Freude am Schreiben

21. März 2014 at 15:38

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Täglich begegnen mir hier so viele interessante Themen, bei denen ich immer denke: „Darüber möchte ich einen Artikel schreiben!“ Da ich aber so viel unterwegs bin und viel unternehme, komme ich leider kaum hinterher. Aber ich bin dran und habe erst kürzlich einen Text (ähnlich dem in meinem Blog) über das Opernhaus in Sydney für das „Weltreisemagazin“ und über Janina Beckett (eine Fuldaerin, die einige Monate in Australien studiert hat) für den „Marktkorb“ geschrieben, die nun veröffentlicht worden sind (siehe den Gästebucheintrag von Wolfgang Weber).

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mal einen Blick hinein werft!

Marktkorb – Janina Beckett (veröffentlicht am 16. März 2014):

Printausgabe

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Onlineversion

http://www.marktkorb.de/aktuelles/detailansicht/ch/9ac2915f1f67dbef27f867fc0ded559c/title/schildkroeten-koalas-und-kaengurus-ganz-nah.html

Weltreisemagazin – Opernhaus Sydney (veröffentlicht am 17. März 2014):

http://weltreiseforum.com/blog/opernhaus-sydney-fuehrung-durch-das-wahrzeichen/

Viel Spaß beim Lesen und liebe Grüße vom anderen Ende der Welt! 🙂

Great Ocean Road Trip Teil 2 – Schiffsunglück, Buschfeuer und Wasserfall

18. März 2014 at 14:33

Posted from Port Campbell, Victoria, Australia.

Der nächste Tag fing sehr stürmisch an, es war windig und kalt. Gut, dass wir die Zwölf Apostel noch am Abend zuvor gesehen hatten. Doch wir trotzten Wind und Wetter und ließen uns den Spaß an unserem Ausflug nicht verderben. Als nächstes stand „Loch Ard Gorge“, das einige Kilometer westlich der „Zwölf Apostel“ liegt, auf dem Programm (oder wie Jenny es nannte: „Loch und Gorg“).

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In dieser Felsschlucht (englisch „Gorge“) ist am 01. Juni 1868 das Schiff „Loch Ard“ an einem Riff zerschellt. Von den 54 Passagieren haben nur zwei überlebt: die 18-jährige irische Immigrantin Eva Carmichael und der Schiffsjunge Tom Pearce. Als er an den Strand gespült wurde, hörte er Eva, die sich im Wasser an ein Schiffsteil klammerte und um Hilfe schrie. Über eine Stunde dauerte es, bis Tom sie gerettet hatte. Am Strand gab er ihr etwas Brandy (KEIN WITZ!), der vom Schiff an Land gespült worden war. Tom holte Hilfe und beide waren gerettet. Jetzt mal ehrlich, klingt das nicht wie ein Film?? Schon allein die Namen kommen mir so bekannt vor. Und dann noch die Geschichte mit dem Brandy! Hollywood hätte eine wahre Freude an Tom gehabt: erst rettet er eine junge (wahrscheinlich hübsche Frau) und – kaum ist sie bei Bewusstsein – füllt er sie ab! 🙂 Das MUSS doch einfach der Anfang einer großen Liebe sein, oder? Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Tja, aber da diese Geschichte (leider) nicht aus der Feder eines Drehbuchautors entsprungen ist, sah die Realität folgendermaßen aus: Tom wurde für die Rettung von Eva mit einer Medaille der „Royal Humane Society of Victoria“ in Melbourne geehrt und bekam von der Regierung von Victoria einen Scheck über 1000 Pfund. Eva blieb noch sechs Wochen in Australien und kehrte danach auf einem Schiff in ihre Heimat zurück (ihre ganze Familie starb scheinbar bei dem Unglück). Davon stand nichts auf der Infotafel an der Schlucht, da hört es mit der Rettung auf. Kein Wunder, wer möchte denn auch dieses Ende wissen?! Für solch ein Ende geht doch kein Mensch ins Kino! Sprang der Funke etwa nicht über zwischen den beiden? Nahm Eva es Tom übel, dass er sie gleich nach der Rettung abfüllen wollte? Mochte sie keinen Brandy? War die Trauer über den Verlust ihrer Familie zu groß, um sich auf eine Liebe in der neuen Heimat einzulassen? Prahlte Tom mit seiner Heldentat und nahm auf die trauernde Eva keine Rücksicht? Wartete etwa ein junger Ire zu Hause auf Eva, von dem sie durch die weite Reise nach Australien getrennt werden sollte? Waren sie sechs Wochen lang ein Paar und zerbrach dann die junge Liebe? Fragen über Fragen…. Ach, Eva und Tom, wie hätte ich Euch doch ein Happy End gegönnt! 🙂 In der Schlucht wurden übrigens Szenen eines Piratenfilms von 1982 und der TV-Serie „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1999) gedreht. Ob Die (Liebes-)Geschichte von Eva und Tom jemals verfilmt worden ist, konnte ich bisher nicht herausfinden. Aber das würde sicher ein Kassenschlager werden! 🙂

