{"id":2439,"date":"2015-05-25T18:18:50","date_gmt":"2015-05-25T16:18:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/?p=2439"},"modified":"2015-05-26T10:32:52","modified_gmt":"2015-05-26T08:32:52","slug":"erst-die-arbeit-dann-das-vergnuegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/?p=2439","title":{"rendered":"Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen ;-)"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"location-link\" href=\"#\" id=\"location2439\" name=\"-37.814107,144.96327999999994\" onclick=\"return false;\">Posted from Melbourne, Victoria, Australia.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Australien ist &#8211; wie Ihr durch meine Blogeintr\u00e4ge mittlerweile mitbekommen habt &#8211; leider ziemlich teuer. Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen &#8211; hie\u00df es deshalb auch f\u00fcr mich, um noch mehr sch\u00f6ne Ecken dieses tollen Landes erkunden zu k\u00f6nnen. Mit dem Working Holiday Visum kann man in fast allen Bereichen in Australien arbeiten &#8211; au\u00dfer zum Beispiel im Gesundheitssektor. Eines war f\u00fcr mich aber von Anfang an klar: Ich wollte auf keinen Fall kellnern oder eine K\u00fcchenhilfe sein. Am liebsten h\u00e4tte ich eine T\u00e4tigkeit in einem B\u00fcro begonnen, allerdings merkte ich schnell, dass das f\u00fcr mich nicht m\u00f6glich sein w\u00fcrde. Solche Jobs bekam man nur mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und wenn man mindestens noch ein halbes Jahr in Australien blieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Meine zwei Lieblingsfamilien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits w\u00e4hrend meiner Au Pair-Zeit babysittete ich bei zwei Familien, wenn der Tristan in der <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2201-e1432569615689.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2457\" alt=\"IMG_2201\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2201-e1432569615689-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2201-e1432569615689-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2201-e1432569615689-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2201-e1432569615689.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Schule war. Einmal (und eine Weile auch zweimal) die Woche passte ich auf <strong>Sophie<\/strong> auf, deren Mutter Australierin und deren Vater Deutscher ist. Sie <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_1052-e1432569588461.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2454\" alt=\"IMG_1052\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_1052-e1432569588461-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>wollten gerne, dass noch eine weitere Person neben dem Vater mit ihrer sechs Monate alten Tochter Deutsch spricht und da kam ich ins Spiel. \ud83d\ude09 Sophie hatte ich sofort ins Herz geschlossen und ich freute mich immer, wenn ich zu ihr gegangen bin. Ihre Mutter war Lehrerin in Mutterschutz und hatte sp\u00e4ter stundenweise wieder angefangen zu arbeiten. W\u00e4hrend ich bei ihnen war, erledigte sie Sachen f\u00fcr sich und f\u00fcr die Schule, ging mal zum Friseur oder einkaufen. Sophie und ich gew\u00f6hnten uns schnell aneinander, spielten zusammen,<a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2673.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2455\" alt=\"IMG_2673\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2673-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> ich ging mit ihr Spazieren, las ihr etwas vor, f\u00fctterte sie und wickelte sie manchmal (meistens erledigte das die Julie). Je \u00e4lter sie wurde, desto mehr konnte ich nat\u00fcrlich mit ihr machen und man merkte auch, dass sie Deutsch schon gut verstand. Ihr Vater sprach <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2179-e1432569671350.