Mittwochs auf Entdeckungsreise
Posted from Melbourne, Victoria, Australia.
Den australischen Vorschulkindern geht es gut, denn sie haben in den ersten sechs Wochen immer mittwochs frei. Das ist bei der Deutschen Schule in Melbourne nicht anders, also gehen Tristan und ich nun mittwochs immer auf Entdeckungstour. Als erstes mussten wir einfach zum Eureka Tower, weil das einer von Tristans Lieblingsplätzen in Melbourne ist und er quasi direkt vor unserer Haustür (von unserem Balkon aus können wir ihn sehen) liegt. Rachel und Tristan haben sogar eine Jahreskarte. Der Eureka Tower ist 297 Meter hoch, das höchste Gebäude in Melbourne, das zweithöchste Wohngebäude Australiens und der zweithöchste Wolkenkratzer der Südhalbkugel. Aber nun genug der Superlative, im 88. Stockwerk gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man einen sagenhaften Blick über die ganze Stadt hat. Der Aufzug (ok, ein Superlativ muss nun doch noch sein) ist der (angeblich) schnellste der südlichen Hemisphäre und braucht für die 88 Stockwerke nur 40 Sekunden! Der Ausblick von dort oben ist wirklich phänomenal und wir konnten sogar unseren Apartmentkomplex sehen. Nachdem wir uns Melbourne in Ruhe von oben angeschaut und der Tristan ein Eis gegessen hatte, ging es zu unserem nächsten Programmpunkt: dem Victoria Police Museum.
- Unsere Wohnanlage von oben
Auf das Victoria Police Museum sind wir gekommen, als eine Frau uns einen Werbezettel in die Hand drückte und sie hatte wirklich überzeugende Argumente: das Museum ist umsonst (großes Plus), man kann sich als Polizist verkleiden und es ist klimatisiert (es war an dem Tag wieder ziemlich heiß). 🙂 Tristan und ich waren begeistert und machten uns auf den Weg. Das Museum befindet sich im Gebäude der Victoria Police, so dass wir dort zur Freude vom Tristan vielen echten Polizisten begegnet sind. Das Museum ist ganz interessant, aber das Lustigste ist natürlich das Verkleiden. 🙂
Am nächsten Mittwoch warteten Haie, Krokodile und Pinguine auf uns – zusammen mit den Zwillingen Eric und Thomas und deren Mutter ging es nämlich ins „Sealife“. Für Kinder ist das echt schön gemacht: Sie können in Glasröhren kriechen und die Fische hautnah beobachten, auf einem „Krokodilskelett“ herumklettern, lebende Seesterne anfassen und vieles mehr. Außerdem bekommen sie am Eingang einen Kinderpass und wenn man verschiedene Tiere gesehen und entdeckt hat, darf man sich einen Tierabdruck hineinstanzen. Die Kinder waren ganz aufgedreht und sind von einem Aquarium zum nächsten gerannt. Besonders freuten sie sich auf die Pinguine, aber da konnte ich sie auch gut verstehen, denn die sind ja echt putzig! 🙂
Letzten Mittwoch schauten wir uns das „Melbourne Museum“ an, in dem momentan die Sonderausstellung „Designing 007 – 50 years of Bond Style“ gezeigt wird. Die Bond-Ausstellung war wirklich interessant und Tristan ließ sich schnell von all den raffinierten Erfindungen – wie zum Beispiel das Auto, das sich als Boot umwandeln lässt – begeistern. Neben Filmplakaten und Orginalautos konnten die Besucher viele Skizzen, Modelle und Kleider aus den verschiedenen Bond-Filmen bestaunen.
Anschließend gingen wir durch die Daueraustellung des Melbourne Museums, die auch wirklich schön für Kinder gemacht ist. Zum Beispiel kann man die Tiernamen in der Sprache der Aborigines anhören oder mit einem Holzstock versuchen Feuer zu machen (natürlich kein echtes). Viele ausgestopfte Tiere und ein Blauwalskelett waren ein paar der Highlights, an denen wir vorbeikamen. Die meiste Zeit verbrachten wir allerdings in dem wirklich liebevoll und kreativ gestalteten Kinderareal.
Diese Woche waren wir dann mit den Zwillingen und deren Mutter im „Scienceworks“, das ist ein Mitmachmuseum, bei dem sich alles um die Themen „Wissenschaft“ und „Zukunft“ dreht. Für Kinder ist das super interessant gemacht, so kann man zum Beispiel an Bildschirmen ein Zukunftsauto designen, es sich per E-Mail nach Hause schicken lassen und es dann auf einem großen Bildschirm fertig gebaut sehen. Außerdem gibt es einen großen Sportbereich, in dem man die verschiedensten Sportarten ausprobieren, seine Arme und Beine messen sowie seinen Gleichgewichtssinn und seine Geschicklichkeit testen kann. Mit Kindern könnte man dort wirklich Tage verbringen, aber auch wir Erwachsene hatten unseren Spaß. 🙂 Toll ist natürlich auch, dass Kinder freien Eintritt haben.
Nun haben wir noch zweimal einen freien Mittwoch – mal schauen, was uns dafür einfällt. 🙂

































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