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Auf der Heimfahrt haben wir immer wieder an ganz vielen schönen Stränden und tollen Aussichtspunkten Halt gemacht. Gott sei Dank hatte sich das Wetter inzwischen auch gebessert. Tja, was soll ich sagen, wenn Engel reisen… 🙂 Wir hatten auf jeden Fall so viel Spaß, wie man sicher an den Bildern sehen kann:

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An diesem Wochenende war auch „Total Fire Ban“ – es durfte also gar kein Feuer angemacht werden. Wenn man dies doch getan hätte und erwischt worden wäre, hätte man mit einer sehr hohen Geldstrafen rechIMG_3842nen müssen. Was aber auch verständlich ist, denn schon ein kleiner Funke kann bei so einer Trockenheit ein großes Buschfeuer entfachen. Als wir auf der Great Ocean Road unterwegs waren, hörten wir im Radio immer Nachrichten zu den Buschfeuern um Melbourne. Bei einigen Gegenden hörte man folgende Warnung: „Es ist zu spät, das Gebiet zu verlassen. Bleiben Sie im Haus und machen Sie die Fenster zu!“ Wenn man dort wohnt und so eine aufmunternde und positive Nachricht hört, dann ist man doch gleich beruhigt. Vor ein paar Jahren war ein Ort, durch den wir an dem Tag durchgefahren sind (laut Aussage von Gregors Gastvater), vom Feuer eingeschlossen und die Bewohner mussten so lange im Meer warten bis die Feuerwehr die Flammen im Griff hatte! Es muss schlimm sein, wenn alles, was man besitzt, vom Feuer bedroht der gar zerstört wird! Eine Australierin hat mir gesagt, dass es die Buschfeuer schon immer gab und sich die Natur in Australien so immer wieder erneuert. Nur dadurch, dass der Mensch mittlerweile immer näher an die Natur herangezogen ist, sind diese inzwischen für die Australier so bedrohlich und verursachen so viel Chaos.

Ein Känguru haben wir zwar nicht gesehen, aber dafür einige dieser Straßenschilder! 🙂

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Was wir auch auf diesem Roadtrip gelernt haben ist, dass nicht alles, was in den Reiseführern steht, auch wirklich sehenswert ist. So machten wir uns auf die Suche nach einem Wasserfall, liefen ne Weile durch die Pampa und was erwartete uns?! Ein bisschen Wasser lief nen Stein herunter und darunter war eher eine stinkende Brühe als klares Wasser. Das war aber der einzige nicht wirklich schöne Fleck auf der Great Ocean Road, den wir entdeckt haben. Doch was macht man als vorbildlicher Tourist in dieser Situation? Augen zu und weg? Nein, Kamera gezückt und fleißig Bilder gemacht. 🙂

Da gab es scheinbar schon mal den ein oder anderen Zwischenfall, bei denen sich ein Tourist vertan hat… 😉 Gregor blieb aber immer auf der richten Seite! 🙂

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Am Ende sprangen die ganz mutigen – Jule und Gregor – in das nicht mehr wirklich warme Wasser am Bells Beach und ließen sich von den hohen Wellen nicht abschrecken – RESPEKT!

 

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Great Ocean Road Trip Teil 1 – Leuchtturm, Koalas und die Zwölf Apostel

6. März 2014 at 13:41

Posted from Port Campbell, Victoria, Australia.

Manchmal gibt es wirklich Zufälle im Leben! Als ich in einer Facebook-Gruppe lese, dass jemand noch Mitfahrer zur Great Ocean Road sucht und mit dem Mädel ins Gespräch komme (bzw. hin und her schreibe), stellt sich heraus, dass sie und derjenige, der das Auto von seinen Gasteltern für den Ausflug bekommt, auch Au Pairs an der Deutschen Schule Melbourne sind! Jenny, Gregor und ich sind die drei Au Pairs an der Schule und fanden die Idee gleich klasse, einen Wochenendausflug zusammen zu machen. Die beiden sind 20 Jahre alt, sehr nett, Jenny ist schon einige Monate in Melbourne und Gregor etwa eine Woche vor mir hier angekommen. Die Au Pairs sind hier in der Regel alle zwischen 18 und 25 Jahre alt, obwohl ich auch schon einige „Oldies“ wie mich getroffen habe. Es gibt im Facebook sogar eine Au-Pair Ü-25-Gruppe! 🙂 Generell kann man ja sowieso nicht sagen, dass es am Alter hängt, ob man sich mit jemandem versteht oder nicht. Es kommt immer auf die Persönlichkeit, Einstellungen und Interessen der Person an. Ich habe hier schon 18-Jährige getroffen, mit denen ich mich super verstanden habe, und auch Leute, die Ende 20, aber gar nicht meine Wellenlänge sind. Allerdings merkt man einen Altersunterschied von zehn Jahren dann doch teilweise bei so manchen Verhaltensweisen. Außerdem waren einige schon erstaunt, dass ich schon so alt bin :-), sie hätten mich auf 27 oder 28 geschätzt. 😉 Man lernt hier aber wirklich so schnell neue Leute kennen! Das ist wie bei den Einführungstagen an der Uni damals, alle sind neu, aufgeschlossen und gehen offen auf andere zu. Jeder sitzt hier ja im gleichen Boot und möchte seine Zeit in Australien nicht alleine verbringen – gemeinsam eine Stadt zu entdecken, macht doch viel mehr Spaß!