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2459\" alt=\"IMG_2179\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2179-e1432569671350-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>mal Deutsch, aber in der Regel Englisch mit ihr. Mit der Mutter Julie verstand ich mich auch sehr gut, wir unterhielten uns viel, ich brachte ihr auch etwas Deutsch bei und war eine der ersten, die erfuhren, dass Sophie ein Geschwisterchen bekommen sollte. Als ich in die WG mit der Sarah zog, lieh sie mir auch Bettw\u00e4sche, Kissen, etc. und bot mir sogar an, \u00fcbergangsweise bei ihnen zu wohnen, falls ich nicht gleich ein Zimmer finden sollte. <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2349.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2460\" alt=\"IMG_2349\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2349-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Kurz nachdem ich bei ihnen angefangen hatte, zogen sie in ein gr\u00f6\u00dferes Haus und dort hatte Sophie noch mehr Platz zum Spielen. Gerade in dem Alter machen sie von Woche zu Woche so viele Fortschritte und entwickeln sich so schnell &#8211; es ist sch\u00f6n, <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2609.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-5\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2456\" alt=\"IMG_2609\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2609-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>das \u00fcber Monate mit zu bekommen. Man glaubt nicht, wie man sich an ein Kind gew\u00f6hnt und wie sich ein Kind an einen selbst gew\u00f6hnt &#8211; auch wenn man nur einmal die Woche kommt. Einmal sa\u00df Sophie auf dem Scho\u00df ihrer Mutter und fing an zu weinen, als ich wegging. Im Oktober war ich dann bei ihrer ersten Geburtstagsfeier dabei und kurz bevor ich wieder nach Deutschland geflogen bin, fing sie an zu laufen! Ich war so stolz! \ud83d\ude09 Zuf\u00e4lle gibt es! Auf der Webseite von &#8222;Deutsche in Melbourne&#8220;-Seite inserierte eine deutsche Familie, die einen Babysitter suchte und diese Familie war doch tats\u00e4chlich aus W\u00fcrzburg! Unglaublich! Eine sehr liebe Familie, die f\u00fcr zwei Jahre in Melbourne ist, <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0179-e1432569647519.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-6\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2458\" alt=\"IMG_0179\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0179-e1432569647519-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0179-e1432569647519-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0179-e1432569647519-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>da der Vater an der dortigen Uni arbeitet. Einmal die Woche passte ich auf den zweij\u00e4hrigen <strong>Felix<\/strong> auf, der etwas Zeit <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2139-e1432569564575.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-7\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2453\" alt=\"IMG_2139\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2139-e1432569564575-237x300.jpg\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2139-e1432569564575-237x300.jpg 237w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2139-e1432569564575-809x1024.jpg 809w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2139-e1432569564575.jpg 1691w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a>brauchte, bis er sich an jemand Neuen gew\u00f6hnte. Mit der Zeit durfte seine Mutter Kathi auch weggehen, wenn ich da war und Erledigungen machen &#8211; das war ein gutes Zeichen! Felix ist ein ganz s\u00fc\u00dfes, aufgewecktes Kerlchen, der gerne mit Legosteinen Schiffe baut, mit Autos spielt, aus B\u00fcchern Geschichten vorgelesen bekommt und Spa\u00df daran hat, mit