuhren wir am Strand entlang zum Brighton Beach (7km) – eine sehr schöne Strecke! Da stehen tolle Häuser in Strandnähe! Brighton ist ein Vorort von Melbourne, in dem nicht gerade die ärmsten Leute wohnen.

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1557436_10203318864243201_1077900830_nDie Strandhütten selber sind alle aus Holz, haben die selbe Größe, kein fließend Wasser oder Strom. Alle sind unterschiedlich bemalt und manche sehen schon etwas heruntergekommen aus. Sie sind nicht besonders groß oder schön, es passen ein paar Strandutensilien rein, aber besonders luxeriös sind sie nicht. Allerdings ist es scheinbar ein Statussymbol für diejenigen, die schon alles haben und nicht wissen, was sie mit ihrem Geld noch anstellen sollen. Nachdem wir dort hingeradelt sind und einige Bilder gemacht hatten, ging es für Julia und mich wieder zurück nach St. Kilda. Eigentlich dachten wir, dass wir die Fahrräder in Brighton Beach abgeben, uns dann dort aufhalten und dann wieder welche ausleihen könnten. Aber überall in Melbourne gibt es diese Fahrradstationen – nur nicht am Brighton Beach! Also hatten wir die Fahrräder ein paar Stunden und mussten am Ende über 30 Dollar für die Fahrradtour zahlen. Egal – es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

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Falls ich mal irgendwann nicht wissen sollte, was ich mit meinem vielen Geld anfangen soll – eine solche Strandhütte würde ich mir auf jeden Fall nicht zulegen! Dann doch lieber ein paar Milliönchen drauflegen und ein richtiges Haus am Strand (dann würde ich aber eines an einem der östlichen Strände von Sydney bevorzugen)! 🙂

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