So, nun aber zurück zur Great Ocean Road: Die Great Ocean Road ist eine rund 250km lange Küstenstraße (mit kurzen Inlandsabschnitten durch einen Regenwald) von Torquay bis Warrnambool, die von vielen für eine der schönsten Straßen des südlichen Australiens gehalten wird. Sie wurde zwischen 1918 und 1932 von Veteranen des Ersten Weltkriegs gebaut – als Verbindung der Fischerorte, als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und als Mahnmal für die im Krieg gefallenen Australier. Ich muss sagen, sie haben ihre Sache sehr gut gemacht, denn die Route ist einfach traumhaft! Aber dazu später mehr. Unsere Truppe bestand aus Jenny, Gregor (unser Fahrer, der das Auto seiner Gasteltern bekommen hatte), der 18-jährigen Jule, der 28-jährigen Beatriz (Bankerin aus Madrid, die ihr Englisch verbessern möchte und daher ein halbes Jahr Auszeit vom Job nimmt und hier als Au Pair arbeitet) und mir. Vier Deutsche und eine Spanierin. Tja, und nun dürft Ihr raten, wer zur verabredeten Zeit beim Treffpunkt war? Ja, wir Deutschen. 😉 Beatriz kam letztendlich fast 2 Stunden zu spät, weil sie Probleme mit der Zugverbindung hatte… Wir waren nach dieser Zeit schon drauf und dran ohne sie loszufahren. Gut, dass wir es nicht gemacht haben, denn so waren wir eine lustige Gruppe und Beatriz ist wirklich unheimlich nett.

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Der Roadtrip – mein erster in Australien –  konnte also beginnen! Schon die ersten Kilometer an der Küste entlang waren unheimlich schön und wir hätten wirklich alle 50 Meter halten können – ein Strand oder Aussichtspunkt war schöner als der andere! Eine fantastische Strecke ist das, die ich jedem, der in diese Ecke kommt, nur empfehlen kann. So hielten wir an einem Leuchtturm (im Winter kann man von dort aus sogar Wale sehen), fuhren durch Torquay, Lorne und Apollo Bay (sind typische Touristenörtchen, da gibt es nichts Besonderes, nur ein Laden und Restaurant neben dem anderen) und genossen bei guter Musik die atemberaubende Aussicht.

Ein paar Kilometer weiter sah ich dann das erste Mal Koalas in der freien Natur! Schon in meinem Reiseführer stand, dass man in Kennett River (das liegt etwa 170km westlich von Melbourne) Koalas sehen kann, aber so einfach hatte ich es mir auch nicht vorgestellt! Als wir zu einem Parkplatz einbogen, fielen uns gleich ein paar Leute auf, die in die Bäume hineinfotografierten. Da mussten sie sein!! Also nichts wie hin und tatsächlich saßen dort oben in den Eukalyptusbäumen drei Koalas, schliefen (Koalas schlafen bis zu 20 Stunden am Tag und damit länger als Faultiere! So lässt es sich leben! :-)) und ließen sich in ihrer Ruhe von den knipsenden Touristen nicht stören! Durch uns aufgescheucht und um Aufmerksamkeit buhlend, flog aber immer ein knallroter Papagei haarscharf an unseren Köpfen vorbei. Die Koalas sind ja so süß, zum Knuddeln! 🙂

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Eigentlich wollten wir noch zum „Otway Fly Tree Top Walk“, bei dem man auf Hängebrücken durch den Regenwald laufen kann. Das gestaltete sich aber etwas schwierig. Als wir gemäß dem Schild in den Wald abbogen – die Straße war nicht gerade breit, fuhren wir gefühlte 5 Stunden (wahrscheinlich etwa eine halbe Stunde) – teilweise hinter einem Auto her, teilweise auch alleine – mitten im Nirgendwo und nichts deutete mehr auf diese Touristenattraktion hin. Die ausgelassene Stimmung im Auto ließ allmählich nach. Waren wir auf dem richtigen Weg? Warum dauerte das so lang und warum kam kein Schild mehr? Was, wenn wir jetzt mitten in der australischen Pampa eine Panne haben? Jule wurde schon etwas mulmig zumute und fragte dann vorsichtig: „Kennt Ihr den Film ‚Wrong Turn‘? Irgendwie erinnert mich das grad total daran, lasst uns umdrehen!“ 🙂 Das war ein Argument. 😉 Aber weiterfahren machte scheinbar wirklich keine Sinn mehr. Also konnten wir leider nicht durch die Baumwipfel spazieren und dafür eine horrende Summe bezahlen. Vielleicht beim nächsten Mal!