Kinderfahrzeugen herumzufahren. Mit seinen Eltern, die nur ein paar Jahre \u00e4lter sind als ich, war ich sofort auf einer Wellenl\u00e4nge und besonders mit der Kathi quatschte ich viel, wir tauschten Melbourne- und Australientipps aus und erz\u00e4hlten uns unsere Neuigkeiten. Einige Monate sp\u00e4ter wurde Felix\u00b4 kleiner Bruder David geboren &#8211; ein ganz S\u00fc\u00dfer, auf den ich ab und an auch mit aufpasste. Es war immer, als ob ich zu Freunden und nicht zur Arbeit ging, wenn ich zu ihnen nach Coburg (ein Stadtteil von Melbourne) fuhr. Zu beiden Familien habe ich im Laufe der Monate eine enge Verbindung aufgebaut, bin auch jetzt noch in guten Kontakt mit ihnen und freue mich immer, wenn ich h\u00f6re, wie es den Kids geht. \ud83d\ude42<\/p>\n<div id=\"attachment_2452\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1210098_Ausschnitt.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-8\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2452\" class=\"size-large wp-image-2452\" alt=\"P1210098_Ausschnitt\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1210098_Ausschnitt-1024x785.jpg\" width=\"640\" height=\"490\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1210098_Ausschnitt-1024x785.jpg 1024w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1210098_Ausschnitt-300x230.jpg 300w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1210098_Ausschnitt-71x55.jpg 71w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2452\" class=\"wp-caption-text\">Kathi, Felix, David und ich<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Babysitten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich ausgezogen war, hatte ich zus\u00e4tzlich noch bei anderen Familien gebabysittet. Einige Male habe ich zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2435-e1432569747554.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-9\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2461\" alt=\"IMG_2435\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2435-e1432569747554-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2435-e1432569747554-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2435-e1432569747554.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>auf den vierj\u00e4hrigen Olli und seine eineinhalbj\u00e4hrige Schwester Matilda aufgepasst, deren Mutter einmal die Woche <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_1982-e1432569860437.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-10\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2462\" alt=\"IMG_1982\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_1982-e1432569860437-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>von zu Hause gearbeitet hatte. Ich passte auf den kleinen Wirbelwind und seine Schwester auf, ging mit ihnen auf den Spielplatz, in den Park und half der Mutter mit dem Putzen des Hauses. Sarah war sehr nett, immer im Stress als berufst\u00e4tige Mutter und versorgte mich mittags auch mit Essen. W\u00e4hrend ich auf die Kleinen aufpasste, versuchte sie neben der w\u00f6chentlichen Telefonkonferenz immer einzukaufen, Erledigungen und ab und an auch Sport zu machen. An einem Wochenende half ich einer netten deutschen Familie, die kurz vor ihrer R\u00fcckkehr in die Heimat stand. Ich besch\u00e4ftigte die beiden Kinder, so dass die Eltern Kisten packen konnten. Von ihnen bekam ich jede Menge Konserven, die sie nicht mehr aufbrauchen konnten. Ab und an passte ich auch auf Thomas und Eric auf &#8211; die Zwillinge, die mit dem Tristan befreundet sind und mit deren Mutter Kim ich mich gut verstand und auch oft getroffen hatte. Einmal stellte ich mich auch bei einer Familie als Babysitterin vor, die in Brighton &#8211; einem wohlhabenderen Stadtteil von Melbourne &#8211; wohnte. Die Eltern betrieben 25 Subway-L\u00e4den, hatten einen Pool und