White Night – Menschenmassen, bunte Gebäude und Purple Rain
Posted from Melbourne, Victoria, Australia.
Erst einmal wünsche ich Euch allen FROHE OSTERN! Ich hoffe, der Osterhase hat Euch auch genauso viel leckere Schokolade gebracht wie uns hier in Melbourne. 🙂 Ich habe übrigens gelernt, dass Ostern im Herbst ist, weil der Osterhase so die Eier im Laub verstecken kann. 😉 In den letzten Wochen war ich so viel unterwegs und habe so viel unternommen, dass ich mit dem Aufschreiben meiner Erlebnisse gar nicht mehr hinterher komme. Deshalb werde ich nun ein paar Texte zu Themen schreiben, die schon einige Zeit her, aber für Euch sicherlich auch jetzt noch interessant sind.
Was passiert, wenn in Melbourne alle Museen von 19 Uhr bis 7 Uhr morgens offen haben, viele Gebäude mit unterschiedlichen Lichtern und Mustern angestrahlt werden, Straßenkünstler Konzerte geben, Ausstellungen sowie Filmvorführungen stattfinden, es verschiedene Sonderveranstaltungen gibt und das alles GRATIS ist? Mehr als 500.000 Menschen kommen in die Innenstadt! Bei der diesjährigen „White Night“, die nun zum zweiten Mal in Melbourne stattgefunden hat, konnten wir das hautnah erleben! Zusammen mit Michelle (Texanerin, die Ende 20 ist und nach jahrelanger Arbeit bei KPMG nun hier studiert), die ich an dem Tag über Rachel (sie haben an der gleichen Uni studiert und Michelle hat über das Alumninetzwerk zu ihr Kontakt aufgenommen, als sie neu in die Stadt gekommen ist) kennen gelernt hatte, kämpfte ich mich durch die Menschenmassen. Eigentlich wollte ich mich an dem Tag auch noch mit der Beatriz, der Jenny und dem Gregor treffen, aber – wie konnte es auch anders sein – in der Innenstadt war das Mobilfunknetz total überlastet und man konnte keinen erreichen.
Schon allein die Menschenmassen waren beeindruckend, aber die bunt angestrahlten Gebäude waren wirklich super schön! Die Muster und Farben, die oft mit der Struktur und dem Aufbau des Hauses abgestimmt waren, wechselten nach einer Weile und man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Wir blieben oft bei Straßenkünstlern
stehen, hörten der Musik zu, schauten uns ein paar Filmsequenzen an
(ehrlich gesagt konnten wir nicht ganz nachvollziehen, warum Leute sich in eine Gasse stellten und ganze Filme an diesem Abend anschauten) und ließen uns mit der Masse treiben. Leider war es überall so überfüllt, dass wir in kein Museum, keine Galerie oder zum Beispiel in die State Library hereingekommen sind, weil uns die Warteschlangen einfach viel zu lang waren.
Wir haben übrigens von einigen gehört, die an diesem Abend gar nicht viel gesehen haben, weil sie durch die Menschenmassen nicht vorangekommen sind, sich in dem Gewühl verloren haben oder einfach keine Lust hatten, sich durch das Gedränge zu schieben. Von daher war es wahrscheinlich ganz gut, dass wir nur zu zweit unterwegs gewesen waren. So kamen wir auch bis zum alten Gefängnis , in dem die Aktion „Purple Rain“ stattfand. Die Idee war echt etwas Außergewöhnliches: Mit einem Regenschirm ausgestattet konnte man zum Lied „Purple Rain“ in lilafarbenem Regen herumlaufen! Leider hätte man dafür auch lange anstehen müssen und wir wollten ja noch mehr sehen. Am Ende kehrten wir dann in einer Bar ein, tranken und quatschten. 😉
Die White Night war ein sehr besonderes und interessantes Kulturangebot, hinter dem ein unheimlicher Organisations- und Sicherheitsaufwand gesteckt haben muss. Das Konzept sollten wirklich mehr Städte übernehmen!













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