Bei Sonnenuntergang erreichten wir dann die bekannteste Felsanordnung der Great Ocean Road: Die Twelve Apostles! Allerdings sind es mittlerweile nur noch sieben Apostel, weil alle paar Jahre einer einstürzt, der letzte im Jahr 2009! Also, wenn Ihr die noch sehen wollt, lasst Euch nicht zu viel Zeit! 🙂 Mit der untergehenden Sonne sahen die Felsen im Wasser wirklich spektakulär aus!

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Nach diesem ereignisreichen Tag fuhren wir zu unserem Hostel in Port Campbell und ratet mal, wie es hieß?! Port Campbell Hostel! 🙂 So einfallsreich wie die Australier mit der Namensgebung halt sind – entweder sie nehmen einfach Namen aus England (z.B. Brighton) bzw. die mit der Königsfamilie (Victoria) zu tun haben, deutsche Namen (in Melbourne gibt es zum Beispiel einen Stadtteil, der Coburg heißt) oder nennen es nach dem Offensichtlichen (bestes Beispiel Great Barrier Reef). Port Cambell lebt vom Tourismus, es besteht quasi nur aus Hostels, Hotels, einem Supermarkt, einem Restaurant und einem See. Unser Hostel war aber wirklich sehr sauber und in gutem Zustand – da war ich sehr erleichtert! Nach dem Essen (wir haben uns in Punkto Originalität schon den Australierin angepasst und aßen Nudeln mit Tomatensoße :-)) gingen wir alle brav ins Bett, weil wir am nächsten Tag fit für weitere Abenteuer sein wollten!

Um die Spannung auf unsere Erlebnisse am nächsten Tag bis ins Unermessliche zu steigern, verrate ich Euch im Moment nur ein paar Schlagworte: Sturm, Schiffsunglück, Buschfeuer und Wasserfall. 🙂

To be continued….. 🙂

Mittwochs auf Entdeckungsreise

2. März 2014 at 9:42

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

IMG_3450Den australischen Vorschulkindern geht es gut, denn sie haben in den ersten sechs Wochen immer mittwochs frei. Das ist bei der Deutschen Schule in Melbourne nicht anders, also gehen Tristan und ich nun mittwochs immer auf Entdeckungstour. Als erstes mussten wir einfach zum Eureka Tower, weil das einer von Tristans Lieblingsplätzen in Melbourne ist und er quasi direkt vor unserer Haustür (von unserem Balkon aus können wir ihn sehen) liegt. Rachel und Tristan haben sogar eine Jahreskarte. Der Eureka Tower ist 297 Meter hoch, das höchste Gebäude in Melbourne, das zweithöchste Wohngebäude Australiens und der zweithöchste Wolkenkratzer der Südhalbkugel. Aber nun genug der Superlative, im 88. Stockwerk gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man einen sagenhaften Blick über die ganze Stadt hat. Der Aufzug (ok, ein Superlativ muss nun doch noch sein) ist der (angeblich) schnellste der südlichen Hemisphäre und braucht für die 88 Stockwerke nur 40 Sekunden! Der Ausblick von dort oben ist wirklich phänomenal und wir konnten sogar unseren Apartmentkomplex sehen. Nachdem wir uns Melbourne in Ruhe von oben angeschaut und der Tristan ein Eis gegessen hatte, ging es zu unserem nächsten Programmpunkt: dem Victoria Police Museum.

Auf das Victoria Police Museum sind wir gekommen, als eine Frau uns einen Werbezettel in die Hand drückte und sie hatte wirklich überzeugende Argumente: das Museum ist umsonst (großes Plus), man kann sich als Polizist verkleiden und es ist klimatisiert (es war an dem Tag wieder ziemlich heiß). 🙂 Tristan und ich waren begeistert und machten uns auf den Weg. Das Museum befindet sich im Gebäude der Victoria Police, so dass wir dort zur Freude vom Tristan vielen echten Polizisten begegnet sind. Das Museum ist ganz interessant, aber das Lustigste ist natürlich das Verkleiden. 🙂

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Am nächsten Mittwoch warteten Haie, Krokodile und Pinguine auf uns – zusammen mit den Zwillingen Eric und Thomas und deren Mutter ging es nämlich ins „Sealife“. Für Kinder ist das echt schön gemacht: Sie können in Glasröhren kriechen und die Fische hautnah beobachten, auf einem „Krokodilskelett“ herumklettern, lebende Seesterne anfassen und vieles mehr. Außerdem bekommen sie am Eingang einen Kinderpass und wenn man verschiedene Tiere gesehen und entdeckt hat, darf man sich einen Tierabdruck hineinstanzen. Die Kinder waren ganz aufgedreht und sind von einem Aquarium zum nächsten gerannt. Besonders freuten sie sich auf die Pinguine, aber da konnte ich sie auch gut verstehen, denn die sind ja echt putzig! 🙂

Letzten Mittwoch schauten wir uns das „Melbourne Museum“ an, in dem momentan die Sonderausstellung „Designing 007 – 50 years of Bond Style“ gezeigt wird. Die Bond-Ausstellung war wirklich interessant und Tristan ließ sich schnell von all den raffinierten Erfindungen – wie zum Beispiel das Auto, das sich als Boot umwandeln lässt – begeistern. Neben Filmplakaten und Orginalautos konnten die Besucher viele Skizzen, Modelle und Kleider aus den verschiedenen Bond-Filmen bestaunen.