vom Flur aus konnte man durch eine Glasscheibe in die Garage schauen, in der zwei dicke Autos standen. So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen. \ud83d\ude42 Ab und an babysittete ich auch abends auch zwei Kinder von einem Schweden und einer Japanerin auf, die beide auch sehr nett waren. Der Schwede arbeitete fr\u00fcher in L.A. als Designer und war in Melbourne f\u00fcr eine Autofirma t\u00e4tig. Als ich im Internet eine Anzeige aufgab, in der ich einen Babysitterjob suchte oder Deutschunterricht anbot, meldeten sich neben normalen Leuten \u00fcbrigens auch jede Menge Idioten. Einer fragte mich doch tats\u00e4chlich, ob ich bei ihm putzen k\u00f6nnte und ob es mich st\u00f6ren w\u00fcrde, dass er Nudist sei. Nur um das klarzustellen, den Job nahm ich nicht an. \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Burger, Mysteryshopper, Gala und Wasserballon<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber das Internet fand ich jede Menge Nebenjobs. So half ich zum Beispiel Katie, einer Frau mittleren Alters, beim Umzug. Zusammen mit einem anderen deutschen Backpacker packte ich B\u00fccher, CDs, K\u00fcchenutensilien, etc. in Kartons und half ihr beim Putzen. Man glaubt nicht, wie manche Menschen leben! Katie hat scheinbar in den Jahren, in denen sie in diesem Haus gewohnt hatte, niemals Staub gewischt! Eklig! In der Wohnung lag doch tats\u00e4chlich Laub, das der Wind hineingeweht hatte! Unglaublich! Katie war so dankbar f\u00fcr unsere Hilfe, dass sie den Florian und mich abends noch in ein Pub eingeladen hatte. Ein paar Mal traf ich mich auch mit Jon, einem Backpacker aus England, der aus Interesse Deutsch lernen wollte. Deutsche Backpackerfreunde hatten ihm bis dahin nur die wichtigsten W\u00f6rter, um K\u00f6rperteile benennen zu k\u00f6nnen oder ein Bier zu bestellen, beigebracht. Ich erweiterte seinen Wortschaft etwas. \ud83d\ude09 Claudia von &#8222;Deutsche in Melbourne&#8220; erz\u00e4hlte mir dann von einer australischen Webseite, auf der Leute alle m\u00f6glichen Nebenjobs posten, man sich um den Job bewerben kann und man nach getaner Arbeit bewertet wird. Das war eine klasse Sache und von da an machte ich viele Jobs dar\u00fcber. Dort posteten die Leute wirklich alle m\u00f6glichen Jobs &#8211; vom Putzen, Computerhilfe, Handwerkert\u00e4tigkeiten und Gartenarbeit \u00fcber Fahrstunden, \u00dcbersetzungen und Flyeraustragen bis hin zu Uniarbeiten schreiben, Logos entwickeln und den Lebenslauf \u00fcberarbeiten. Es gab nichts, was es nicht gab &#8211; so suchte ein Mann jemanden, der f\u00fcr ihn einen Liebesbrief schrieb oder eine Frau jemanden, der ihr die Haare k\u00e4mmte (\u00e4h, das h\u00f6rte sich zu seltsam und verr\u00fcckt an). \ud83d\ude09 Einige lustige und coole Jobs bekam ich \u00fcber diese Webseite:<\/p>\n<ul>\n<li>Einmal lieferte ich einem Typen, der in der Mittagspause sein B\u00fcro nicht verlassen konnte, einen Burger! Sein B\u00fcro lag eine Stra\u00dfe von unserer Wohnung entfernt und an dem Burgerladen lief ich eh auf dem Heimweg vorbei. Der Typ war total nett und gab mir ein sehr gro\u00dfz\u00fcgiges Trinkgeld! \ud83d\ude42<\/li>\n<li>F\u00fcr einen Gesch\u00e4ftsmann aus Sydney tauschte ich ein T-Shirt um, das er in der falschen Gr\u00f6\u00dfe gekauft hatte und nicht mehr zu dem Laden nach Fitzroy fahren konnte.<\/li>\n<li>&#8222;Nom, nom, nom&#8220; sollte ich einmal auf einen Zettel schreiben und zusammen mit zehn Energieriegeln in einen Briefkasten werfen. Der Auftraggeber war aus Melbourne weggezogen und wollte einer Freundin eine Freude machen.<\/li>\n<li>F\u00fcr eine Studentin ging ich in einen Waschsalon, las in einem Buch <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2381.