Didgeridoo und Boomerang
Posted from Rockhampton, Queensland, Australia.
Wieder festen Boden unter den Füßen fuhren wir gleich nach unserem Segelausflug von Airlie
Beach nach Makay weiter – die Entfernung zwischen den beiden Städten beträgt etwa 150km. Mackay wird auch „inoffizielle Zuckerhauptstadt Australiens“ genannt. Denn acht große Raffinerien produzieren dort ein Drittel des australischen Zuckers. Die Stadt ist nicht wirklich sehenswert und nach einer kurzen Rundfahrt mit unserem Jucy ging es auch schon weiter nach Rockhampton, das an der Grenze zwischen den Tropen und den Subtropen liegt. Auf dem rund 300km langen Trip gab es eine wichtige Neuerung: Ich bin auch einen Teil der Strecke gefahren! Nach rund 9 Monaten ohne Fahrpraxis traute ich mich endlich in Australien ans Steuer! Nachdem ich anfangs zu weit links gefahren bin, gewöhnte ich mich nach einer Weile daran, mich mehr an der Mitte zu orientieren und das Fahren machte mir Spaß.
Auch Rockhampton muss man nicht unbedingt besucht haben, das Interessanteste dort war das „Dreamtime Cultural Centre“. Das Zentrum wird von Aborigines geführt und man bekommt einen recht authentischen Einblick
in das Leben der australischen Ureinwohner.
Da es nicht gerade überlaufen war (wir waren anfangs die einzigen Besucher), führte uns einer der Mitarbeiter nach zwei Einführungsfilmen exklusiv über das Gelände. Positiv überrascht waren wir dann von der Tatsache, dass wir eine Didgeridoo-Vorführung bekamen und sogar selbst einmal einen Boomerang werfen durften. Das Didgeridoo wird aus Eukalyptusholz hergestellt, von den Aborigine-Männern gespielt, mit „flatternden“ Lippen geblasen und der Klang kann durch verschiedene Spieltechniken (z.B. Auf- und Abwippen des Kehlkopfes) verändert werden. Im Shop des Zentrums versuchten wir uns später mal am Didgeridoospielen und ich kann Euch sagen, es ist gar nicht so einfach. 🙂 Das Bumerangwerfen hat auch viel Spaß gemacht und beim Flo hat es gleich beim ersten Mal richtig gut geklappt. Die Angela und ich hatten den Dreh dagegen nicht wirklich raus, bei uns fiel er gleich auf den Boden. 😉 Es gibt „Returning-Boomerangs“, also Bumerangs, die wieder zum Werfer zurückkehren und auch solche, die das nicht tun. Bumerangs wurden ursprünglich zur Jagd genutzt.
Ein Video von der Didgeridoo-Vorführung könnt Ihr hier sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=lrZ5apxzUzw&feature=youtu.be
Nach diesem sehr interessanten Zwischenstopp fuhren wir weitere 250km nach Bundaberg. Das Örtchen ist wegen seines Rums bekannt. Da es aber bei unserer Ankunft schon dunkel war, haben wir von der Stadt selber nicht wirklich viel gesehen. Wir stärkten uns kurz mit einer Pizza bei „Dominos“ und setzten unseren Weg nach Hervey Bay (weitere 120km) fort und trafen dort um 21.30 Uhr auf dem Campingplatz ein.
Wie Ihr seht, sind wir an dem Tag viiiiiiiiiiiel gefahren – insgesamt rund 800 km! Das entspricht ungefähr der Distanz von Würzburg nach Venedig! 😉





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