Anschließend gingen wir durch die Daueraustellung des Melbourne Museums, die auch wirklich schön für Kinder gemacht ist. Zum Beispiel kann man die Tiernamen in der Sprache der Aborigines anhören oder mit einem Holzstock versuchen Feuer zu machen (natürlich kein echtes). Viele ausgestopfte Tiere und ein Blauwalskelett waren ein paar der Highlights, an denen wir vorbeikamen. Die meiste Zeit verbrachten wir allerdings in dem wirklich liebevoll und kreativ gestalteten Kinderareal.

Diese Woche waren wir dann mit den Zwillingen und deren Mutter im „Scienceworks“, das ist ein Mitmachmuseum, bei dem sich alles um die Themen „Wissenschaft“ und „Zukunft“ dreht. Für Kinder ist das super interessant gemacht, so kann man zum Beispiel an Bildschirmen ein Zukunftsauto designen, es sich per E-Mail nach Hause schicken lassen und es dann auf einem großen Bildschirm fertig gebaut sehen. Außerdem gibt es einen großen Sportbereich, in dem man die verschiedensten Sportarten ausprobieren, seine Arme und Beine messen sowie seinen Gleichgewichtssinn und seine Geschicklichkeit testen kann. Mit Kindern könnte man dort wirklich Tage verbringen, aber auch wir Erwachsene hatten unseren Spaß. 🙂 Toll ist natürlich auch, dass Kinder freien Eintritt haben.

Nun haben wir noch zweimal einen freien Mittwoch – mal schauen, was uns dafür einfällt. 🙂

Mein Treffen mit BOSSHOSS

27. Februar 2014 at 15:07

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Wie hoch stehen die Chancen, eine deusche Band zur Rush Hour auf einer der belebtesten Straßen Melbournes zufällig zu treffen? In Statistik war ich noch nie gut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering ist. Umso mehr freut es mich, dass ich heute das Glück hatte. Erst werde ich von ESPN gefilmt, heute treffe ich deutsche Sänger, was kommt wohl als nächstes? Ein Ticket für die Oscarverleihung wäre nicht schlecht… 🙂 Aber zurück zum Thema: Da sitze ich also verträumt in der Straßenbahn, um den Tristan vom Hort abzuholen, und wir fahren gerade die Swanston Street (eine der großen Straßen in der Melbourner Innenstadt) entlang. Ich schaue aus dem Fenster, viele Menschen ziehen an mir vorbei, einige Stände und Straßenkünstler sind zu sehen, da steht ein Mann und wird von einer Kamera gefilmt. Ist hier nichts Besonderes, letzt sind wir auch in einen Dreh hineingelaufen. Aber halt, irgendwie kommt mir der Mann bekannt vor… Ich weiß aber nicht recht, wo ich ihn hinstecken soll… Viele Tätowierungen am Arm – tja, das ist in Australien nun wirklich keine Seltenheit. Irgendwie lässt mich das Gefühl aber nicht los, dass das da draußen nicht irgendjemand ist. Nennen wir es journalistischen Spürsinn 😉 – ich witterte eine Geschichte, innerhalb von Sekunden musste ich mich entscheiden, ob ich hier aussteigen wollte, denn kurz nach dem Filmteam hält die Tram. Also, raus! Ich hatte noch ein paar Minuen Zeit bis ich an einer anderen Haltestelle in die zweite Tram zum Hort umsteigen musste.

Nun schaute ich mir die Szenerie noch etwas genauer an. Der Kerl vor der Kamera bewegte seinen Mund – ob Lied oder Text konnte ich aus der Entfernung nicht verstehen, ein Mann mit Hut lehnte an einem Baum daneben, sehr viele Menschen gingen an ihnen vorbei ohne sie zu erkennen und sich an der Kamera zu stören. Jetzt ging mir ein Licht auf, das sind doch die beiden Cowboys, die in der Jury von „The Voice of Germany“ saßen! Tja, nur wenn ich sie ansprechen wollte, musste ich auch wissen, wie sie heißen. Das fiel mir gerade überhaupt nicht ein! Da sieht man mal wieder wozu Smartphones gut sind (wie hätten die Leute das früher gemacht, die hätten sich doch tatsächlich erinnern müssen!)! Ich googelte also „Deutsche Band Cowboys“ und bekam „The BOSSHOSS“! Genau, so hießen die! Dann verglich ich die Bilder, die mir Google ausspuckte, mit den beiden Kerlen, die nicht weit von mir entfernt standen. Eine Ähnlichkeit war schon da… Was hatte ich zu verlieren, also ging ich zu dem Kerl am Baum und fragte ihn „Excuse me, are you BossHoss?“ Die Recherche hatte sich ausgezahlt :-), sie waren es tatsächlich! Ich unterhielt mich kurz mit dem Nichttätowierten (wie auch immer der heißt), sie sind auf Tour in Australien, haben schon in Brisbane und Sydney gespielt und treten morgen bei einem Festival in Melbourne auf. Er war nett und höflich, aber nicht überaus freundlich – aber das ist wohl die cool-gelangweilte-Cowboy-Star-Art. Als der andere (Boss oder Hoss) fertig mit seiner Szene war, machten wir dieses Foto. Das schoss übrigens ein blonder Deutscher, der auch mit den Cowboys abgelichtet werden wollte. In Australien kennt sie ja niemand, da werden sie nur von deutschen Touristen oder Backpackern angesprochen. 🙂