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-11\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2450\" alt=\"IMG_2381\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2381-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>und wartete bis ihre zwei Ladungen W\u00e4sche gewaschen waren. Keine Ahnung warum sie das nicht selber machen wollte, der Waschsalon war nur 5 Minuten von ihrer Wohnung entfernt. Umso besser f\u00fcr mich. \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Mysteryshopper war ich auch zweimal. Was das ist? Man geht in einen Laden, tut so als ob man sich f\u00fcr ein Produkt interessiert, l\u00e4sst sich von einem Verk\u00e4ufer beraten und f\u00fcllt danach einen Fragebogen aus. Man f\u00fchrt darin aus, wie freundlich der Verk\u00e4ufer war, wie viele Kunden im Raum waren, was der Verk\u00e4ufer gefragt oder einem angeboten hat, ob er den Kunden auf Rabatte\/Abzahlm\u00f6glichkeiten aufmerksam gemacht hat, etc. Sehr interessant!<\/li>\n<li>F\u00fcr eine Eventagentur half ich auch mal bei der Vorbereitung einer Gala. Zusammen mit anderem Helfern schm\u00fcckte ich einen gro\u00dfen Saal, stellte Teelichter auf und dekorierte. <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2013.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-12\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2447\" alt=\"IMG_2013\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2013-300x224.jpg\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2013-300x224.jpg 300w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2013-1024x764.jpg 1024w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2013-73x55.jpg 73w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das hat mir viel Spa\u00df gemacht! Das Motto war irgendetwas mit Asien und der Raum sah anschlie\u00dfend super aus! F\u00fcr die Deko verantwortlich war ein Typ, der der Zwillingsbruder vom Bruce Darnell h\u00e4tte sein k\u00f6nnen &#8211; diese Tonlage, die Gesten und sein Auftritt! \ud83d\ude09 Er sagte immer: &#8222;Darling, that\u00b4s sooo beautiful, you are doing an amazing job! Wonderful!&#8220; Haha, genial!<\/li>\n<li>Der lustigste Job war f\u00fcr Studenten &#8211; die eine App entwickelt hatten, mit der man die Farben auf der Handy-Tastatur irgendwie \u00e4ndern konnte. Sie wollten ein Werbevideo drehen, bei dem mit Lebensmittelfarbe gef\u00fcllte Ballons auf Leute geworfen werden. Mal lag einer am Strand und wurde beworfen,<a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2038.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-13\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2449\" alt=\"IMG_2038\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2038-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2038-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2038-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2038-41x55.jpg 41w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2038.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a> fuhr auf einem Einrad und wurde beworfen und ich sa\u00df auf einer Bank und wurde beworfen. Die Jungs waren total nett, der Dreh war echt lustig (sie warfen erst ein paar Mal daneben) und ich wurde Gott sei Dank nur am Bauch und den Beinen getroffen (der auf dem Einrad wurde mit roter Farbe direkt im Gesicht erwischt, er sah aus, als ob er einen Unfall hatte). In weiser Voraussicht hatte ich meine \u00e4ltesten Klamotten angezogen, aber die Farbe ging beim Waschen auch wirklich raus. Der Dreh dauerte ca. 20 Minuten und wurde richtig gut bezahlt!<\/li>\n<li>Zwischendurch habe ich auch \u00dcbersetzungen vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt gemacht, mal ein PDF abgeschrieben und f\u00fcr eine \u00e4ltere Frau die Hemden ihres Mannes, Bettw\u00e4sche, Geschirrhandt\u00fccher (wer b\u00fcgelt denn so etwas?!) und Tischdecken geb\u00fcgelt.<\/li>\n<li>Ein bl\u00f6der Job war, als ich Werbemagneten austragen sollte. Es waren ein paar Hundert und ich kannte die Gegend gar nicht. Den Job h\u00e4tte ich nicht annehmen sollen, denn ich musste erst mal ne knappe Stunde mit dem Zug mitten in die Pampa fahren und dann waren das immer einzelne H\u00e4user, es ging Berge rauf und runter. Innerhalb von zwei Stunden hatte ich nur etwa 50 Magneten ausgetragen. Nach ein paar Stunden fuhr ich wieder zur\u00fcck, das hatte ohne Auto echt keinen Sinn.<\/li>\n<li>Als das neue iPhone 6 rauskam, wurde auch in Australien ein riesiger Hype draus gemacht und vor den Gesch\u00e4ften bildeten sich schon Tage davor lange Schlangen. \u00dcber diese Webseite suchten einige Leute, die sich f\u00fcr sie die Nacht \u00fcber anstellten und dann kurz vor Laden\u00f6ffnung mit ihnen wieder tauschten. Daf\u00fcr zahlten viele um die 100 Dollar! Ich fand die Idee, mir mit so vielen IT-Verr\u00fcckten die Nacht um die Ohren zu schlagen, lustig und dachte, so etwas mache ich wenn nur hier. \ud83d\ude09 Ich hatte mit einem Asiaten Kontakt, f\u00fcr den ich mich eigentlich anstellen sollte, der hatte mehrere Leute beauftragt, wollte f\u00fcr Spiele, Snacks und Getr\u00e4nke sorgen. W\u00e4re sicher eine interessante Nacht geworden! Da ich sowieso ein Nachtmensch bin, h\u00e4tte ich mir die Nacht schon mit Leute beobachten, lesen und schreiben um die Ohren geschlagen. Allerdings hat er mich einen Tag davor mittags angerufen und gesagt, dass es keinen Sinn hat, weil zu dem Zeitpunkt schon 100 Menschen vor dem Apple-Store anstanden (am n\u00e4chsten Tag um 8 Uhr oder so machte der erst auf!!!) und sich seiner Ansicht nach zu viele &#8222;professionelle Schwarzmarkth\u00e4ndler&#8220; dort aufhielten, die sehr gut organisiert waren. So stellte er sich alleine an &#8211; ob er eines der ersten iPhones bekommen hat, wei\u00df ich nicht. Im Fernsehen hab ich dann gesehen, dass derjenige, der in Sydney das erste iPhone im Laden erworben hatte, so aufgeregt war, dass es ihm runterfiel&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Staubwischen, Saugen, Wischen, Badputzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Jobs auf der Webseite waren Putzstellen und dabei verdiente man auch am besten. Also nahm ich auch einige Putzjobs an, wobei manche nur einmalig (Grundreinigung, Fr\u00fchjahrsputz, etc.) waren und sich aus anderen w\u00f6chentliche Auftr\u00e4ge ergaben. Fast alle Familien waren sehr nett; interessierten sich f\u00fcr Deutschland, meine Reisepl\u00e4ne und behandelten mich eher wie einen Gast als wie eine Putzhilfe:<\/p>\n<ul>\n<li>Regelm\u00e4\u00dfig ging ich zum Beispiel zu einer \u00e4lteren Dame, <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0391.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-14\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2444\" alt=\"IMG_0391\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0391-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0391-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0391-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_0391-73x55.jpg 73w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>der eine Wohnung im Eureka-Tower (dem h\u00f6chsten Geb\u00e4ude in Melbourne) geh\u00f6rte. Von ihrer Wohnung hatte man einen super Ausblick \u00fcber die Stadt! Wenn ich dort leben w\u00fcrde, w\u00fcrde ich den ganzen Tag nur aus dem Fenster schauen. \ud83d\ude09 Die Zimmer waren picobello und ich wusste gar nicht, was ich eigentlich noch putzen sollte. Interessant waren die Gespr\u00e4che mit ihr, denn sie war die Ex-Frau vom fr\u00fcheren deutschen Konsul in Darwin! Eine Weile hatte sie in Stuttgart gelebt und so sprachen wir viel \u00fcber Deutschland, Australien und die Unterschiede zwischen beiden L\u00e4ndern.