Nach diesem kurzen Plausch verabschiedeten wir uns und ich stieg wieder in die Tram. Das alles passierte innerhalb von 5 Minuten, denn ich hatte ja nicht viel Zeit. Danach war ich aber kurz durch den Wind, man trifft ja nicht alle Tage deutsche Stars auf der Straße! 🙂 Tristan war wenig beeindruckt als ich ihm von meiner Begegnung erzählt und das Bild gezeigt hatte. Was ihn allerdings beschäftigte: Warum hat der Mann so viele Tätowierungen? Tja, das hätte ich ihn mal fragen sollen! Das nächste Mal! 🙂

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Street Art in Melbourne

26. Februar 2014 at 14:02

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Ich war noch gar nicht in Melbourne und da erfuhr ich auch schon das Wichtigste über die Stadt von meinem Bruder: „Dort gibt es so viele coole Graffitis!“ Und er hatte recht! In Melbourne gibt es 180 kleine, versteckte Gassen – Melbourne´s Laneways, die von den Hauptstraßen aus unscheinbar aussehen, aber dort befinden sich die besten Gallerien, Restaurants, Bars und auch viel Street Art. An vielen Ecken in Melbourne darf man legal sprayen, die Eigentümer der Häuser erhalten die Erlaubnis der Stadt, dass Künstler an ihrem Haus sprühen dürfen (nicht die Sprayer selber, wie ich zuerst dachte) und dann kann kommen, wer möchte. Ab und an werden die Wände scheinbar mit schwarzer Farbe übermalt, um für Neues Platz zu schaffen. Neben ein paar Schmierereien sieht man aber hauptsächlich wirklich tolle Street Art, die Touristen wie Einheimische begeistert. Wenn schon ich als Laie hin und weg von manchen Wänden bin, wie mag es dann erst Leuten wie meinem Bruder gehen, die sich mit dieser Kunstart auskennen und selbst aktiv sind?

Hier mal ein kleiner Einblick verbunden mit einem besonders lieben Gruß aus der Graffiti-Metropole Melbourne an meinen Bruder Consti! 🙂

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Vom Fernsehen entdeckt

23. Februar 2014 at 12:34

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Man könnte fast denken, dass mir jemand ein Zeichen geben, wollte – in dem Sinne: Wenn Du schon nicht in die USA kommen kannst, dann kommen die USA halt einfach zu Dir. Denn als ich an Tristans zweitem Schultag wieder mit der Tram in der Innenstadt angekommen war (nachdem ich ihn zur Schule gebracht hatte), stand doch tatsächlich am Federation Square die Freiheitsstatue! Natürlich nur eine aufblasbare, aber egal. Wie mein Herz doch hüpfte bei dem Anblick! 🙂 Der Grund dafür war, dass der Sportsender ESPN erstmals den Superbowl live am Federation Square im Rahmen eines Public Viewings übertragen hat und es doch tatsächlich ganz viele (überwiegend Männer) gab, die an einem Montagmorgen um 10 Uhr nichts anderes zu tun (oder sich extra dafür freigenommen) hatten, als den Superbowl live zu sehen. Als ich ein Foto der Freiheitsstatue machte, fragte mich eine nette Frau, die bei der Organisation des Events half, ob ich ein Foto mit der Freiheitsstatue wollte – was für eine Frage! 😉 Tja und als ich so davor posierte hatte, kam doch tatsächlich ein Kamerateam von ESPN, filmte mich und fragte, ob ich mich nicht nochmal davor stellen wollte und sie sie es filmen dürfen! Völlig überrumpelt stand ich also da, lachte, zeigte auf die Freiheitsstatue, schaute begeistert in die Kamera und vergaß natürlich völlig zu fragen, wo das überhaupt gesendet wird. 🙂 Wahrscheinlich bin ich jetzt in einem Zusammenschnitt des Superbowls in den USA zu sehen unter der Rubrik „Die ganze Welt schaute den Superbowl“! Die dachten wahrscheinlich, sie hätten eine waschechte Australierin vor der Kamera gehabt. 😉 Also, wenn Ihr mich mal irgendwo auf ESPN seht, sagt mir bitte Bescheid! 🙂