<\/li>\n<li>Sehr nett war es auch immer bei Mike, der Anfang 40 war und mit drei anderen M\u00e4nnern in einer WG lebte. Das erste Mal kam ich zu ihnen, als ihr Vermieter sich kurzfristig f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag ank\u00fcndigte und sie &#8222;den Eindruck erwecken wollten, als seien sie reinlich&#8220;. \ud83d\ude09 Die M\u00e4nner waren immer sehr lustig!<\/li>\n<li>Bei einer Innenarchitektin, die eine kleine Tochter hatte und erst k\u00fcrzlich &#8211; nach jahrelangem Aufenthalt in London &#8211; zusammen mit ihrem Mann wieder nach Melbourne kam, putzte ich auch regelm\u00e4\u00dfig. Sie wohnten \u00fcbergangsweise in einer komplett renovierten Wohnung bis sie ein Haus gefunden hatten. Die Wohnung war in einem coolen Haus, in dem man mit dem Aufzug in die Apartments fuhr und in dem anscheinend auch eine bekannte australische Serie gedreht wurde (&#8222;The Block&#8220; oder so). Wie es in den meisten Wohnungen oder H\u00e4usern in Australien \u00fcblich ist, hatten sie mehrere B\u00e4der &#8211; im Schlafzimmer hatten sie zwei (f\u00fcr jeden eines!),\u00a0 das einj\u00e4hrige M\u00e4dchen hatte ein eigenes Bad, das G\u00e4stezimmer auch und dann gab es noch eine G\u00e4stetoilette!<\/li>\n<li>Einmal die Woche machte ich auch bei einem Anfang Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Ordnung, der griechische Wurzeln hatte und mit Italienern in einer WG wohnte. Er war Anwalt, aber nicht grad der ordentlichste und trocknete doch tats\u00e4chlich seine Hemden im Schrank! \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Sehr nett war auch eine Familie mit drei kleinen s\u00fc\u00dfen M\u00e4dchen, die auch ein paar Jahre in London gelebt hatte. Von Yuen, der Mutter, bekam ich sogar ein Weihnachtsgeschenk.<\/li>\n<li>Einmal putzte ich bei einer Russin, die in einem Au\u00dfenbezirk von Melbourne wohnte und ein ziemlich gro\u00dfes Haus hatte.<\/li>\n<li>Als ich einer Frau half, das leerstehende Haus ihrer Eltern etwas in Ordnung zu bringen, bevor sie es verkaufte, lernte ich auch ihre 89-j\u00e4hrige Mutter kennen. Die Frau war urspr\u00fcnglich aus Polen und freute sich so, dass sie mit mir etwas Deutsch sprechen konnte, so dass sie mir heimlich 5 Dollar zusteckte.<\/li>\n<li>Sehr nett war auch ein junges Paar, das kurz zuvor Eltern geworden ist. <a href=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2628-e1432569521508.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-15\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2451\" alt=\"IMG_2628\" src=\"http:\/\/www.cpierk.de\/australia\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/IMG_2628-e1432569521508-97x300.jpg\" width=\"97\" height=\"300\" \/><\/a>Der Mann hatte fr\u00fcher bei Coca-Cola im Marketing gearbeitet und vertrieb jetzt mit Freunden eine mexikanische Limonade, die sie nach Australien exportierten.<\/li>\n<li>Als seine Familie in Urlaub war, mistete ich zusammen mit einem italienischen Vater die Kinderzimmer, etc. aus und half ihm, Ordnung ins Haus zu bringen.<\/li>\n<li>F\u00fcr einen Job stand ich mal um 4 Uhr fr\u00fch auf, weil ein Kerl Anfang 30 um 6 Uhr fr\u00fch jemanden brauchte, der die Wohnung putzte, bevor die Freundin wieder aus dem Urlaub kam. Die Zimmer waren nicht wirklich dreckig und f\u00fcr diese zwei Stunden wurde ich f\u00fcrstlich entlohnt! \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Einmal engagierte mich auch eine Jungs-WG, um nach ihrer &#8222;Oktoberfest-Party&#8220; (keiner der Jungs war \u00fcbrigens Deutscher) Ordnung in das Chaos zu bringen, die Bier-Flaschen einzusammeln und den total verklebten Boden wieder halbwegs sauber zu machen.