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Der erste Schultag oder „Which one is your child?“

23. Februar 2014 at 8:19

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In den ersten Tagen in Melbourne, in denen es fast durchgehend um die 38 Grad warm war, musste ich mich erstmal in der Innenstadt orientieren, habe mir ungefähr 50.000 Broschüren im Visitor Center mit interessanten Touren, Führungen und Ausflügen geholt und mich mit der Umgebung vertraut gemacht. In etwa 5-10 Minuten bin ich von der Wohnung aus ins Zentrum (CBD – Central Business District) gelaufen, um uns herum sind ein Theater, ein Kulturzentrum und die ABC. 🙂 Außerdem hatte ich in der Zeit auch meine australische Steuernummer bekommen, mit der ich hier für ein Jahr arbeiten darf!

Die Deutsche Schule Melbourne

Am Ende der ersten Woche stand dann der große Tag vor der Tür: Der erste Schultag! Keine Sorge, ich habe nicht vor, in Schuluniform herumzulaufen und in Australien nochmal zur Schule zu gehen. Aber Tristan hatte seinen ersten Tag an der Deutschen Schule in Melbourne! IMG_3314Da er zweisprachig aufgewachsen ist, ist diese Privatschule für ihn perfekt. Momentan antwortet er mir noch hauptsächlich auf Englisch, wenn ich mit ihm Deutsch rede, aber versteht mich und ich bin gespannt, wie sich das ändert, wenn er länger auf diese Schule geht. Die Deutsche Schule Melbourne wurde 2004 gegründet und ist seit 2008 in Betrieb, es werden dort etwa 70 Kinder (die nicht alle einen deutschsprachigen Hintergrund haben) auf Deutsch und Englisch unterrichtet. In der so genannten „Preparatory“-Klasse (in der Tristan nun ist – quasi eine Vorschulklasse) wird etwa 90% des Unterrichts auf Deutsch abgehalten. Danach steigt der Anteil der englischen Sprache immer weiter an. IMG_3313Die Deutsche Schule hat im Gegensatz zu den öffentlichen Schulen in Australien keine Schuluniform. Wenn man in der Tram die Kinder mit ihren einheitlichen Kleidern, Hosen und Hemden sieht, dann sind manche Schülerinnen und Schüler echt nicht zu beneiden. Besonders die Kleider der Mädchen sehen häufig aus wie die Kleidung von Krankenschwestern aus den 1970ern. Die Eltern der Vorschüler hatten die Schultüten ihrer Kinder in einer Abendaktion zusammen gebastelt – zu Hause haben Tristan und ich seine Schultüte noch etwas verziert, seinen Namen und das Einschulungsjahr draufgeklebt. Australische Kinder kennen die Tradition mit der Schultüte gar nicht! Tristan hatte schließlich sogar zwei Schultüten, denn ich hatte noch eine kleine aus Deutschland mitgebracht und mit Star Wars-Radiergummis, einem Star Wars-Spitzer und Angry Birds (sehr angesagt)-Schokotalern gefüllt.

Viele neue Gesichter und Namen

Auch für Eltern und Au Pairs ist so ein erster Schultag aufregend – was zieht man an, an was muss man alles denken, man muss sich alle neuen Namen und Gesichter merken. Tristan war dagegen ganz cool und ist ziemlich lässig in die neue Schule gegangen. Die Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen haben für die Neuankömmlinge Liedern gesungen und die Schulleiterin sowie die Klassenlehrerin haben die „Prep“-Kinder und ihre Familien begrüßt. Einige der 19 Kinder von Tristans Klasse haben schon Geschwister in einer höheren Klasse, so dass deren Eltern schon mit der Schule vertraut waren. Anschließend durften die Kinder in ihren ersten Unterricht gehen und die Eltern (und das eine Au Pair :-)) konnten sich bei Kaffee, Tee und Gebäck etwas besser kennen lernen. Natürlich wurde mir immer wieder die Frage gestellt „Which one is your child?“! Vom Alter her hätte es ja auch gepasst. 🙂 Ich bin das einzige Au Pair in der Klasse, alle waren super nett und sehr freundlich. Bei einigen Eltern ist einer Deutscher oder Schweizer, manche waren als Jugendliche oder zum Studieren mal in Deutschland und andere möchten einfach, dass ihr Kind zweisprachig unterrichtet wird. Übrigens gibt es in Tristans Klasse gleich zwei Zwillingspaare! Mit dem Jungenpaar hat er sich schon am ersten Tag angefreundet. Nach etwa zwei Stunden endete der erste „Unterrichtstag“, es wurden die obligatorischen Fotos gemacht und danach trafen sich alle Eltern mit ihren Kindern noch im nahegelegenen Park, um gemeinsam zu spielen (also die Kinder) und zu grillen.