<\/li>\n<li>Was f\u00fcr mich immer sehr unangenehm war, waren Haushalte mit Katzen. Ich bin ja kein gro\u00dfer Katzenliebhaber und diese Katzenhaare waren dann immer \u00fcberall. Bei einem sehr netten Ehepaar, die viel in der Welt umher reisen und zwei Katzen hatten, putzte ich alle zwei Wochen. Sie war Lehrerin und er im IT-Bereich t\u00e4tig, beide waren aber keine gro\u00dfen Ordnungsfanatiker. Er hatte lange graue Haare zu einem Zopf gebunden, trug oft Leggins und manchmal Ballerinas. Beide waren in ihrer Kirchengemeinde sehr engagiert und luden mich auch zu ihrem Weihnachtsmusical ein. Schrecklich waren die Katzen einer Familie, die mich regelrecht verfolgten. In jedem Zimmer sa\u00df eine auf dem Bett und als ich sie endlich alle durch die T\u00fcr in den Garten bef\u00f6rdert hatte, kamen sie von der anderen Seite wieder rein &#8211; durchs Fenster! \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Bei einer indischen Familie, die in einer sehr kleinen unordentlichen Wohnung hauste, ordnete ich die gesamten K\u00fcchenschr\u00e4nke neu.<\/li>\n<li>Eine Frau engagierte mich mal nur daf\u00fcr, ihre W\u00e4sche zusammen zu legen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei all den Jobs bekam ich immer super Bewertungen, es entstanden oft l\u00e4ngerfristige Auftr\u00e4ge und ich wurde auch an Freunde weiterempfohlen (so war die Frau, die in das &#8222;The Blocks&#8220;-Haus zog, die Patin der Kinder des Schweden). Viele Grundreinigungen oder Fr\u00fchjahrsputzjobs dauerten um die 5 Stunden und waren echt anstrengend. Oftmals hatte ich 2-3 Putzjobs an einem Tag (oft auch an den Wochenenden, an denen ich dann abends noch weggegangen bin ;-)) und danach wei\u00df man, was man geschafft hat. Nur einmal bewertete mich eine Neuseel\u00e4nderin schlecht, deren Haus ich 7 Stunden lang putzte. Ich erledigte alles von ihrer Liste, machte Zimmer f\u00fcr Zimmer durch, bekam aber ihren Ofen nicht richtig sauber. Sie sagte damals, dass das schon passt und ihr Mann schickte mich nach sieben Stunden heim. Als sie mich dann schlecht bewertete, war ich richtig sauer, weil sie Sachen bem\u00e4ngelte, die ich gemacht hatte. Wenn das einmal in dem Portal steht, dann kann man nichts richtigstellen, auch wenn es nicht wahr ist. Gott sei Dank ging das durch die vielen guten Bewertungen unter, trotzdem regte mich das auf! \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Interessante Einblicke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch diese verschiedenen Jobs in den unterschiedlichsten Stadtteilen von Melbourne kam ich mit Menschen unterschiedlicher Herkunft aus allen sozialen Schichten, Berufen und verschiedenen Alters in Kontakt, sah wie sie wohnten und lernte durch Gespr\u00e4che mit ihnen viel \u00fcber ihr Leben. Das erm\u00f6glichte mir Einblickte, die man durch eine T\u00e4tigkeit in einem B\u00fcro, einem Caf\u00e9 oder Laden nicht erh\u00e4lt. Obwohl die Arbeit anstrengend, teilweise unangenehm und\u00a0manchmal eklig war, bin ich froh, dass ich diese Erfahrung gemacht und dadurch so viele unterschiedliche und nette Leute kennen gelernt habe. So etwas macht man auch nur einmal im Leben. Interessant war, dass diejenigen mit der unordentlichsten und dreckigsten Wohnung immer angeblich eine Stauballergie hatten. Deswegen konnten sie selbst nicht putzen &#8211; nat\u00fcrlich! \ud83d\ude09 Was mich auch erstaunte war, wie schnell die Menschen in Australien Fremden vertrauen. Obwohl sie nur meinen Vornamen kannten, lie\u00dfen sie mich sofort mit ihren Kinder und in ihren Wohnungen allein, gingen in der Zeit einkaufen oder machten Erledigungen. Nur einmal wollte eine Familie meinen Ausweis sehen. Es ist sch\u00f6n, dass dieses Grundvertrauen der Australier scheinbar noch vorhanden ist &#8211; ich w\u00e4re wahrscheinlich vorsichtiger und misstrauischer gewesen. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Posted from Melbourne, Victoria, Australia. Australien ist &#8211; wie Ihr durch meine Blogeintr\u00e4ge mittlerweile mitbekommen habt &#8211; leider ziemlich teuer. 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