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Den ersten Schultag feierten Tristan und ich anschließend mit einem Sprung in den Pool – wie sich das gehört. 🙂

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Australia Day

23. Februar 2014 at 4:54

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Meine Ankunft in Melbourne hatte ich perfekt gelegt, denn einen Tag später war Australia Day – Nationalfeiertag! An dem Tag feiern die Australier die Ankunft der ersten Flotte von Schiffen aus England in Sydney Cove am 26. Januar 1788. Fällt der 26. Januar auf einen Sonntag, wie in diesem Jahr, dann ist Montag ein Feiertag! Das ist eine tolle Regelung, die wir auch in Deutschland einführen sollte (in den USA ist das genauso)! 🙂 Wir haben uns an diesem Tag mit Freunden von Rachel zum Lawn Bowling getroffen. Lawn Bowling ist in etwa wie Boccia, man muss die eigene Kugel so nah wie möglich an eine Zielkugel rollen. Eigentlich ist das scheinbar auch in Australien eher ein Sport für die ältere Generation (in Sydney hatte ich auch mal einen Lawn Bowling Club gesehen, da haben Senioren ganz in weiß gekleidet gespielt), aber wird zunehmend auch, gerade an solchen Tagen, von Jüngeren gespielt. Wir haben es mit einem Barbecue verbunden, nett beieinander gesessen und ich habe Rachels Freunde kennengelernt. Das Lawn Bowling selber habe ich auch ausprobiert und es war ganz lustig, aber in der Sonne war es auf Dauer viel zu heiß. Also haben wir es uns im Schatten bequem gemacht, den anderen beim Spielen zugeschaut, gegessen, getrunken und gequatscht. 🙂

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Nach dem Lawn Bowling sind wir dann noch ein bisschen am Yarra River entlang gelaufen. Dort stand schon alles im Zeichen der Formel 1, die Mitte März in Melbourne stattfindet: Dort stand ein Formel 1-Auto, man konnte mit einer Flasche Champagner als Sieger auf einem Podest posieren und wir nahmen eine Videobotschaft für den australischen Fahrer auf, in der wir ihm viel Glück wünschten (lasst das nicht Sebastian Vettel wissen! :-)).

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Das Phänomen mit der Zeit

21. Februar 2014 at 7:13

Posted from Melbourne, Victoria, Australia.

Habt Ihr schon gehört, dass die Zeit in Australien schneller vergeht? Das ist ein Phänomen, das nur in Down Under auftritt – die Wissenschaft steht noch immer vor einem Rätsel. Die Aborigines erzählen sich dazu folgende Geschichte: Vor langer Zeit lebte einmal ein großer Krieger, der zusammen mit seinen Brüdern das ganze Dorf gegen Eindringlinge verteidigte. Doch als seine Brüder nach und nach krank wurden und starben, wurde das Dorf immer verwundbarer. Da seine Söhne noch nicht groß und stark genug waren, um sich ihm anzuschließen, bat er die Natur um Hilfe. Er ging auf Wanderschaft, pflanzte an jedem Fluß, an dem er vorbeiging, eine Blume aus seiner Heimat und kehrte schließlich in sein Dorf zurück. Während seiner Abwesenheit wurde das Dorf nicht angegriffen und die Söhne waren innerhalb kürzester Zeit und groß und stark geworden. Seit diesem Tag vergeht die Zeit in Australien schneller.

Ok, Ihr habt es Euch wahrscheinlich schon gedacht, dass es diese Geschichte nicht wirklich gibt. 😉 Aber Spaß beiseite, was ich eigentlich damit sagen möchte: Seit ich in Melbourne bin, rast die Zeit und ich komme nicht mehr zeitnah dazu, den Blog upzudaten, obwohl ich viel erlebe und so viel schreiben könnte und auch möchte. Eigentlich eher: Weil ich so viel erlebe, komme ich nicht mehr viel zum Schreiben. 🙂 Was ja an sich schön ist, aber ich möchte Euch natürlich auch an allem teilhaben lassen! Daher gelobe ich Besserung und setze mich in den nächsten Tagen ran!

Damit Ihr aber seht, dass ich auch sonst noch fleißig bin, hänge ich Euch mal den Link zu einem Interview, das ich mit Marusia Luft über ihren Job als Bordfotografin auf einem Kreuzfahrtschiff gemacht habe, an: http://weltreiseforum.com/blog/als-bordfotografin-im-kreuzfahrtschiff-um-die-welt/. Es hat zwar keinen direkten Australienbezug, aber ist für den ein oder anderen (hoffentlich) trotzdem interessant. Denn während ich hier Australien entdecke, bereise und hier arbeite, schreibe ich freiberuflich für deutsche Onlineportale, Zeitungen und Magazine. Ideen für Geschichten habe ich hier schon genug und es werden von Tag zu Tag mehr! 🙂

Ich freue mich auch weiterhin über Eure Kommentare, Gästebucheinträge, Briefe, Postkarten, Skypeanrufe, What´s app-Nachrichten, Brieftauben, und Rauchzeichen! 🙂

Liebe Grüße aus Melbourne,

Christine